Emmaus, die Vierte

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Bereits zum vierten Mal (Danke Katrin) in Thüringen, nach den Aufführungen in Bad Frankenhausen, Arnstadt und Sondershausen im letzten Jahr und der Uraufführung 2002 im Seligenstädter Gotteshaus, zog das Oratorium „Emmaus“ die Zuhörer erneut in seinen Bann.

In der gut gefüllten St. Blasiikirche zu Nordhausen eröffnete pünktlich 20°° Uhr am vergangenen Dienstag Jens Goldhardt den musikalischen Abend.

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Das Oratorium „Emmaus“ erzählt die Geschichte von zwei Freunden Jesu auf ihren Weg ins Dorf Emmaus, dabei reden sie über ihre Erlebnisse und durchleben noch einmal die Faszination, das Wirken, das Leiden und schließlich die Kreuzigung Jesu. Den beiden schließt sich ein Fremder an, der erst kurz vor der Ankunft im Dorf beim Brotbrechen als der Auferstandene erkannt wird. (entnommen in Teilen aus dem Begleittext zur CD „Emmaus“)

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Die Besetzung war hochkarätig, besonders eindrucksvoll die Darbietung der Solisten. Anja Daniela Wagner, Angelika Credé, Eva-Maria Heß, Matthias Dill, Thomas Kohl und Rob Pitcher überzeugten stimmlich und verstanden es das Publikum zu fesseln. Unterstützt von Mitgliedern des Bachchores Arnstadt, der Kantorei Bad Frankenhausen sowie dem Ökumenischen Chor Sondershausen, unter Mitwirkung von der hier aus dem E-Feld bekannten Katrin Landgraf,

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bot sich eine Klangkulisse bereichert durch die besondere Akustik der St. Blasiikirche, welche seinesgleichen sucht.

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An den Instrumenten begleitete stimmig das Lohorchester Sondershausen mit den Gastmusikern aus dem Hause Keimzeit. Ralf Beschu an der Klarinette und Saxophon gab der Darbietung einen besonderen Akzent. Rudi Feuerbach an der Gitarre sowie Hartmut Leisegang an der Bassgitarre fügten sich harmonisch ins Gesamtkunstwerk ein. Sie gaben der Aufführung die besondere Note, ganz abseits von Keimzeit zeigten sie ihr musikalisches Können. Sicher ist es nicht leicht nach Noten zu spielen und Punktgenau den Einsatz zu finden, bei der Vielzahl an Mitwirkenden. Aber es ist hervorragend gelungen.

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Für Ralf war es ein besonderer Tag, einerseits die Mitwirkung am Oratorium und dann auch noch sein Ehrentag, denn er feierte zusammen mit Chor, Orchester und Publikum seinen Geburtstag.

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Nach knapp zwei Stunden fand die Aufführung ihr umjubeltes Ende, die Solisten wurden mit Blumen überschüttet, Jens Goldhardt war sichtlich gerührt von dem tosenden Applaus, eine kleine Zugabe wurde dem sich nicht beruhigendem Publikum noch gewährt, dann verliessen Chor, Solisten und Musiker die Kirche.

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Die Zuhörer hatten nun noch die Möglichkeit sich auszutauschen, im hinteren Teil der Kirche hatte der „Eine Welt Laden Sondershausen“ Brot und Wein vorbereitet, was auch sehr dankbar angenommen wurde.

Das Resümee dieses Abends, eine überzeugende Darbietung, die auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Bericht und Fotos: rene.h

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