Erfurt

Es gibt keine Wirklichkeit …

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„… als die, die wir in uns haben.“ Hermann Hesse

Jetzt aber!

Weit sind wir schon mit ihnen gereist – Berlin, Amsterdam, Mailand, Singapur, Tokio, Feuerland… – nun also ins All. War es am Ende nur eine Frage der Zeit? Auf einem Esel. Nun ja. Es scheint eine kleine Unwahrscheinlichkeit in dieser Vorstellung zu liegen. Aber genau das ist es, was Keimzeit gelingt: Raus aus der Enge begrenzter Wirklichkeiten und Möglichkeiten, den schnöden vorgegebenen Normen entfliehen… Im Handumdrehen. Mit Keimzeit ist das unwahrscheinlich einfach. Ob beim Hören der CDs oder beim nahen ErLeben.
In Erfurt zum Beispiel.

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Ein bisschen POP-Schutz im Novembergrau

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Thüringen im Novemberregen.

Was kann man tun um dieser Tristess zu entrinnen? Das ultimative Rezept: Man setze sich ins Auto, fahre nach Erfurt ins HsD und habe Spaß bei guter Musik und witzigen Sprüchen.

Es ist Mittwoch, 19.11.14 und es ist Abend. Stoppok in Erfurt, lang ersehnt und endlich wahr. Dieses Mal sogar in großer Besetzung. Meine Freude war groß. Und die Vorfreude auch. War es doch das letzte Mal vor zwei Jahren, als sich mir die Möglichkeit bot, diesen sympathischen und überaus witzigen Musiker/Liedermacher live zu erleben.

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Und wieder war es „SO“…

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Zwei Gastmusiker zum Tourabschluss des letzten Jahres (Felix Meyer und Erik Manouz) gesehen, für gut befunden und sich interessiert: „Wird man Euch im nächsten Jahr einmal wiedersehen können?“ „Sicher doch, wir werden unterwegs sein. Schau mal auf unserer Seite vorbei…“

… Dann das erste Mal das Album „Zusammen“ (Keimzeit und das Babelsberger Filmorchester) durchgehört und am letzten Titel „hängen geblieben“. Von Felix Meyer interpretiert : „SO“. Mit welch emotionaler Tiefe! Der Titel, mit dem meine Leidenschaft zu Keimzeit einstmals begann.

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Julia Neigel – unplugged

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Im Dezember 2011 hatte ich erstmals das Vergnügen beim Konzert „Rock gegen Rechts“ (wir berichteten) die wunderbare Julia Neigel live erleben zu dürfen.

Die Energie, die sie ausstrahlte und ihre wunderschöne Stimme, ließen den Gedanken aufkommen auch einmal ein reguläres Konzert von ihr zu besuchen.

Nun durch den Umstand das sie an diesem Wochenende in unmittelbarer Nähe auftreten sollte, reifte aus diesem Gedanken ein Plan. Auf nach Erfurt ins Dasdie Brettl.

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3 Highlige in Erfurt

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Sonntag, den 29. Januar 2012: 3 Highlige in Erfurt

Eigentlich hatte ich mir ja fest vorgenommen, mein Leben ein wenig zu entschleunigen. Der Besuch des Konzerts der 3 Highligen war also gänzlich gegen meine neuen Prinzipien, denn vom Vorabend noch spürte ich die wunderbaren Nachklänge des letzten Konzerts des Clubs der toten Dichter im Leipziger Anker. Aber was soll man machen, wenn auch Herzberg, Michaelis und Zöllner zum finalen Konzert einluden? Die Neuauflage der Tour wollte ich keinesfalls verpassen und so gab ich mir einen Ruck. Und um es gleich vorweg zu nehmen, bereut habe ich es nicht.

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Wenn es am Schönsten ist…

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… sollte man gehen!?

Nun, wir gingen… . Der Auftakt des letzten Tourblocks der Rilke-Vertonung durch den CdtD, lud uns nach Erfurt ins „DasDieLive“.
Einer inneren Eingebung folgend, oder war es ein glücklicher Zufall? Wie dem auch sei, ich hatte das Glück, einige Tage Urlaub genießen zu können und somit die Möglichkeit dabei zu sein.
Ein naßkalter Tag. Man mochte eigentlich nicht vor die Tür. Der Winter ließ, den letzten Sommer nachahmend, auf sich warten. Nicht wirklich gute Voraussetzungen für einen Winterurlaub. Aber der ideale Gefühlseinstieg für einen Rilkeabend, wie ich fand.

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Frühling im Keller – es ist „Keimzeit“ –

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Einer der ersten sonnig warmen Frühlingstage dieses Jahres. Erfurts Restaurants und Cafés laden ein, die schon wärmenden Sonnenstrahlen auf den Terrassen bei Kaffee, Wein oder Bier zu genießen. Es ist früher Abend und noch Zeit, vor kulturellem Genuss ein wenig der leiblichen Lust zu frönen. Nach dem Begrüßungs-Prosecco des ansässigen Italieners kurz hinter der berühmten Krämerbücke, bestelle ich den ersten frischen Spargel. Mhmmm, ein Genuss!
Dann wird’s aber Zeit…!

Der ausverkaufte Museumskeller erwartet uns schon und mit ihm das „Keimzeit Akustik Quartett“.
Wer den Museumskeller zu Erfurt kennt und jemals ein Keimzeit-Konzert erlebt hat, wird sich fragen, wie das funktionieren kann. Auch wir sind sehr gespannt.

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Finnland- Blues im Museumskeller (oder meine „englische Woche“)

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Schnell mal am Dienstag nach Erfurt düsen…? Nun, nach ner überstandenen Nachtdienstwoche mit sehr wenig Schlaf und der Aussicht, gleich am nächsten Tag wieder zurück zu müssen, die denkbar ungünstigsten Voraussetzungen, einen musikalischen Abend entspannt zu genießen. Soweit das Argument, welches dagegen sprach.

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Kontraste.

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So. Nun war ich sehr gespannt, wie die doch sehr zuverlässigen Konzertbesucher und zuletzt auch wunderbar Berichte-schreiber ihr Erleben eines „normalen“ Konzertes nach jener Gänsehaut erzeugenden KEIMZEIT-Sinfonie beschreiben würden. Doch ach: Wo wart Ihr?!

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Wie froh war ich Birgit und René begrüßen zu können. Also teilten wir uns in das Wochenende, von morgen, aus Chemnitz, wollte Birgit berichten. Erfurt blieb für mich. Und ich fragte mich, wurde nicht alles schon beschrieben, die Virtuosität jedes einzelnen Musikers von allen Seiten intensiv beleuchtet, die Spielfreude, das wunderbare Zusammenspiel und die berauschende Wirkung dieser Symbiose aus solcher Poesie und Musik – es läge wohl an meinem Unvermögen wahrzunehmen. Oder an mangelnder Phantasie bei der Wortfindung. Denn jedes Konzert ist anders, besonders. Und dort, wo Menschen für Menschen Musik entstehen lassen, mischen auch immer wieder Wünsche, Hoffnungen, Erwartungen, Erlebnisse… der Musiker und des Publikums so einen Abend neu.

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Weihnachten mit Clueso

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Was gibt es schöneres als die Weihnachtsfeiertage mit einem schönen Konzert abzuschließen.

Diese Gedanken hatte wohl auch Clueso und lud die Thüringer und Gäste in die Messehalle nach Erfurt ein. Und diese kamen zahlreich, sehr zahlreich.

An den Eingängen der Messehalle bildeten sich riesige Schlangen, was einen Schatten auf ein großes Konzerterlebnis warf.

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