Marktfest in Crimmitschau

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Keimzeit auf Stadt -oder wie hier Marktfesten ist eine Sache für sich. Wie sich so ein Konzert entwickelt lässt sich schwer vorhersagen, denn das Publikum ist dem Charakter eines solchen Festes geschuldet sehr bunt gemischt. Nicht nur hartgesottene Fans sind anwesend, sondern auch die Biertischfraktion, die nebenbei bei leichter Musik den Abend genießt, ist vertreten.

Ein wenig fühlte ich mich ans Münchner Oktoberfest erinnert. Das große Zelt vor der Bühne mit seinen dicht bevölkerten Biertischgarnituren ließ in mir die Erwartung aufkommen, daß jeden Moment ein großes Fass auf die Bühne gerollt und zünftig angestochen wird.

Aber angerollt kam kein Fass, sondern eine Welle von guter Launemusik aus Richtung Bühne. BERLUC versuchte mit rockigen Klängen das Publikum ein wenig anzuheizen, aber das übte sich noch in Zurückhaltung. Auch durch einen Abstecher des Sängers in die Reihen des Volkes ließ sich dies nur schwer zum Mitsingen bewegen, kein leichter Job.

Nach einer kurzen Umbaupause füllte sich der verbliebene Freiraum zwischen Bühne und Zelt sehr rasch. Hier standen wohl nur die wahren Fans, der Rest vergnügte sich weiter bei einem kühlen Blonden.

Der Moderator kündigte nun den Höhepunkt des Abends an und flotten Schrittes erschienen kurz darauf 6 gut gelaunte und verschmitzt lächelnde alte Bekannte.

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Wie ich aus meinem näheren Umfeld erfuhr war das Programm sehr gut ausgewählt. Vor allem die älteren Stücke ließen so manches Frauenherz höher schlagen. An alte Zeiten erinnert genoss man die feine Stimmung, aber auch die neueren Songs verzückten.

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Einige „Fans“ der ersten Stunde „rasteten“ sogar vollkommen aus, daß sie die Kamera kaum scharf abbilden konnte. Oder war das nur dem Alkohol geschuldet? So ein Marktfest hat es eben in sich.

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Wie es der Zufall wollte traf man auch nette Bekannte hier aus dem Netz. Einen lieben Gruß an Jörg und seine Mitstreiter. Schön euch mal kennen gelernt zu haben.

Mein Wunsch vom Heyrothsberger Konzert ging dann auch in Erfüllung, „Tokio Skyline“ schallte in die Nacht.

Ein schönes Konzert verzauberte und war leider wieder mal viel zu schnell zu Ende.

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Was tut man nach einem gelungenen Abend mit Freunden, ja man möchte noch zusammen etwas trinken und begibt sich Richtung Bierwagen, aber oh Gott, es ist ja schon nach 0:00 Uhr, wie spät, und vom Verkaufspersonal bekommt man zu hören, daß leider nichts mehr ausgeschenkt werden darf. Man ist ja pfiffig und versucht es eben einfach am gegenüberliegenden Wagen, aber auch da nur Kopfschütteln. Das letzte Bier hatten ein paar Damen vor uns erwischt. Ein wenig ärgerlich das Ganze, aber der Abend ist noch jung und ab ins Nachtleben von Crimmitschau. Nachtleben gibt es das überhaupt? Nachdem wir an zahlreichen verschlossenen Kneipen vorbeigingen hatten wir da so unsere Zweifel.

Wir verabschiedeten uns ohne einen Abschiedstrunk. Am nächsten Tag machte ich noch mal einen Abstecher zur Bühne, wo gerade ein Spielmannszug aufspielte und anschließend die Models zur Wahl von Miss Crimmitschau aufliefen. Es wurde schon etwas geboten zum Marktfest in Crimmitschau.

Bericht und Fotos: rene.h

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