Oratorium „Emmaus“ Bachkirche Arnstadt 25.09.2005

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Arnstadt´s altehrwürdiges Gotteshaus, die Bachkirche, bot die imposante Kulisse für einen besonderen musikalischen Genuß. Thomas Gabriel´s Oratorium „Emmaus“ für Solisten, gemischten Chor, Orchester und Band wurde aufgeführt.

Bis kurz vor 17:00 Uhr strömten die Besucher zahlreich durch das große hölzerne Eingangstor der Bachkirche. Die Plätze füllten sich im unteren Teil der Kirche recht schnell, aber auch die erste Empore und der Platz vor der Orgel war mit Gästen besetzt.

Um 17:00 Uhr betrat der 69 köpfige Chor durch die Reihen der Zuschauer das Gotteshaus und nahm hinter dem Orchester Aufstellung. Der Chor setzte sich aus Mitgliedern des Bachchores Arnstadt, der Kantorei Bad Frankenhausen und dem Ökumenischen Chor Sondershausen zusammen.

Jens Goldhardt übernahm die Leitung über das knapp 1,5 stündige Programm.

Direkt vor dem Chor in der Mitte nahm Ralf Benschu Platz,

die restliche Keimzeitbesatzung saß auf der rechten Seite, Hartmut an der Bassgitarre und gleich daneben Rudi an der Gitarre.

Den musikalischen und gesanglichen Teil dieses Oratoriums zu beschreiben fällt mir mangels Erfahrung ein wenig schwer, um es aber laienhaft zu sagen, die Solisten sangen kraftvoll und klar, eine besondere Leistung, der gesamte Chor fügte sich harmonisch ein, hervorragend vom Orchester und Band begleitet. Natürlich spitzte ich ganz besonders die Ohren um aus diesem Klangbild das Saxophon, die Bassgitarre oder Rudis Gitarrenspiel herauszuhören. Dies fiel aber nicht schwer, das Saxophon klang bedingt durch die besondere Akustik der Bachkirche wunderschön. Die musikalische Untermalung dieses Oratorium war sehr modern, rockig, gar nicht altbacken wie man vielleicht vermuten könnte. Das gefiel mir sehr gut und findet dadurch den Zugang auch gerade zum jüngeren Publikum.

Nachdem ich Reihe um Reihe durchgegangen war konnte ich im Chor auch ein bekanntes Gesicht ausmachen, Katrin (sicher bekannt hier aus dem E-Feld) sang voller Freude und Kraft. Man sah, sie hatte Spaß dabei. Den hatte ich auch.

Natürlich findet so ein Abend auch ein Ende und was für eines, die Zuschauer während des Konzertes penibel darauf geachtet auch ja keinen unbedarften Laut von sich zu geben und die Aufmerksamkeit auf sich zu erregen, gingen am Schluß voll aus sich raus, stehende Ovationen, minutenlanger Applaus. Man zeigte jetzt das man mit dem dargebotenen zufrieden war, die Musiker, der Chor und Solisten genossen sichtlich die Beifallsstürme.

Das Fazit, unbedingt sehenswert.

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