Alle Beiträge von René Homuth

KEIMZEIT und CITY am Stausee in Kelbra

Keimzeit mit City on Tour

Der Himmel versprach nichts Gutes. Grau in Grau lag er über dem Stausee von Kelbra und öffnete auch gelegentlich seine Pforten. So manch ein Besucher schaute skeptisch nach oben, sollte der Abend ins Wasser fallen?

Dann die erste Überraschung, ein Plakat neben der Eingangstür verkündete KEIMZEIT sollte zusammen mit CITY auf der Bühne stehen. Man hätte es erahnen können, die gehäuft auftretenden Menschen mit Kopftüchern auf dem Parkplatz können kein Zufall sein.

Um Punkt 19.30 Uhr wurden die zahlreich vor der Bühne oder dem Bierwagen stehenden Besucher durch kräftige Bässe aus den Boxen wachgerüttelt. Bekannte Klänge waren da zu hören. KEIMZEIT betrat die Bühne und starteten mit „5 Sekunden“ in den nicht ganz so sommerlichen Abend.

Die Stimmung war super, was bei einem gemischten Publikum mit Anhängern der jeweils favorisierten Band nicht selbstverständlich ist. Man war locker drauf und amüsierte sich prächtig.

Das Programm war wie immer bunt gemischt. Der Herrgott erhörte wohl gelegentlich Norbert bei Zeilen wie „ … Millionen Blüten auf ihrer Brust, verlangen einen Regenschauer…“, zum Glück nur ein paar Tropfen.

„ … und der Wind weht Wolken daher, er wühlt den See auf… “, ganz so schlimm wurde es dann doch nicht. Spatz´s „See voller Tränen“ war mal wieder ein besonderer Genuss.

Die Coverversion des Ton Steine Scherben Songs „Mensch Meier“ in seiner ureigenen keimzeittypischen Art rockte von der Bühne bis hinunter ins Publikum. Wir dürfen gespannt sein auf die bald erscheinende CD.


Nach zwei Stunden erklang dann leider schon das letzte Stück. Der erste musikalische Teil des Abends war gelaufen, der eine Teil des Publikums sicher enttäuscht das „ihre“ Band nun die Bühne verließ, der andere Teil in freudiger Erwartung.

Eine halbe Stunde Umbaupause später betraten gegen 22.00 Uhr mit einem Lichtspektakel Toni Krahl und seine Mitstreiter, mit einem Wort CITY, die Bühne.

Die Stimmung war natürlich sofort wieder auf einem Höhepunkt und CITY ließ auch ihre Klassiker nicht aus.

Mit einem Feuerwerk und Konfettikanonenregen auf der Bühne wurde so mancher Nicht-CITY Kenner das ein oder andere Mal aufgeschreckt, aber das ist bei CITY-Konzerten völlig normal. Wer schnell genug war konnte auch eines der CITY-Bonbons erhaschen, zu Schlägereien kam es deswegen aber nicht.

Die 2 Stunden CITY-Konzert vergingen natürlich ebenso schnell wie die zuvor von Keimzeit und so mussten sich gegen 0.00 Uhr Fans und Band verabschieden.

Im Anschluss gab es noch die Möglichkeit sich Autogramme seiner Lieblinge zu holen oder den Merchandising-Stand zu plündern. Diese Chance wurde auch rege wahrgenommen.

Danke noch mal an Rudi für das Kurzinterview. Wir machen dann den Rest wie abgesprochen, bitte nicht vergessen.

Cathl. 🙂

KEIMZEIT im Strandbad von Arendsee

Arendsee, die Stadt in der Altmark, gelegen am gleichnamigen See, schon seit Alters her, Ort für Entspannung und Erholung. Mit fast 30m ist der 5,54 Quadratkilometer große See einer der tiefsten in Norddeutschland. Gerade jetzt im Sommer lädt dieses idyllische Stück Erde Gäste aus Nah und Fern zum Verweilen ein. Fast schon zur Tradition gaben auch dieses Jahr wieder Keimzeit ihr Gastspiel im Strandbad von Arendsee.

Bei sommerlichen Temperaturen genossen die Besucher den Sonnenuntergang am Strand des Sees. Hier kann man die Seele baumeln lassen und den Alltag vergessen.
Einige romantisch veranlagte Pärchen lagen im Sand und schauten ans gegenüberliegende Ufer wo die untergehende Sonne das Ende des Tages verkündete.

Kurz nach 21 Uhr eröffnete die örtliche Band „Bordstein“ den musikalischen Abend mit Coverversionen mit Titeln von Rio Reiser bis zu Depeche Mode.

Das Publikum war Anfangs noch etwas verhalten, aber der Frontmann gab sich alle Mühe die Zuschauer aus der Reserve zu locken. Es gelang ihm aber zunächst nicht die abseits stehende Menge in Reichweite der Bühne zu bringen.
Auch technische Missgeschicke wie ein Stromausfall der Scheinwerfer auf der rechten Seite der Bühne ließen die Musiker nicht verzweifeln und mit Humor ging es weiter.
Bis kurz nach 10 wurde musiziert und das Publikum bestens unterhalten.

