Ralf Benschu

Interview mit Jens Goldhardt und Ralf Benschu auf dem OrgelSax Konzertin Schwerin
(Dominik Peters)

Dominik

Hallo Ralf, Jens,

wir würden Euch gerne ein paar Fragen stellen, habt Ihr 5 Minuten Zeit?

Jens: Ja, klar leg los.

Dominik: Ich würde einfach gerne mal mit einer „organisatorischen“ Frage beginnen. Du hast jetzt hier ein Konzert gespielt, nun fahrt ihr sofort weiter, da Du morgen früh wieder um 10 Uhr in Sondershausen zum Gottesdienst spielst und dann gleich wieder weiter zum nächsten Konzert am Abend, wie bekommst Du daß alles auf die Reihe? Wie gehst Du mit dem Streß dabei um?

Jens: Für mich ist das kein Streß, ich fahre sehr gerne Auto und sammle Kraft auf Konzerten während des Spielens.

Dominik: Wie entstehen Eure Lieder und Titel?

Jens: Wir haben nicht immer direkt was im Kopf. Eigene Titel entstehen durch experimentieren, genau wie die Auswahl des Titelnamens. Das sind alles sehr spontane Entscheidungen.

Der Name „Durch den Wind“ als Beispiel, kam durch eine Idee der Pastorin aus Sondershausen. Allerdings war es beim „Kreuzzug“ so, daß ich bemerkte, sogar fest entschlossen war – der Name paßt. Eben auch sehr spontan.

Jens

Dominik: Probt Ihr zusammen, wo probt Ihr?

Jens: Ja, wir proben immer zusammen in unserer Kirche in Sondershausen.

Dominik: Wie gefällt Dir die Musik die Ralf bei Keimzeit macht?

Jens: Die Musik ist okay, ich war mal mit auf einem Konzert in Leipzig und habe es mir gerne angesehen. Ich bin offen für jegliche Art der Musik. Allerdings muß ich dazu sagen, daß ich selten Musik höre, lieber Hörspiele – am liebsten während des Autofahrens.

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Dominik: Was war eigentlich die letzte CD, die Du gekauft hast?

Jens: Oh, das ist lange her, aber ich kann Dir sagen, was ich als letztes hörte: Das war Tokio Hotel, mit meiner Tochter (breites grinsen)

Torsten: Eine tolle Idee wäre, bei Keimzeit mal die Orgel zu hören. Würde Dich Keimzeit um ein Gastspiel bitten, wärst Du einverstanden mit Ihnen zu spielen.

Jens: Ja, auf jeden Fall, sehr gerne, wir haben ja schon zusammen gespielt, zusammen mit Etta Scollo.

Dominik: Dank Dir Jens, es war ein toller Abend hier in der Schelfkirche.

Jens: Bitte, gern geschehen.

Dominik: Hi Ralf, nun zu Dir.

Ralf: OK, leg los.

Dominik: Welche Musik begeistert Dich persönlich?

Ralf: Ich höre sehr gerne klassische Musik. Momentan gerne Vivaldi. Wahrscheinlich in diesem, dem „Mozart Jahr“ auch sehr viel seine Musik.

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Dominik: Nun auch an Dich die Frage, welches war Deine letzte gekauft/gehörte CD?

Ralf: Ich höre ebenfalls nicht so viel Musik, die letzte war allerdings Aaron Copland / Rodeo und auch viel Irisch Folk.

Dominik: Ein Musikstück, welches dich so sehr begeistert, daß Du sagst, Du hättest es selbst gerne geschrieben?

Ralf: Gibt es nicht! Ich könnte keine Stücke schreiben. Stücke entstehen bei mir durch Zufall und Experimente. Ich setze mich nicht hin, schreibe Stück für Stück Noten und spiele ein Stück so wie z.B. Norbert das tut. Ich bin kein Komponist und ich halte mich auch nicht für musikalisch.

Dominik: Spielst Du neben dem Saxophon und der Flöte weitere Instrumente, oder bist Du dabei ein weiteres zu lernen?

Ralf: Ja, natürlich. Ich spiele ja auch Klarinette, so wie ich in diesem Konzert heute auch Klarinette spielte. Ebenfalls spiele ich sehr gerne Dudelsack, den mag aber als Beispiel der Rest von Keimzeit gar nicht, finden das schrecklich (grins) – es herrscht Dudelsack Verbot bei Keimzeit !

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Dominik: Kommst Du eigentlich aus einem musikalischen Elternhaus? Wie bist Du zum Musik machen gekommen?

Ralf: Nein, meine Eltern waren nicht musikalisch, ich kann auch nicht mehr genau sagen, wie ich zur Musik kam, ich war einfach zu faul Sport zu machen 😉

Dominik: Hast Du bei Keimzeit schon mal einen Song geschrieben, oder ist das einzig Norberts Metier?

Ralf: Das ist in der Tat Norbert Metier. Ich werfe höchstens mal Titelnamen ein.

Dominik: Die Keimzeit Fans lieben den Klang Deines Saxophones, denn er zeichnet die Musik maßgeblich aus. Wirst Du auf den kommenden Alben wieder mehr zu hören sein?

Ralf: Es wäre schön. Derzeit aber ist eher weniger Platz fürs Saxophone. Ich entscheide es ja nicht, es geht nicht nach mir. Es bleibt mitunter eine Entscheidung der Leisegangs.

Dominik: Wo siehst Du Dich allgemein und bei Keimzeit in fünf Jahren?

Ralf: Das kann man doch jetzt noch nicht sagen. Wer weiß, ob es die Kapelle bis dahin noch gibt. Obwohl ich der festen Überzeugung bin, daß die Bandmitglieder spielen bis sie tot umfallen (grinsend).

Dominik: Welche Erlebnisse bei Keimzeit haben Dich gezeichnet, erinnerst Du Dich speziell an eines, eine witzige Story?

Ralf: Hmm, auf die Schnelle schwierig zu beantworten. Keimzeit war mal mein Lebensinhalt. Es gab viel schöne Momente und Erlebnisse, speziell aber kann ich jetzt in Kürze keines herausfinden.

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Dominik: Wie stehst Du zur neuen Musik von Keimzeit?

Ralf: Ich kann sie mir anhören, jedoch berührt sie mich nicht besonders.

Torsten: Ich wäre gespannt auf ein weiteres Coverstück der Scherben oder Rio Reiser!!!

Ralf: Neee, ich mag Rio Reiser nicht. Obwohl mir die „Mensch Meier“ Version von Keimzeit mehr zusagt, als das Original.

Dominik: Dein liebstes Keimzeit Stück oder Album?

Ralf: Auf jeden Fall die Live Scheibe. Mit all den Bläsern. Das war ja so die Blütezeit von Keimzeit.

Ansonsten mag ich die Bunte Scherben LP sehr gerne.

Dominik: Gibt es ein Stück, welches Du überhaupt nicht magst, nicht spielen willst?

Ralf: (überlegt recht lange) Nein, eigentlich gibt es keines, welches ich total ablehne, welches mir gar nicht gefällt.

Dominik: Dank auch an Dich für den schönen Abend.

Orgel

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