KEIMZEIT rocken die Alte Reithalle – Wismar, 19.11.2005

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Entschuldigt bitte die Verspätung meines Berichtes aufgrund technischer Probleme – alles wird gut!

Nach einer lockeren Runde Fußball mit halb geleerten Wasserflaschen erfolgten Aufbau sowie Soundcheck reibungslos. Nachdem Keimzeit ihren 30minütigen Soundcheck beendeten, hatte die Vorband, das Trio um TIM TATION & FRAKE, Gelegenheit für den ihren. Auch dieser verlief ohne Komplikationen.

Vorband

19:30 Uhr dann begann der Einlass und somit sich die Halle zu füllen. Erste Begeisterte stürzten auf Norbert um gemeinsame Fotos zu machen und leicht Konversation zu halten. Ihren ersten Auftritt vor größerem Publikum starteten um 20:30 Uhr zunächst TIM TATION & FRAKE. Wie es die Ironie des Vorführeffektes spielt, hackte anfänglich die Musik. Die Jungs auf der Bühne stehend und DJ blieben ungewöhnlich gelassen. Auch ihre zu Anfang herrschende Nervosität war an dieser Stelle nicht zu spüren. Fluffige Beats und deutscher Hip Hop füllten die nächsten 40 Minuten die Alte Reithalle. Zum Ende des Abends konnten alle 14 CD’ s der Newcomer verkauft werden, was überglückliche Bandgesichter zu Folge hatte.

HartmutGewohnt gute drei Stunden Keimzeit folgten im Anschluss – zu Beginn mit „5 Sekunden“. Norbert begrüßte das Publikum mit seinem breiten und noch breiteren Grinsen.
Mit im Repertoire:
„Ganz normale Frauen“ – die kleine Liebeserklärung an das weibliche Geschlecht, „Tage ohne Sex“ und selbstverständlich wurden auch die böse durch die Welt schnarrenden „Rentner“ auf leicht ironische Art begrüßt. Ganz klar nicht altersbedingt entfielen Norbert bei diesem Stück einige Textpassagen. Dieses kleine Unglück jedoch konnte er im anschließenden Song des couragierten „Mensch Meier“ wieder wettmachen. Auch der „Paul“, 22 Jahre jung, dem es obligat scheint sehr eifersüchtig sein zu müssen, zeigte sich von seiner besten Seite. Vom Brighton Beach über’ s „Kapitel II“ um hernach das „Irrenhaus“ aufzusuchen, starteten wir eine kleine Reise bis kurz vor „Mailand“, um dem Volke der gefiederten Gesellschaft zu folgen und es zu begleiten.

Buehne1

Selbstverständlich wurden auch aus der Versenkung geholte Stücke gespielt. „Mama“, an dieser Stelle mit Einsatz von Rudi Feuerbach, „See voller Tränen“, dieses wunderschön anzuhören durch den Gesang von Andreas und Rudi und auch den Piraten ließen sie in „Bunte Scherben“ ihren sechsten Sinn.

Nachdem sich die Leute eine halbe Tüte Erdnusschips in ihre zuckersüßen Münder stecken ließen und „Maggie“ jedem einen Krümel ihres Zuckerkuchens abgab, faszinierte „Nathalie“ wie gewöhnlich mit ihren schönen blauen Augen die Hörerschaft, zu der sich mitunter ein Schmetterling zählte. Im Strahl der Scheinwerfer schwirrte er, wild die Flügel um sich schlagend, geweckt durch Rolands Drums, um die Köpfe der Band.

Buehne2

Nicht geplant, dennoch notwendig: die Nachrichten. Ausgesprochen von Norbert Leisegang als Ansager. „Der Halter des Fahrzeuges (…) möge seine Papiere bitte vorn an der Bühne, ausgehändigt an diese drei kleinen Mädchen, abholen! …Ähem, … das Wetter …!“ Norbert griente in die Runde und verschmitzt den Rudi an.

Hartmut2Eine Ode an die Liebe „Am Rande“ gespielt, lud einige Verliebte zu gegenseitigen Liebkosungen ein, um „Nah bei dir“ / dem / der Geliebten zu sein. Die Halle war sehr gut gefüllt von Jung und Alt und das Konzert in seiner Gänze äußerst gelungen. Eine halbstündige Zugabe, begonnen mit „Vor den Ferien“ und beendet durch „Flugzeuge“ ließen den Abend durch das Jubeln begeisterten Publikums ausklingen und den „Vorhang“ fallen.

Die Leute ließen gemächlich die Bühne hinter sich, den Paul, die Rentner und letztendlich auch den Schmetterling, um die Toiletten, den Merchandising-Stand oder die Bierstände zu okkupieren.

So mancher traf sich später am nächsten Morgen im Haus 3 / Block 17 der Hochschule – Wismar wieder, um bei Reggae und Geschranze das Tanzbein oder wahlweise Arme und Kopf zu schwingen.

Fotos in der Galerie.

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