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Maggie freut sich auf Keimzeit

Ex-Schwaanerin kommt aus Wien zum Konzert der Kultband in Bützow
(von Ralf Badenschier für die SVZ)

Gestern begann „Keimzeit“ mit den Proben für die „Mensch Meier 2006“-Tour. Am 15. Juli wird die Kultband wieder in der Alten Badeanstalt in Bützow auftreten. Auf diesen Abend freut sich auch Kathrin Lörincz aus Wien. Die junge Frau wuchs einst in Schwaan auf.

svz„Oh Maggie, du bist so wunderschön. Oh Maggie, mit jedem Tag hab‘ ich dich lieber. Oh Maggie, komm‘ schon und lass‘ mich geh’n. Ich versprech‘ dir auch, ganz ehrlich, Nächstes Jahr komm‘ ich wieder“, singt Norbert Leisegang in dem Titel „Maggie“. Es gab eine Zeit, da nannte mich mein Freundeskreis Maggie, weil ich das Lied ständig vor mich hinträllerte“, erzählt Kathrin Lörincz. Damals hieß sie noch Horn und wohnte in Schwaan. Diakon Thorsten Woest hätte im Auto ständig die CDs „Kapitel 11“ und „Nachtvorstellung live“ rauf- und runtergespielt. „Er nahm uns Leute von der Jungen Gemeinde schließlich mit nach Rostock zu einem mir ewig in Erinnerung bleibenden Konzert im ,Mau'“, schwärmt die heute 26-Jährige von dieser Zeit Mitte der 90er-Jahre in Schwaan.

Doch 1997 verließ Kathrin Horn die Heimat, begann in Köln ihre Ausbildung zur Krankenschwester. Vorbei war es mit den Konzerten von „Keimzeit“. Nach der Ausbildung im Jahr 2000 folgte sie ihrem Herzen. In einem Internet-Forum lernte sie ihren Mann aus Österreich kennen. „Der fischte mich quasi aus den heimischen Gewässern und setzte mich zunächst im österreichischen Seewinkel aus“, erzählt Kathrin mit einem Augenzwinkern. Das lag rund 800 Meter von der ungarischen Grenze entfernt. Die junge Krankenschwester fand dann aber Arbeit in einem katholischen Klosterspital, „und wir entschieden, gemeinsam nach Wien zu gehen. In all den Jahren hab ich Keimzeit ned vergessen und hörte immer wieder die Musik.“

Und wieder war es das weltweite Netz, das Kontakte knüpfte. Durch einen Link auf ihrer Homepage meldete sich Dirk Tscherner, Manager von Keimzeit, bei Kathrin. In den folgenden Monaten blieben sie per E-Mail in Kontakt. Im Januar dann kam ihr Mann nach Hause und fragte, ob Kathrin im Juli schon etwas vorhat. Als sie verneinte, hielt er ihr die Bestätigung für die Tickets für das Konzert in Bützow unter die Nase. Eine tolle Überraschung. Denn Kathrin, die eigentlich nur Kaddy genannt wird, ist nicht nur Keimzeit-Fan, sondern auch „heimatverbundener meckender Pommes“, sagt sie im Gespräch mit SVZ.

Aufführung in der Trinitatiskirche in Sondershausen

Ein weiteres Review geschrieben von Katrin Landgraf:

Schon wärend der Proben strömte das Publikum in die Trinitatiskirche. Der Raum war voll. Richtig voll. Mit ca. 600 Besuchern wohl das Ereignis schlecht hin in Sondershausen. Klar, wenn Keimzeit dabei ist.

Zum dritten Mal wurde das Rock-Oratorium Emmaus nun aufgeführt und in Anbetracht dieses Erfolges mit dem wirklich keiner gerechnet hätte, steht zur Zeit die Überlegung im Raum, das Projekt auszuweiten und mit Konzerten bis Münster oder Potsdam zu gehen. Aber warten wir ab, ob sich dies realisieren lässt.

Trotz kleinerer Zwischenfälle, die jetzt gar nicht weiter erwähnt werden müssen, war das Publikum begeistert von der Vielfalt der Musik die von Klezmer über Rock und Jazz bis hin zum Barock reichte. Die Leistung der Solisten war sehr gut und der Chor fand eine Begeisterung, die das Stück erst richtig zum Leben erweckte. Das Orchester spielte präzise und fügte sich in das Gesamtbild ein und Dirigent Jens Goldhardt hatte sichtlich Spaß. Aber was euch wahrscheinlich am meisten interessiert ist, wie Rudi, Hartmut und Ralf gespielt haben.

Nun nachdem Rudi einen knallroten Kopf bekam, als er gleich sein erstes Solo mit einem schrägen Ton enden ließ, hatte es Ralf nicht besonders schwer, ihn in der Improvisation diesmal zu schlagen, denn nicht er hielt sich diesmal zurück, sondern Rudi. Die beidem gaben dem Oratorium einen gewissen Flair von Keimzeit und machen das Stück in nichts mit der CD Aufnahme vergleichbar. Es lebte. Es bekam Farbe und es hat den Musikern Gänsehaut bereitet und das ist das beste Gefühl, das man haben kann. Ein Kommentar eines Besuchers war: „…es glitzerte“. Eine wunderschöne Wortwahl, wenn man bedenkt, dass moderne Kirchenmusik nicht jedermanns Sache ist.

