Clubkonzert in Erfurt

Von René Homuth, November 1, 2006 15:10

Centrum Club Erfurt 27. Oktober 2006

Mitten im goldenen Oktober machten wir uns auf den für uns weiten Weg in die Landeshauptstadt Thüringens. Es war Wochenende und Ferienbeginn in Baden-Württemberg – kurz – wir waren nicht allein auf der Straße und brauchten mehr als vier Stunden für die Pilgerfahrt ins heutige „Keimzeit-Mekka“. Glücklich angekommen und schnell noch in der Unterkunft eingecheckt; dann machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Marbacher Gasse 10 – der Anschrift, die wir als Ortsunkundige dem Internet entnommen hatten. Noch bevor wir unseren Irrtum (unter o.g. Adresse befindet sich lediglich der Briefkasten des Club-Betreibers) feststellen konnten, sprach uns ein junger Mann an, der uns ob unseres Outfits als KEIMZEIT-Fans erkannt hatte. Er stellte sich als Inhaber des Centrum Clubs vor und bot uns kurzerhand an, uns zum richtigen Veranstaltungsort „Am Anger“ mitzunehmen. Das nahmen wir gerne an – schnell wurde noch der Kindersitz im Kofferraum verstaut und schon konnte es losgehen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an den netten Veranstalter, der dafür sorgte, dass auch wir „Verirrte“ pünktlich am Ort des Geschehens ankamen!

Der Centrum Club befindet sich in Lagerräumen des ehemaligen Centrum-Kaufhauses. Das Ambiente ist durch die durchweg schwarze Gestaltung des Raumes eher etwas düster und erschwert zunächst die Orientierung. Aber die Theke war dann doch schnell gefunden und wir verkürzten uns die Wartezeit mit dem ersten köstlichen Schwarzbier. Dann trafen auch endlich René und Birgit ein und der Spaß konnte beginnen.

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Am Merchandising-Stand gab es die neue Live-Scheibe „Mensch Meier“ als CD und auch als Doppelalbum in Vinyl käuflich zu erwerben. Ein merkwürdiges Gefühl, seit langem einmal wieder eine Schallplatte in den Händen zu halten. Die Fotos kommen hier viel besser zur Geltung als auf der kleinen CD – man müsste eben nur noch einen funktionstüchtigen Plattenspieler besitzen.

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Zu erleben waren heute sichtlich entspannte und zu Späßen aufgelegte Musiker und ein textsicheres Publikum – auch wenn Norbert bei „Nathalie“ anderer Meinung war, und uns immer wieder mit einem verschmitzten Grinsen mangelnde Vorbereitung vorwarf. Das Publikum war von Anfang an aktiv, was auch den Musikern Freude bereitete. Weitere Albereien, unter anderem mit dem Mikrofonkabel, waren an der Tagesordnung.

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Das wären schöne Schnappschüsse geworden – hätte man den Fotoapparat nur rechtzeitig im Anschlag gehabt. Aber die wertvollsten Bilder sind ohnehin die Erinnerungen, die man im Kopf hat und nicht auf irgendeinem Papier oder in einer Datei.

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erfurt06.jpgMusikalisch wurde eine ausgewogene Mischung zwischen neu und alt dargeboten. Meine persönlichen Highlights dieses Konzerts waren das neu arrangierte „Getrennte Wege“, dem ein eindringlich stampfender Rhythmus neuen gewichtigen Ausdruck verleiht, und –wieder einmal im Programm: der Klassiker „Tequila“. Das begeisterte Publikum entließ die Akteure erst nach diversen Zugaben, darunter auch eine lange „Flugzeuge“-Version, bei der man sich wunderbar fallen lassen und genießen konnte. Rudi ließ das Flugzeug ohne Räder letztendlich akustisch landen. Leider heißt es am Ende immer „Platz da – für die wirkliche Welt“. Ein gelungener Abend, der wieder viel zu schnell zu Ende war. Wir hatten ausgiebig Gelegenheit, Keimzeit-Feeling zu tanken und Ohren und Herz zu erquicken.

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Nach Konzertende fand sich in Erfurt auch noch ein Lokal, in dem wir mit Birgit und René bei einem letzten Bierchen den Abend ausklingen lassen konnten. Viele Grüße an dieser Stelle an die unermüdlichen E-Feld-Aktivisten! Ich freue mich schon auf ein nächstes Treffen mit euch!

