SVZ: Keine Diamanten an Bord

SVZ: BÜTZOW – „Keine Diamanten hatten sie an Bord“, dafür aber viele alte Klassiker aus 25 Jahren Bandgeschichte „Keimzeit“ sowie einige Neukompositionen.

Bützow

Etwa 550 Fans hatten sich am Sonnabendabend in die Alte Badeanstalt in Bützow aufgemacht, um sich bei lauen Temperaturen berieseln zu lassen, um den sechs Bandmitgliedern nahe zu sein, um mitzusingen, zu tanzen und Spaß zu haben.

Aus Magdeburg, Dresden und sogar aus der Schweiz seien Anmeldungen gekommen, verrät Veranstalter Jörg Quandt.

„Das Keimzeit-Konzert in der Alten Badeanstalt ist für seine gute Stimmung bekannt“, sagt Susanne Heinze. Die 31-Jährige ist zusammen mit ihrem Mann, Sohn und Schwager aus Rostock angereist. Für sie sei das zwar erst das zweite Live-Konzert, ihr Mann allerdings sei bereits zum 29. Mal bei „Keimzeit“ dabei.

Das Ursprüngliche, und dass sie die Nähe zum Publikum suchen, obwohl sie es nicht müssten, ist das, was Susanne Heinze seit elf Jahren an der Band mag.

„Wir legen ab und fahr’n nach Singapur. Mit ’nem Schiff aus schäbigem Holz. Auch wenn der Wind uns das Segel zerreißt. Wir müssen weiter, immer weiter, was soll’s…“, singt Katharina Lennck aus Rugensee bei Schwerin laut mit. „,Singapur’ ist mein Lieblingslied“, gesteht die 19-Jährige. Bereits zum fünften Mal sei sie in Bützow dabei. Die ersten vier Male mit ihrem Vater, heute mit ihrem Freund Paul Gaarz…

„…Auf diesem Schiff haben alle dasselbe Ziel. All unsere Träume und fernen Gedanken fallen in der Nacht mit dem Regen. Auf hölzerne Planken. Wir legen ab…“ …und kuschelt sich an ihn.

„Schwierige Texte leicht vorgetragen“, das ist was Stephan Rätsch aus Neubrandenburg immer wieder an „Keimzeit“ fasziniert. „Es ist irre, wie die nach so vielen Jahren lebendig geblieben sind“, sagt der 42-jährige Schauspieler. Und dass sie soviele verschiedene Altersklassen ansprechen – von 16-jährigen Teenagern bis zu Vorruheständlern.

Und Keimzeit selbst? Findet immer wieder den Weg nach Bützow. Seit 1991 arbeitet Jörg Quandt schon mit der sechsköpfigen Band zusammen. Einmal habe er sogar schon mit ihnen Sylvester gefeiert. „Die sind begeistert von der Lage und Atmosphäre am Ufer des Bützower See, wollten auch nur hier in der Alten Badeanstalt im ,Zum Seesack’ schlafen und nicht irgendwo anders „, sagt der Bützower.

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