Gelungene Generalprobe: 1000 Leute erleben facettenreiches Konzert mit der Gruppe „Keimzeit“

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Bericht: Rene Gaffron / MAZ Belzig

MAZBELZIG: Das war eine gelungene Generalprobe: Die exklusiven Plakate und eigens papiergeschöpfte Eintrittskarten hatten es ja bereits erahnen lassen: Das alljährliche Konzert in der Heimat ist und bleibt für die Gruppe „Keimzeit“ etwas ganz Besonderes. Kein besserer Ort, an dem die Formation in zwölf Monaten ihr 25-jähriges Bestehen feiern könnte.

Der Hof der Burg Eisenhardt, einzigartige Kulisse, wird neu hergerichtet und der Bergfried dann wohl ebenfalls angemessen beleuchtet sein.

Dieses traumhafte Sommerwetter ist jedenfalls wieder bestellt. Die Sonne am strahlend blauen Himmel hatte schon am Sonnabend Nachmittag für ausgelassene Atmosphäre gesorgt. Cheftechniker Jürgen Block etwa ließ es sich nicht nehmen, passend im offenen DKW-Oldtimer vorzufahren.

DKW

Die treueste Anhängerschaft, welche die Kapelle regelmäßig durch die Republik begleitet, hat prompt schon den Soundcheck bei einem Kaltgetränk genossen. Ein Vorteil beim zunächst riesigen Ansturm von knapp 1000 Besuchern, die am Abend schließlich auf das Wahrzeichen der Kur- und Kreisstadt gepilgert waren.

Das gut gelaunte Publikum – jung und alt aus nah und fern in Familie oder mit Freunden – hat mit dem Sextett aus Lütte das von der Märkischen Allgemeinen Zeitung präsentierte Konzert als Ereignis zelebriert.

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Maßgebliches Erfolgsrezept war die – laut Norbert Leisegang um einen Wunschzettel – erweiterte Set-Liste. Entgegen eigenen Ankündigungen hatten es der Sänger und seine Mitstreiter nämlich nicht bei dem „Querschnitt aus den jüngsten vier Alben“ belassen. Ihr Programm war vielmehr ein Strauß von Melodien so bunt wie die Blumen des Sommers.

Da ging es rauf und runter im eigenen Repertoire von Klassikern wie „Irrenhaus“, „Kling Klang“ oder „Das Projektil“. Alte Freundinnen wie „Nathalie“, „Maggie“ und „Betty May“ wurden neu vorgestellt. Der hektische „Paul“ brachte einen zum Schwitzen, die romantische Ballade „So“ erzeugte selbst in dieser lauen Sommernacht noch Gänsehaut. Die gecoverten Rio-Reiser- bzw. Wilco-Nummern (gespielt mit Peter Schmidt) bereiteten der Kapelle sichtbar Vergnügen.

Peter

Schließlich ging es rund um die Welt über „Mailand“, „Singapur“ in eine mexikanische „Tequila“-Bar, um gleich anschließend „Samba nur so“ zu tanzen. Einmal in Schwung ließ sich der Anhang kaum bremsen, feierte jedes Solo, einschließlich des typisch breiten Lachens des „Keimzeit“-Frontmannes. Drei kurzweilige Stunden, inklusive der offenkundig von beiden Seiten gewünschten Zugaben, dauerte das Spektakel. Die gute Laune hat sich wohl noch länger gehalten.

Live

Der „Keimzeit“-Troß setzt nun die „Mensch Meier!“- Tournee fort und erarbeitet parallel neue Lieder. Die Anhängerschaft darf sich zudem auf ein für den Herbst versprochenes Live-Album freuen und sich dann womöglich an das zurückliegende Erlebnis vom Wochenende erinnern. Oder eben schon auf das bevorstehende Jubiläum freuen.

Fotos: Jörn Brumm

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