Keimzeit bei Prora 06

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-wir waren dabei –

01. Juli 2006 – Sommer, Sonne, Strand und ein Festival der Jugend rund um die Kulisse des „Koloss von Rügen“, dem ehemaligen „KdF- Seebad der Zwanzigtausend“ und heutigem Kulturdenkmal, an der Proraer Wiek.

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Heute war es nun soweit. Keimzeit, welche das Internet-Voting gegen „Größen“ wie Marc Terency und Patric Nuo, sowie Vanilla Ninja mit Abstand gewonnen hatten, sollten hier als Top-Act das Programm bereichern.

Dieses Ereignis wollten wir uns nicht entgehen lassen. Also fanden wir vier Elektrofeld-Aktiven uns nachmittags am Ort des Geschehens ein, um den Abend gemeinsam zu erleben und unsere Band gebührend zu feiern.

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Unter den ca. 7000 jungen Leuten, welche zu diesem Festival gekommen waren, hoben wir den Altersdurchschnitt zwar überwiegend etwas an, was unserer guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat.

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Dieses Festival hatte alles, was wohl zu solch einem großen Event dazu gehört. Da gab es so ca. alle fünf bis zehn Meter eine andere Bühne oder Podium, auf denen sich die Akteure gegenseitig lautstark mit ihren Darbietungen überboten, diverse Imbiss- und Getränkestände wurden heiß umlagert, Zeltstädte waren knapp vor, neben und hinter den Bühnen aufgebaut und die sanitären Anlagen, Toilettenwagen und Dixie-Klo´s (mit oder ohne Tür) waren durch lange Warteschlangen und feuchte Raumböden mit diversen „Papierdekorationen“ gekennzeichnet.

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Nachdem wir von einem grinsenden Norbert herzlich begrüßt wurden, uns auf dem Gelände ein wenig umgesehen und auch dem Strand und den Baulichkeiten und Ruinen dieser geschichtsträchtigen Stätte einen Besuch abgestattet hatten, zogen wir gemütlich zur Hauptbühne hin, auf welcher schon seit dem frühen Nachmittag diverse Nachwuchsbands ihr Können präsentierten.

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Gegen 22°°Uhr sollte es dann soweit sein und Keimzeit ihr Spiel beginnen. Zuvor heizte dem Publikum, was sich inzwischen schon in großer Schar eingefunden hatte, die Band „KRACH“ mit ihrem „Ska-Punk-Jazz-Reggae“, wie sie ihre Musik selbst nennen, mächtig ein und ließ Tanz- und Feierlaune aufkommen.

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Mit einiger Verspätung war nun endlich unsere Band an der Reihe und wurde von der Menge mit einigem Jubel begrüßt.

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Der Aufbau der Instrumente verlief Reibungslos, was bei derartigen Events sicher nicht immer einfach ist. Eine Band baut ab, wobei die nächste schon zum Aufbau in den Startlöchern steht. Das Management Gewähr bei Fuß am Bühnenrand. Hinter uns 14–16 jährige Girlies, die schmachtend dem Geschehen folgten. Stolz präsentierten sie ihren Freundinnen die Band.

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„Das da ist der Sänger von Keimzeit, der hat jetzt richtig lange Haare!“

„Der Spatz da, der ist soooo süß!“

„Guck mal, der mit der Gitarre sieht voll cool aus!“

„Der Saxophonist ist wohl heute gar nicht da, sonst hätte der nämlich seine Instrumente schon auf der Bühne bereit gestellt!“

Glücklicherweise enthielt der es sich selbstverständlich nicht vor, uns mit seinem Saxophonspiel zu begeistern.

Das Programm war diesmal ein wenig mehr auf die jugendliche Zielgruppe eingestellt und beinhaltete überwiegend die etwas lauteren und rockigeren Töne. Dies sollte sich auch aus anderem Grund als durchaus sinnvoll erweisen, denn beispielsweise ein sonst so wunderschönes Stück wie „Singapur“ wurde leider durch die Beschallung der die Hauptbühne umgebenden Discotheken mit ihren lautstarken Techno-Klängen, derart gestört, dass von Hörgenuss wohl eher kaum zu sprechen war.

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Das Konzert an sich lässt sich als solide Leistung bezeichnen, nicht mehr und nicht weniger, darin waren wir vier uns einig. Dem jungen Publikum hat´s gefallen, so war unser Eindruck, wenn es auch leider viel zu kurz ausfiel, was unter anderem sicher auch dem späten Beginn zuzuschreiben war.

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Nachdem wir von der „Rundumbeschallung“ der multiplen Diskothekenklänge die Nase voll hatten, zogen wir es vor, das Weite zu suchen und den Abend in gemütlicher Runde in einer netten Hotelbar zu beschließen.

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns nach einem morgendlichen Sprung in die Fluten der Ostsee und einem ausgiebig, reichhaltigen Frühstück von einander, da ein Teil wieder in Richtung Süden ziehen wollte, um das anstehende Konzert in Potsdam noch mitzunehmen, während der andere Teil von uns noch ein wenig Sonne, Strand und Meer genießen wollte, ehe das Wochenende beendet und der Alltag wieder Einzug halten würde.

Bericht: birgit.b & dominik.p

Fotos: rene.h & jörn.b

Weitere Berichte und Bilder:

Pora06 – Das Event in Mecklenburg-Vorpommern

Ortskontrollfahrt.de

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