Stadtwerke-Festival 2006, Potsdam

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02. Juli 2006, 11°°Uhr – Noch ein letzter Blick zum Meer, herzliche Verabschiedung von unseren Freunden und ab ging´s. Zurück von der schönen Insel Rügen in Richtung der Potsdamer Metropole, hin zum nächsten Keimzeit-Erlebnis beim Potsdamer Stadtwerkefest.

Nach mehrstündiger Autofahrt bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir, dank Klimatechnik, einigermaßen frisch und guten Mutes unser Ziel. Die Restmüdigkeit, wohl das Überbleibsel einer etwas zu kurz geratenen Nacht, wurde mit einem kräftigen Kaffee in die Flucht geschlagen und wir traten den Weg zum „Neuen Lustgarten“ an.

Hier feierte man schon seit dem vergangenen Tage das 6. Stadtwerkefest. Da es nach unserer Ankunft gerade erst 16°°Uhr war und wir noch ein wenig Zeit hatten, beschlossen wir erst einmal ein kühles Getränk zu uns zu nehmen um den Flüssigkeitsverlust aufgrund der anhaltenden Hitze ein wenig zu kompensieren.

Klug gedacht, denn später sollten wir nicht mehr dazu kommen.

Nachdem wir das, nach einigen Geduldsproben endlich, im wahrsten Sinne des Wortes, erstandene Getränk zu uns genommen hatten, begaben wir uns so langsam in Richtung Bühne. Dort hatte gerade die Band „Revolverheld“ ihr Spiel beendet und die Umbauphase für Keimzeit war in vollem Gange. Es bereitete uns so einige Schwierigkeiten, bis in die vorderen Reihen vorzudringen, da der Platz vor der wirklich gigantischen Bühne schon reichlich gefüllt war.

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Einmal vorn angekommen, hieß es nur noch Stellung halten, egal wie sehr die Sonne brannte und der Wunsch nach einer Erfrischung in uns aufbegehrte. Ja, die Bühne war diesmal sehr groß. … Und hoch. Zwischen ihr und uns ein riesiger Graben mit Security und Kameraleuten, mit ihren die Sicht behindernden Gerätschaften. Die Atmosphäre entsprach nahezu einem Hochsicherheitstrakt. Das war auch kein Wunder, denn hier sollte heute schließlich ein „ganz Großer“ des Showgeschäfts seinen Auftritt haben… Ja, er sollte wirklich kommen:

Peter Maffay!

Durch das Programm führte Cherno Jobatey, der mit seiner sportlich lässigen Art das Publikum während der Umbauphasen bei Laune hielt.

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Dann endlich erschien unsere Band auf der Bühne und wurde jubelnd empfangen.

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Norbert, wie immer breit grinsend und von der Ostsee-Sonne gezeichnet, begann zu singen und riss die Menge augenblicklich mit. Der Blick von der Bühne aus muss gigantisch gewesen sein. Der ganze Platz war dicht angefüllt von Menschen.

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Ich weiß nicht, wie viele gekommen waren, aber es mussten wohl Tausende gewesen sein. Sicher waren viele hauptsächlich wegen City und Maffay hier, aber auch Keimzeit ließ die Menge hochleben und feierte bei jedem Lied mit.

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Die Band war gut drauf und spielte trotz großer Hitze mit Freude und Lust. Es war wirklich zu merken: „dies war ein Heimspiel!“ Nach mehreren Zugaben ging aber auch dieses Konzert nach gut einer Stunde, für unsere Begriffe viel zu früh zu Ende und „unsere Jungs“ machten unter Applaus für City die Bühne frei.

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Cherno interviewte wieder einige Leute im Publikum und verschenkte T-Shirts, bis der Umbau beendet und die Mannen um City bereit waren.

Auch dieses Konzert war wieder ein Erlebnis, mit Konfetti-Kanone, City-Bonbons und Pyrotechnik in bewährter Manier und den herrlich rockigen Klängen aus älteren und jüngeren City-Tagen.

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Danach, die Sonne hatte sich inzwischen etwas hinter die Bühne verzogen, betrat Cherno Jobatey nochmals die Bühne und versprach: „In 27 min. kommt Peter Maffay“ Die Menge jubelte.

Da wir nun schon einmal hier waren und es eh kaum eine Chance gab, durch die Menschenmassen zu entrinnen, harrten wir gemeinsam mit den Maffay-Fans aus, bis der dann auch tatsächlich zur angekündigten Zeit erschien.

Im Laufe des Konzerts wurde ich gedanklich in meine Kinder- und frühen Jugendtage zurückversetzt und brachte meinen Begleiter, nebst mich selbst in Erstaunen, wie textsicher ich die alten Lieder (z.B. „So bist Du“ oder „Und es war Sommer“) noch mitsingen konnte. Dieser Teil des Abends erschien uns jedoch, im Vergleich zu den vorhergehenden Programmteilen, ein Stück weit zu lang und bestimmte Songs dann auch noch ein zweites Mal hören zu müssen, ein wenig übertrieben. Uns schmerzten die Füße, wir konnten kaum noch stehen und waren froh, als sich die Menge dann endlich gegen Mitternacht lichtete und wir eine Sitzgelegenheit fanden.

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Resümierend lässt sich sagen: auch dieses Fest war ein Erlebnis und hat Spaß gemacht. Wer große Bühnen und viele Menschen davor mag, für den war es auch im Hinblick auf Keimzeit optimal. Ich allerdings mag die kleinen Events im Club-Charakter wesentlich mehr, da ich finde, dass dort das Zusammenspiel zwischen Band und Publikum weitaus intensiver stattfindet und die Atmosphäre so eine wesentlich Spannendere ist.

Bericht: birgit.b

Fotos: rene.h

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10740623/60709/

http://www.potsdam-abc.de/fotos/album.php?id=2278

http://www.potsdam-abc.de/fotos/album.php?id=2279

http://www.city-internet.de/tonis_fotoalbum/2006_07_potsdam/potsdam.html

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