Liebe Grüße von Tine

Bericht: Tine

Fotos: rene.h

5 Antworten für “Clubkonzert in Erfurt”

  1. Katrin Windows XP Internet Explorer 6.0 sagt:

    year!
    Schöner Bericht und wie immer super Fotos. am besten sind die Bierflaschen am Rand der Bühne!

    Liebe Grüße an alle
    Katrin

  2. rene.h Windows XP Firefox 1.5.0.7 sagt:

    Auch von mir einen lieben Dank an Tines ersten Bericht hier, langsam wird die Zahl unserer Autoren größer, das bringt frischen Wind rein und die alten Hasen können sich auch einmal zurücklehnen. :-)

    Wegen der Bierflaschen, ja man erkennt gleich wer anwesend war. ;-)

    Viele Grüße René

  3. luise d. Windows XP Internet Explorer 6.0 sagt:

    Ich konnte leider nicht zu diesem Konzert gehen………Der total gelungene Bericht zeigt mal wieder das KEIMZEIT live einfach wahnsinn ist!!!!!!
    Danke für den total tollen Bericht!

    Grüße von LUISE

  4. birgit.b Windows XP Internet Explorer 6.0 sagt:

    Hallo Tine!

    Dein Bericht ist wirklich gelungen. Auch mich freut es sehr, daß hier immer mehr Leben hinein kommt und die Zahl der Autoren ständig wächst.
    Es war schön mit Euch und ich freue mich schon auf ein, hoffentlich baldiges Wiedersehen.

    Liebe Grüße
    Birgit

  5. moschkito Windows XP Internet Explorer 6.0 sagt:

    Wow, Keimzeit in meiner derzeitigen Heimatstadt, klar, daß ich mich schon wochen darauf gefreut hatte… Schnell noch im neu eröffneten Tick@-Laden in der Pilse um die Ecke vom Anger eine Karte gekauft- man weiß ja nie, wie voll es dann hinterher wirklich wird…- und dann um 9 im Club aufschlagen, indem sonst Party´s ala “Disko auf drei Floors” oder 80erJahre Depeche Mode-Partys laufen… Ich brauchte meine viertel Stunde um runterzukommen, rein ins “Weekendfeeling” mit der wunderbar angenehmen Erkenntnis, daß mir selbst hier keiner meine üblichen Quälgeister über die Füße stolpern- im Kopf und auf den Lippen den Gedanken “Die wissen alle gar nicht was wirklich gut ist”… Ein (leider etwas teures für hartz4 Empfänger) Bierchen, und dann eintauchen in drei Stunden Dauergrinsen!!! Man kommt aus dem Schmunzeln nicht mehr raus wenn einem ständig von der Bühne ein so strahlendes, herzliches und mitreißendes Lächeln entgegenschlägt, eine so familiäre Stimmung herrscht und man sich einfach nur noch wohlfühlt. So läßt man sich doch gerne ein verlängertes Wochenende einleiten, die Muskeln lockern sich und der Kopf wird frei. Rundrum ist tatsächlich nichts mehr wichtig als der Augenblick, kein Gedanke mehr an den Typen der mich tagsüber noch bis zur Weißglut genervt hat- statt dessen “etwas höher nur der mond”, Freejazz, Selbstvergessene Spielfreude und fallenlassen in Klarinette und Saxofon. Spazi wie immer sehr gut, nur Rudi und seine Art und Weise die Dinge zu beenden stört teilweise, mich persönlich zumindest. gewöhnungsbedürftig- also eigentlich nur ein Grund, noch mehr Keimzeitkonzerte zu besuchen… Der Herbst beginnt, und mit ihm die wunderschöne Jahreszeit vorm Kamin.

    “was ich im Wasser sah” dann das Schönste dieses schönen Abends…
    Besonders erhebend zu erleben, wie massiv, andauernd und ausdauernd und langanhaltend nach “Mehr” gerufen wurde….
    DANKE, DANKE und nochmehr DANKE für einen so schönen Abend, einige Konzerte sind eben noch schöner als andere. Kommt bald wieder! Liebe Grüße, Vera

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