20.10.1986-20.10.2006 – Mensch Meier, Dominik wird 20!

Einige Wochen Planung lagen hinter uns, wir wollten unserem EFELD-Würmchen ein Geburtstag bereiten wie er besser nicht sein könnte – klaro mit Keimzeit.

ND

An diesem Tag sollte Keimzeit nun in Blankenberg spielen, nicht gerade um die Ecke, aber zu einem Geburtstagsgeschenk gehört halt auch ein wenig Spannung für eine gute Überraschung. Wie aber kann man nun dafür sorgen, dass das Geburtstagskind den Tag nichts anderes macht? Also mussten wir diverse Leute involvieren und Absprachen treffen und alles hinter dem Rücken dieser aufgeweckten jungen Dame – es klappte aber!

Leeeeer

Kurz noch die Band informiert und Norbert war sofort angetan von der Geburtstagsidee und machte sich fortan Gedanken über ein Lied, welches er Dominik als Ständchen bringen kann, Rene und ich bereiteten bereits die Reise vor und Birgit kümmerte sich um Video und sollte auch der erste Überraschungsgast werden….

richtig leer

Freitag, 20.10.2006 – 13 Uhr, ich finde mich in Schwerin ein und überrasche Dominik mit den Worten: Komm! Zieh dir was Schickes an den Leib, lass uns nach Potsdam fahren. Ich lad Dich zum Essen ein – Was? Wie, wir fahren extra nach Potsdam um dort zu speisen?

Nach 2 Stunden Stau auf der Autobahn kommen wir in Potsdam an, wo wir bereits von Birgit samt Video Kamera erwartet werden. Ich glaube das war nun der Punkt, wo unserer Dominik klar wurde, dass es mehr als nur Essengehen wird – Birgit hatte ja auch einiges an Gepäck dabei und ich musste ein wenig Druck machen, da wir ja noch einen weiten Weg vor uns hatten.

Dominik: Jetzt, wo ich Birgit hier sehe kann es nur sein, dass wir auf ein Keimzeit-Konzert fahren. – Nein, wir fahren essen, nach Blankenberg. Dort wartet bereits René! Er kommt extra aus Ilmenau.

Nach weiteren 3 Stunden auf der Autobahn, erreichen wir das verschlafene Blankenberg. Dort werden wir von Rene in Empfang genommen – Dominik ist sichtlich erfreut auch diesen hier zu treffen und wir beschließen nun endlich was zu essen – das VERSPROCHENE ESSEN halt.

dorfschoenheit

Jetzt ist Eile geboten, es ist bereits 21.00 Uhr und sicher wird die Band gleich loslegen, also machen wir uns auf den Weg in das örtliche Kino, wo heute Abend Keimzeit spielen. Am Eingang werden wir bereits mit den Worten begrüßt: Ihr seit die von der Gästeliste – richtig?

„Jepp!“, erwidere ich und man gewährt uns Einlass. Drinnen angekommen, laufen uns als erstes Dirk und Ralf samt Katrin über den Weg, welche sogleich unserem Würmchen gratulieren und Sie mit Geburtstagswünschen überschütten.

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Beim rein gehen in die Lokalität, werden wir mit skeptischen Blicken überhäuft – man merkt, man kennt sich untereinander und wir sind definitiv als nicht Eingeborene zu erkennen – egal, wir sind hier und wollen feiern….!

Blankenberg: Ein altes Kino soll heute die Kulisse für den Auftritt der Band sein – Dominik’s „Privates Kino“ soll es heute werden – anfänglich finde ich das Ambiente sehr angenehm, ein Eindruck, welcher sich später leider als sehr trügerisch rausstellen sollte, dazu jedoch im Folgenden mehr. Wir sichern uns rechtzeitig einen guten Platz an der Bühne, denn wir wollen gute Fotos machen und auch ein wenig abtanzen und versorgen uns sodann mit ausreichend Bier.

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Vereinzelnd laufen uns die Musiker über den Weg und freuen sich augenscheinlich, dass wir es wirklich wahr gemacht haben und um die „halbe“ Welt nach Blankenberg gereist sind um SIE zu sehen und natürlich Dominik eine Freude zu machen.

And the Band played on: Es ist so weit, die Band betritt die Bühne und beginnt mit dem Abendprogramm, aber was ist denn hier los? Das „Publikum“ sitzt weiterhin in den Kinosesseln und will belustigt werden?!? Es vergehen einige Titel, ich kümmere mich erstmal um einige Fotos, Birgit filmt und Rene/Dominik „bestaunen“ das Verhalten der Anwesenden Gäste – denn sie sitzen noch immer – Hey Blankenberg, wir sind zwar im Kino, aber hier spielt eine Kapelle, welche sich sicher freuen würde, wenn Ihr mehr als nur Zuschauer sein würdet!!!

NR

OK, auf der momentanen Tour machen Keimzeit zur Hälfte des Konzertes eine kleine Pause und dieser näherten wir uns mit großen Schritten, wir hatten bereits viele neue Stücke, wie das wunderschöne „Tokyo Skyline“ oder auch das geniale „DIESES MAL“ hinter uns und Blankenberg lag immer noch hernieder auf den Kinostühlen – ich gehe mal ein wenig Biernachschub organisieren – es ist Pause..!

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Sind wir in einer anderen Stadt? Hat wer hier in 10 Minuten das Publikum ausgetauscht?

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Es ist wirklich kaum zu glauben, aber nach der kurzen Pause war das Publikum total verändert, lagen sie die ersten 90 Minuten müde und gelangweilt in Ihren Kino Sesseln, so tanzten und tobten sie nun wie die Derwische vor der Bühne rum, egal ob Jung oder Alt, alles tanzte und amüsierte sich – so einen extremen Wechsel hatte ich wirklich noch nie erlebt!

Würmi1Norbert eröffnete mit „Kling Klang“ und kam dann auf den lang erwarteten Punkt: An dieser Stelle meine Damen und Herren, möchten wir den Geburtstag einer jungen Damen feiern – Dominik. Extra für Dich, Dominik – „Ein See voller Tränen“, gesungen von Spatzi – Dominik ist sichtlich gerührt.

Die folgenden 90 Minuten sang und spielte sich Keimzeit durch ein atemberaubendes Repertoire aus alten und neuen Stücken, welches in uns allen den Wunsch auf ein Mensch Meier Live Album No. 2 aufkommen lies – vom „Samba nur So“ bis zum Abschluss mit den „Flugzeugen ohne Räder“ war alles vertreten, wirklich alles? Nach diversen Zugaben stellte Norbert fest, es fehlt Singapur und gab es dann als definitiven Höhepunkt zum Besten.

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Ende

Der dritte Teil des Abends war dann ein außerordentlich ausgelassenes Beisammensein bei Bier im Kreise guter Freunde, so dass wir Dominiks Geburtstag bis in die frühen Morgenstunden zelebrierten und gemeinsam feierten.

fun

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