7.10.2006 – Mensch Meier: Malchin

Es ist Samstag, der 7. Oktober 2006, Mamas Geburtstag und Keimzeit Konzert Tag. Dominik machte sich zusammen mit Ihrer Freundin Jana auf den Weg und war ein wenig traurig, dass der Rest des Elektrofeldes „leider“ nicht kommen konnte. Es ist nun Samstagmorgen, mein Telefon klingelt, es ist Birgit: Du, ich will nach Malchin, kommst Du auch? Ein paar Sekunden überlegt, Malchin, 250km von Boizenburg entfernt, Mamas Geburtstag? Ja, ich komme, wir überraschen Dominik!

Malchin1

Kaffee Zeit ist vorbei, Abendessen steht an und ich werde langsam unruhig, noch schnell Abendessen und dann los, das Konzert geht gegen 21:30 los sagte mir Dirk – das schaffe ich locker! 20 Uhr, ich sitze endlich im Auto, Birgit ruft an, Sie ist auch schon auf der Autobahn aus Berlin auf dem Weg in den Norden.

Ich programmiere kurz mein Navi auf die schnellste Route und mache mich auf den Weg: A24 bis Schwerin, dann A241 Richtung Wismar, dann über Cambs an Orten wie „Nutteln“ vorbei. Meine rasante Fahrt wird dann gegen 21 Uhr, kurz vor Teterow ausgebremst – Baustellen – Birgit ist 3 Ampeln vor mir, was sich aber als ein enormer Vorsprung rausstellen sollte.

Tanzen

21:30 Uhr, ich erreiche Malchin und nun geht das Gesuche los, denn das KKH ist nicht wie angegeben in der Basedower Strasse 1 sondern wie sich nach einer kleinen Odyssee durch die Pampas Vorpommern rausstellen sollte, in einer Strasse Namens „Turmweg“ – aber egal, ich bin endlich da.

Hartmut

Am Eingang des KKH (ich vermute das steht für Kreis Kultur Haus) empfängt mich auch gleich ein netter, kahlköpfiger Türsteher mit den Worten: Da geht’s zur Kasse! Ich melde mich dort, Dirk schrieb mich liebenswürdiger Weise auf die Gästeliste und der Mann an der Kasse meinte darauf: Gehen Sie zu dem Herren dort, der wird Sie anbändeln!

Anbändeln? Ich will mit dem nicht anbändeln?!? OK, ich gehe wie befohlen zu dem anderen Ordner und lasse mir ein rotes Band an meinem Arm anlegen – ahhhh! Anbändeln! Jetzt wird’s mir klar!

Norbert2

Kaum drin im KKH, werde ich von einem grinsenden Dirk und Ralf begrüßt: Na, haste doch her gefunden? Birgit ist schon lange da! Nach ein paar Minuten Palaver gehe ich in Richtung Bühne, ich will ja die Dominik überraschen. Dort steht Sie nun, wie gehabt ausgelassen tanzend, zusammen mit AJ, Sven und Birgit – Sie ist ganz in Ihrem Element!

Ich schleich mich also vorsichtig an und begrüße die tanzende Meute – Hallo die Damen! Dominik freut sich sichtlich und von nun an verspricht es ein tolles Konzert zu werden.

Tanzen2

Keimzeit sind gerade dabei einen neuen Song zu spielen, das Publikum ist entspannt und ausgelassen am tanzen und ich beginne die ersten Fotos zu machen. Die Bühne des KKH ist recht klein und kuschelig, so dass ich die Chance habe, die Mannen um Norbert fast alle zusammen auf meine Bilder zu bekommen und der Sound ist außergewöhnlich gut für so eine Halle.

Dass man zu der Musik von Keimzeit nicht tanzen kann, wie ich vor kurzem in einem Artikel lesen durfte, kann ich hier jedenfalls nicht bestätigen, als ich eine tobende Masse von Malchinern hinter mir spürte.

Rudi/Ralf


KEIMZEIT IST KEINE TANZMUSIK: Ein Artikel, welchen ich kürzlich zum Erscheinen der neuen Live CD lesen durfte, stimmte mich doch ein wenig überrascht, denn entweder war der Schreiberling wirklich noch NIE auf einem Keimzeit Konzert oder er hielt sich, wie es die breite Masse der Presse Leute tut, hinter der Bühne im VIP Bereich auf und ehrlich, bei „Stüllchen“ und „Bierchen“ wird selten getanzt! Würde einer Dieser, mal den Weg vor die Bühne wagen, dann würde so was sicher nicht abgedruckt werden.

Tanzen3

Aber zurück zum Malchiner Konzert: Wie es bei solchen Dorf Veranstaltungen üblich ist, sind auch recht schnell die Dorfschönheiten am tanzen und der letzte Depp versucht sich im „pogen“ – KEIMZEIT ist KEINE POGO Mucke!

Sehr positiv fiel mir bei den ruhigeren Stücken eine kleine Gruppe Damen auf, die gut ausgerüstet mit Wunderkerzen, ein wenig „Kuschelfeeling“ in den Saal brachten – das sollte sich durchsetzen!

B-2006-10-07_TB_MALCHIN_9601.jpg

Norbert stimmt „Nathalie“ an und der Saal feiert und tanzt begeistert mit. Spatzi entert wie gewohnt bei dem Titel das Schlagzeug und Rudi nebst Ralf kaspern ausgelassen rum. Bei Rudis „Honeymoonblues“ ist dann Malchin nicht mehr zu halten – alles tanzt und singt. Leider hat auch der schönste Abend ein Ende, welches aber mit Wilco’s „Jesus etc.“ wirklich schön ausfiel.

B-2006-10-07_TB_MALCHIN_9643.jpg

Was jetzt folgte, erinnerte mich dann ein wenig an Norberts Lesung, die Story mit DJ Peter, nur dass er hier DJ LEO heißt und standesgemäß mit City „Am Fenster“ den Disco Abend einläutete – es wird Zeit für den Heimweg.

Schnell noch was zusammen getrunken und neue Pläne geschmiedet – Birgit, AJ und Sven bleiben hier, Dominik und Jana fahren in die Disco nach Rostock und ich begebe mich auf den Heimweg durch das nächtliche, menschenleere Mecklenburg – Vorpommern.

B-2006-10-07_TB_MALCHIN_9685.jpg

Share Button

Comments are closed.