Keimzeit in Arendsee

Arendsee, die Stadt in der Altmark, gelegen am gleichnamigen See, schon seit Alters her, Ort für Entspannung und Erholung. Mit fast 30m ist der 5,54 Quadratkilometer große See einer der tiefsten in Norddeutschland. Gerade jetzt im Sommer lädt dieses idyllische Stück Erde Gäste aus Nah und Fern zum Verweilen ein. Fast schon zur Tradition gaben auch dieses Jahr wieder Keimzeit ihr Gastspiel im Strandbad von Arendsee.Bei sommerlichen Temperaturen genossen die Besucher den Sonnenuntergang am Strand des Sees. Hier kann man die Seele baumeln lassen und den Alltag vergessen.

Einige romantisch veranlagte Pärchen lagen im Sand und schauten ans gegenüberliegende Ufer wo die untergehende Sonne das Ende des Tages verkündete.

Kurz nach 21 Uhr eröffnete die örtliche Band „Bordstein“ den musikalischen Abend mit Coverversionen mit Titeln von Rio Reiser bis zu Depeche Mode.

Das Publikum war Anfangs noch etwas verhalten, aber der Frontmann gab sich alle Mühe die Zuschauer aus der Reserve zu locken. Es gelang ihm aber zunächst nicht die abseits stehende Menge in Reichweite der Bühne zu bringen.
Auch technische Missgeschicke wie ein Stromausfall der Scheinwerfer auf der rechten Seite der Bühne ließen die Musiker nicht verzweifeln und mit Humor ging es weiter.
Bis kurz nach 10 wurde musiziert und das Publikum bestens unterhalten.

Kurz vor halb 11 begann der Hauptakt des Abends.

Um genau zu sein um 22:21 Uhr färbte sich die kleine Bühne im Strandbad blau, unzählige „K´s“ projeziert hinter den noch im dunklen Licht verwaisten Instrumenten, gaben den Auftakt zu einer weiteren Show der Mannen um Norbert Leisegang.

Im grellen Scheinwerferlicht erklingt „5 Sekunden“, dann geht´s los.

Wie immer mit einem breiten Grinsen und sichtlich gut gelaunt präsentiert Norbert den Song zur aktuellen Tour.

Ein Mix aus 25 Jahren Keimzeit begeistert die Menge und regt zum Mitsingen an.

Aber auch Stücke aus fremdem Lager so die Coverversion der Coverversion von Erdmöbel „Nah bei dir“, im Original von den Carpenters aus dem Jahre 1970, kommen super beim Publikum an. Erst durch die Keimzeitversion habe ich mir die Maxi-CD von Erdmöbel sogleich geholt. Der Titel hat einfach etwas.

Beim Erklingen von „Nathalie“ werden auch bei einer jungen Russin im Publikum Heimatgefühle geweckt, so daß sie gleich aufspringt und auf der Bühne ihre Kunst im russischen Tanz vorführt.

Den ein oder anderen Wodka hatte sie wohl auch schon zu sich genommen, aber dies führt im allgemeinen zu Hemmungslosigkeit.

Nach knapp 2,5 Stunden ging das Konzert zu Ende doch die Anwesenden noch lange nicht nach Hause.

„Bordstein“ gaben sich noch einmal die Ehre und spielten bis weit nach 1Uhr.

🙂 Ein Dankeschön an die junge Dame vom Merchandising-Stand für die kurze Fahrt bis zum Ausgangstor vom Strandbad.

Ein besonderer Dank an einen nicht genannt werden wollenden Freund für die entgegengebrachte Gastfreundschaft.

Bericht und Fotos: René

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