Nach einem tosendem Applaus, Standing Ovation und vielen Blumen gab es noch Wein vom Weltladen, Bier vom Dirigenten und eine Kneipe auf der anderen Straßenseite.

Es hat viel Spaß gemacht! Hartmut, Ralf und Rudi: gerne wieder, jeder Zeit! Danke für eure Unterstützung!

Katrin Landgraf

Anmerkung von :

Hi Rudi, ich habe erfahren, Du hast das ganze Konzert sogar gefilmt? Können wir da einen Ausschnitt von bekommen? Wir, die leider nicht dem Ereignis bewohnen konnten? Wäre lieb von Dir! Treffen uns dann in Parchim…!!

Keimzeit: Hamburg Grünspan 15.9.2005

Nun ist es endlich so weit, am 15.9. werden Keimzeit endlich wieder in Hamburg spielen – im Grünspan, einer der besten Live Locations in Hamburg. Jeder von Euch, der am Donnerstag noch nichts vor hat ist hiermit aufgefordert sich ins Auto zu setzen und ab nach Hamburg auf das Konzert!

Gruenspan

Auch ein Teil der Elektrofeld Crew wird vor Ort sein und u.a. ein Interview mit Norbert erstellen aber natürlich wird es auch die obligatorischen Konzert Fotos wieder geben. Also, ein wenig Geduld wenn Ihr es nicht selbst auf das Konzert schafft, am kommenden Wochenende werdet Ihr wieder viele News über Eure liebste Band bekommen.

Neue Videos online!

Auch dieser Beitrag kam nur dank der tollen Hilfe von BirgitB zustande und ich möchte mich hiermit nochmals herzlich bei Ihr bedanken! Jetzt neu in auf elektrofeld.com sind ein paar Videos von Keimzeit aus diversen TV Auftritten zu finden.

GiGa

Der Auftritt von Keimzeit bei GIGA TV, welcher von traumhaft „dummen“ Moderatoren begleitet wurde und bei dem so irgendwie nix zusammenpasste.

MDR

Aber auch der Bericht bei MDR ab 4 ist dank Birigt hier nun online zu finden welcher einen tollen Einblick in altes Video Material der Band gewährt aber auch einen „Live“ Höhepunkt mit Paul hat.

Paul

Und als letzten Beitrag: KEIMZEIT/Norbert und der Bundesgerhard auf der Vedröffentlichung der CD gegen Rechts (wir berichteten bereits!). Ein Video vom RBB welches auf der Pressekonferenz gefilmt wurde, wo unter anderem Smudo von Fanta 4 und natürlich auch Norbert und Gerhard Schröder anwesend waren.

Schroeder

Viel Spass beim ansehen der Videos (PS: die Videos sind teilweise recht gross, daher bitte ich um ein wenig Nachsicht, wenn es ab und an etwas länger dauert, bis die Videos geladen sind.

Schröder stellt CD gegen Rechts vor

Berlin – Bundeskanzler Gerhard Schröder stellt Mitte August gemeinsam mit Smudo (Die Fantastischen Vier) und Norbert Leisegang (Keimzeit) die CD «Gemeinsam gegen Rechts» vor. Wie die SPD am Dienstag in Berlin mitteilte, will ein breites Bündnis aus Musikern verhindern, dass rechtsextremistische Gruppierungen bei der Bundestagswahl versuchen, Mandate zu gewinnen. Dabei zielten sie vor allem auf Jung- und Erstwähler.

«Einen Einzug der NPD in den Deutschen Bundestag gilt es zu verhindern», erklärte die SPD. Aus diesem Grund habe sich ein breites Bündnis von Musikern und Bands zusammengefunden und eine CD produziert, die in Schwerpunktwahlkreisen der NPD kostenlos verteilt werden soll. Ziel sei es, über eine hohe Wahlbeteiligung zu verhindern, dass rechtsextremistische Gruppierungen in den Bundestag kommen. Deshalb ruft das Bündnis dazu auf, am 18. September zur Wahl zu gehen und demokratische Parteien zu wählen.

Die CD enthält bereits veröffentlichte Songs der Künstler, die diese kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Beteiligt haben sich 2Raumwohnung, Die Fantastischen Vier, Keimzeit, Max Herre, Mia und Sportfreunde Stiller. Die CD wird am 19. August in Berlin vorgestellt. (AP)

© 2005 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten – All Rights Reserved

Danke für den Hinweis an Jörg von Antville

Das erste Interview….

…ist Online. Hartmut stand unserem Dirk Rede und Antwort.

Hartmut auf den Zahn gefühlt Der Keimzeit-Fanclub bzw. seite ist endlich am Start. Für wen oder was würdet IHR einem Fanclub beitreten?

Ich hatte in meinem Leben nie das Bedürfnis in einen Fanclub zu agieren. Soll jedoch nicht heißen, daß mir die Begeisterung für Musik, Kunst oder andere Dinge fremd sind.
Im Moment würde ich wahrscheinlich dem Fanclub von Tori Amos, System of a down und Guv´t Mule beitreten.
Aber mein selbst auferlegtes Zeitfenster wäre diesbezüglich zu knapp.

Weiter gehts hier mit dem Interview: Hartmut auf den Zahn gefühlt

KEIMZEIT im STUDIO

Die Aufnahmen zum Titel Mensch Meier sind voll im Gange und ich wohne der Session jetzt seit etwa 6 Stunden bei. Das Equipment ist aufgebaut, der Sound steht, die Band ist vollzählig angetreten.

Es wird damit begonnen eine Art Demo des Titels in Form einer Jam Session einzuspielen, leider durfte ich dabei nicht ins Studio zum fotografieren, aber durch die Scheibe vom Mischer klappte es auch recht gut.

Es ist recht witzig anzuhören, wie Keimzeit eine alte Punk Nummer der Scherben interpretieren und wie auch hier die Hand (oder besser das Ohr) von Franz Plasa das ihrige dazu tut, es klingt einfach stark.

Das Demo durfte dann auch gleich mehrfach geprobt werden, bis es den Ohren Franz Plasa’s gefiel – es klingt super cool!

Nachdem die Demo eingespielt wurde ging es auch gleich an das erste Probehören der Aufnahme, interessant zu beobachten, wie die Musiker Ihr Werk selbst das erstemal hören.

Dann gehts ans Eingemachte, Franz Plasa erklärt auf seiner Art wie er sich den Song so vorstellt, dass ist wie gewohnt bei Franz sehr emotionsgeladen.

Auch immer wieder schön zu beobachten, die entspannte Atmosphäre im Studio, es wird immer und allerorten gelacht, es ist eine sehr familiäres Feeling.

Nun geht es aber ans Eingemachte, Franz sucht noch was Besonderes für das Gitarrensolo und versucht Rudi Seine Ideen klarzumachen, die Jamsession ist eröffnet.

Nachdem die Demo steht geht es daran, die einzelnen Instrumente aufzunehmen, es wird wie gewohnt mit dem Schlagzeug begonnen, endlich eine Chance für mich, Roland mal in Aktion aufzunehmen, ohne dass ich immer nur das Schlagzeug drauf habe, so dicht würde ich bei den Konzerten auch gerne mal an Ihn ran kommen.

Roland rackert sich im Studio ab und der Rest der Band amüsiert sich über die Kommentare von Franz, seine Assoziationen zu einem Titel sind wirklich köstlich und erheitern regelmässig alle Anwesenden.

Einzig der Mann am Mischpult – Otten – kann sich nicht recht amüsieren, er sucht noch den richtigen Garagen Sound, wie es sich für einen Punk Titel gehört, es wird gebastelt – mal ein anderes Becken – mal hier was geändert – mal dort, Otten ist im Stress.

Nachdem das Schlagzeug endlich im Kasten (MAC) ist, ist es auch an der Zeit für ein wenig Entspannung und ein gutes Abendessen. Jeder hat da so seine eigene Art, die freie Zeit sinnvoll zu verbringen, wie ich in den letzten Besuchen im Homestudio aber schon feststellen konnte, ist der wohl beliebteste Ort die Küche mit dem Tischfussball.

OK, das wars erstmal für heute, morgen werde ich ebenfalls den Tag hier begleiten und dann auch gleich live berichten, wie der Song und die Aufnahmen weiter gehen.
Teil 2

Der zweite Teil des Studio Reports soll heute ein wenig mehr Infos zu den Aufnahmen bringen. Hintergrund der Aufnahme ist ein Tribut Album für die Scherben, dafür hat Franz Plasa bereits einige andere Bands aufgenommen, unter anderem Clueso, Klee und viele andere.

Die Keimlinge haben dazu wie schon erwähnt eine aktuelle Version des Scherben Hits „Mensch Meier“ neu eingespielt und mit der Hilfe von Franz ein geniales Stück gebaut, freut Euch auf das Erscheinen des Samplers im September/Oktober diesen Jahres!

Wie gestern bereits einige Leute anmerkten, war Ralf bei den ersten Bildern nicht dabei, ich kann aber alle Fans vom Ralf beruhigen, auch er war bei den Aufnahmen am Freitag dabei und hat eine wunderschöne Flötenlinie eingespielt, welche dem Song den letzten Schliff gab.

Zum guten Schluss, nachdem Norbert den Titel in gewohnter Weise eingesungen hat, musste noch eine Chor für den Refrain eingespielt werden – es wurden Mutige gesucht, welche laut grölend „nee nee nee, nieder mit der BVG“ ein“singen“ sollten, die Helden des Chores waren dann Rudi, Spatzi, Roland und Franz, welche Ihr bestes gaben um den Stück ein richtig punktiges Feeling zu geben – ein wirklicher Genuss!

Des Abends, nach erfolgreicher Aufnahme ging es dann noch zusammen mit den Tonleuten, Franz und der Band zu Franz Lieblingsgriechen auf ein paar Bier und lecker Essen.