Kurz vor halb 11 begann der Hauptakt des Abends.

Um genau zu sein um 22:21 Uhr färbte sich die kleine Bühne im Strandbad blau, unzählige „K´s“ projeziert hinter den noch im dunklen Licht verwaisten Instrumenten, gaben den Auftakt zu einer weiteren Show der Mannen um Norbert Leisegang.

Im grellen Scheinwerferlicht erklingt „5 Sekunden“, dann geht´s los.
Wie immer mit einem breiten Grinsen und sichtlich gut gelaunt präsentiert Norbert den Song zur aktuellen Tour.

Ein Mix aus 25 Jahren Keimzeit begeistert die Menge und regt zum Mitsingen an.
Aber auch Stücke aus fremdem Lager so die Coverversion der Coverversion von Erdmöbel „Nah bei dir“, im Original von den Carpenters aus dem Jahre 1970, kommen super beim Publikum an. Erst durch die Keimzeitversion habe ich mir die Maxi-CD von Erdmöbel sogleich geholt. Der Titel hat einfach etwas.

Beim Erklingen von „Nathalie“ werden auch bei einer jungen Russin im Publikum Heimatgefühle geweckt, so daß sie gleich aufspringt und auf der Bühne ihre Kunst im russischen Tanz vorführt.
Den ein oder anderen Wodka hatte sie wohl auch schon zu sich genommen, aber dies führt im allgemeinen zu Hemmungslosigkeit.

Nach knapp 2,5 Stunden ging das Konzert zu Ende doch die Anwesenden noch lange nicht nach Hause.

„Bordstein“ gaben sich noch einmal die Ehre und spielten bis weit nach 1Uhr.

🙂 Ein Dankeschön an die junge Dame vom Merchandising-Stand für die kurze Fahrt bis zum Ausgangstor vom Strandbad.

Ein besonderer Dank an einen nicht genannt werden wollenden Freund für die entgegengebrachte Gastfreundschaft.

Beitrag von Bernd Zahn zum Konzert in Arendsee am 30.07.2005

Privates Kino am Arendsee

So ganz privat war es dann doch nicht am schönen Arendsee im Herzen der Altmark, ein paar Gäste hatten den Weg ins Strandbad gefunden um nicht Kintopp zu erleben, sondern die Potsdamer Band Keimzeit. Die brauchten aufgrund der Entfernung nicht mit Flugzeuge kommen, sondern in einem Auto.

Übrigens auch Rosi war dort.

Die Band Bordstein aus Kläden bei Arendsee hatte die Aufgabe die erschienenen Gäste einwenig auf das Programm einzustimmen. Ebenso wie Keimzeit machen sie seit 25 Jahren Musik, allerdings aus Hobby.

Keimzeit haben smart und gelassen wartend genauso viele Dienstjahre hinter sich gebracht.Das Publikum war gemischt, wer keine Männer erwartete wurde enttäuscht, vom pickelbesetzten Teenager bis zum Rentner war alles vertreten an diesem Abend. Es gab einen Mix aus privatem Kino und alten fast vergessen geglaubten Titeln.

Vielleicht dachte sich zwar mancher Karneval wird im Kaffee serviert, aber ganz so war es nicht. Niemand kam als Schmetterling verkleidet und tanzte im Untergrund, es wurde Keimzeit-Party vor der Bühne gemacht. Basspapst Hartmut Leisegang brillierte ebenso gekonnt wie Ralf Benschu an seinem Instrument.
Das die beiden so gut sind liegt mit Sicherheit daran das sie ihre Zeit nicht den Einarmbanditen leihen.

Bei den alten Titeln freute sich besonders die Damenwelt, für sie war es sicher als würden Primeln & Elefanten gleichzeitig tanzen. Selbst einsame Donauangler sollen beim Konzert gesichtet worden sein. Zumindestens behaupteten das die ganz normalen Frauen.

Ein junger Mann mit Fotoapparat sagte zu einer neben ihm stehenden Frau „erzähl mir von dir“, daraufhin griff sie keck zu seinem besten Stück dem Fotoapparat sprang auf die Bühne und versuchte Norbert abzulichten.


Leider gelang ihr das nicht mit dem megagrossen Teil und sie flüsterte nur leise vor sich hin „für diesen Augenblick dich in die Kamera zu kriegen, haut mal wieder nicht hin“.

Der junge Mann glaubte entweder im Irrenhaus zu sein oder in Singapur, aber die Dame gab ihm die Kamera zurück und vollführte erst einmal den Tanz der sowjetischen Streitkräfte.
Mensch Meier hörte ich so manchen sagen und tatsächlich Manager Dirk Tscherner hat diesen Titel von Ton Steine Scherben ausgesucht für einen im September erscheinenden Tributsampler, auf dem auch Keimzeit mitvertreten sein werden.

Die bei Keimzeit-Konzerten üblichen Lichteffekte gab es natürlich auch, die Avangard bekam also ihr Licht. Supermann Norbert trat ab und an auch in den Hintergrund um Spatz das Mikrofon zu überlassen oder auch das Schlagwerk. Was ungewöhnlich aber interessant war.

Nach dem Keimzeitauftritt, der viel zu kurz war, eigentlich sollten Keimzeit-Konzerte bis zu fünf Tage dauern, denn solange dauert es bis alle Keimzeittonträger abgespielt sind, kam die einheimische Trachtenkapelle Bordstein nochmals zum Zug bis alle Anwesenden merkten „etwas höher nur der Mond“, „denn solche Tage sind gezählt, sagt man“, „trinken wir das Licht der ersten Sonnenstrahlen“.

Die Karawane machte sich dann langsam mit Kling Klang auf den Weg der Heimreise. Auch die Seerosen schienen zu weinen, wo ihnen so etwas nie passiert. Aber jeder wusste das ist nicht das Ende, nur nach Hause im Wiener Walzer Schritt.

Auf spanisch „alles Märchen“ auf italienisch „alles jux“ ob es nun wirklich wahr ist oder nicht, das weiß der Fuchs, eines aber ist plausibel und sonnenklar „la vie de la boheme“ heute Nacht in dieser Bar Keimzeit.

Alle Bilder (C) bei Bernd Zahn

KEIMZEIT auf Burg Eisenhardt in Belzig

Belzig, die Stadt im Hohen Fläming mit seiner mittelalterischen Altstadt, der Steinterme, seinen reizvollen Wanderwegen und natürlich der Burg Eisenhardt ist immer eine Reise wert. Doch am Samstag, dem 23.07.2005 waren viele Besucher der Stadt nicht nur wegen dieser Anziehungspunkte gekommen. Die Band KEIMZEIT gab ihr alljährliches Konzert auf der Burg. Für Fans quasi ein Pflichtprogramm, schafft man es nicht im ganzen Jahr eines der Konzerte zu besuchen, so ist doch kein Weg zu weit um dieses Highlight des Jahres mitzuerleben. Das dachten wohl auch dieses Jahr wieder zahlreiche Fans der Band so daß fast 800 den Anstieg zur Burg auf sich nahmen um beim Heimspiel der Leisegang-Brüder, Spatzi, Ralf und Rudi dabei zu sein.

Mit „5 Sekunden“ begann kurz nach 21 Uhr das Konzert zur aktuellen Tour „Privates Kino“. Norbert gewohnt gut gelaunt verstand das Publikum von Beginn an in seinen Bann zu ziehen.

Das Programm gab einen Einblick in 25 Jahre Bandgeschichte, so dass wohl für jeden Besucher etwas dabei war um leicht mit dem Fuß zu wippen, mitzusingen oder ganz gewagt das Tanzbein zu schwingen.

Bei den Klassikern wie „Irrenhaus“, „Hofnarr“, „Bunte Scherben“ und natürlich „Kling Klang“ war die Stimmung am kochen, aber auch die Neuauflage von Stücken wie „See voller Tränen“ wo Spatzi sein Gesangstalent überaus positiv dem Publikum vermittelte (bitte gebt ihm noch öfter die Chance), oder „Mama“ mit Rudi (einfach Spaß pur) kamen riesig an.

Wo wir gerade bei Spatzi sind, er auf der Brücke schippert das Schiff sicher in den Hafen, „Singapur“ immer wieder eine Gänsehaut hervorbringend. Wenn man Spatzi im Spot an seinem Instrument sieht, weiß man hier sitzt noch ein Musiker, der Spaß daran hat, sein Gesichtsausdruck, Emotion pur. Das Publikum dankt es mit Textsicherheit.

Nach etwa zwei Stunden ist das Programm der Band zu Ende, in Reih und Glied genießen Norbert und Co. den Applaus vor der Bühne im Burghof, im abendlichen Scheinwerferlicht leuchtet der Burgturm. Die Musiker verlassen die Bühne, der Beifall nimmt kein Ende, eine Zugabe ist unumgänglich. Nach kurzer Zeit stehen sie wieder auf der Bühne, das Fest geht weiter.

Dann etwas überraschendes. Norbert bittet eine Braut auf die Bühne, im strahlenden weißen Kleid kommt Nicki, frisch vermählt und offensichtlich glücklich, auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Es folgt ein Duett, das wohl einmalig sein dürfte. „Nathalie“ gesungen von Norbert und Nicki, sie wohl noch nicht ganz so textsicher oder etwas verlegen, wird es doch ein riesen Spaß.

Dazu tragen gewohnt Ralf und Rudi bei, die komödiantisch den Text des Liedes in Form von Umarmungen und Kampfesgrüßen mit gehobener Faust und falschen Tönen aus der Klarinette untermalen. Einfach ein Vergnügen diesen Künstlern zuzusehen.

Um kurz vor Zwölf kam dann was kommen mußte, die Band genoß nocheinmal den nicht enden wollenden Applaus und verabschiedete sich von dem großartigen Publikum.

Nun heißt es abermals ein Jahr warten um diese Atmosphäre wieder erleben zu dürfen. Danke an die Band für das schöne Konzert in Belzig.

Hier noch einige Impressionen von dem Konzert: