Schokoladentraum – Tübingen 08.12.2006

Freitagnachmittag, schmuddeliges Regenwetter und quälender Berufsverkehr auf der Autobahn Richtung Süden, Staus an Baustellen und nach Unfällen – kein besonders guter Start in das Wochenende. Aber schon bei der Ankunft in der Universitätsstadt Tübingen läßt der Regen nach. Wir schlendern bei leichtem Nieselregen durch die historische Innenstadt und genießen die adventliche Illumination und den Duft von –Schokolade, Schokolade ! Hier in Tübingen findet tatsächlich ein Schokoladenfestival statt. An zahlreichen Ständen erwarten uns die verschiedensten Köstlichkeiten – von Schokolade mit diversen Gewürzen über die exotischsten Geschmacksrichtungen bis hin zu Schokoladenbier – alles nicht gerade für den kleinsten Geldbeutel – aber manchmal auch zum Kosten gratis.

Nach diesen verführerischen Genüssen wenden wir uns unserem eigentlichen Ziel südlich von Tübingen zu – dem Sudhaus. Früher war hier eine Brauerei – heute befindet sich hier ein kulturelles Zentrum. Im Programm für den Abend: KEIMZEIT. Das Ambiente und Publikum sind auf Anhieb sympathisch, langsam stellt sich ein wohliges Gefühl ein – und das sind nicht nun nicht mehr die Schokoladen-Endorphine.

Das Konzert startet mit „Das Projektil“ und ich freue mich, von einem textsicheren Publikum umgeben zu sein. Die Stimmung ist von Anfang an locker – hier muß niemand „aufgetaut“ werden.

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Obwohl hier im südlichesten Gefilde der Republik nicht mit weiterer E-Feld-Verstärkung zu rechnen ist, sieht man bekannte Gesichter – die Schweizer sind da. Norbert begrüßt sie mit einem breiten Lächeln.

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Es folgen zweieinhalb Stunden mit der vielseitigen Musik, die Seelenbalsam ist und so viel Kraft schenkt – von den leisen Tönen mit „Was ich im Wasser sah“, „So“ und „Windstill“, über die spaßigen Albereien bei „Nathalie“ und jazzigen Töne beim Klassiker „Tequila“ – wo auch Ralf etwas zu tun bekommt – bis hin zur umstrittenen Version von „Kapitel 11“ – für mich immer wieder eine wunderbare Gelegenheit, jeglichen Streß und alle Alltagssorgen einfach wegzutanzen.

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Der Wunsch nach mehr Saxophon erfüllt sich bei „Getrennte Wege“ und auch die „Flugzeuge“ dürfen heute wieder landen. Abwechslung gibt es auch am Mikrofon – Rudi kommt hier mit dem „Honeymoonblues“ aus eigener Feder und Spatzi mit dem „See voller Tränen“ zum Zuge.

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Auch ein Blick ins Publikum bereitet Freude – glänzende Augen und so mancher Flirt mit Norbert lassen sich beobachten. Ausgelassen tanzt ganz vorn eine Dame mit süßen Rasta-Zöpfen. Einige Herren feiern den Gitarristen mit „Rudi – Rudi“-Rufen.

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Am Merchandising-Stand gibt es die neue Live-CD/LP „Mensch Meier“ (nur hab ich die selbstverständlich schon). Ich hatte auf die noch für 2006 angekündigte Orgelsax Nr. 5 gehofft – aber leider muß ich da noch warten – ob es der „Weihnachtsmann“ noch rechtzeitig schafft ?

Es regnet nicht mehr – die Nacht ist mild – in beschwingter Stimmung machen wir uns auf den Weg nach Hause, der uns nun viel kürzer vorkommt.

Am Sonntag findet in Nürnberg das letzte Konzert der „Südwest-Runde“ statt. Ich wünsche allen, die hinfahren viel Spaß ! Viele Grüße an alle E-Felder und auch an KEIMZEIT- nach der sicher harten Runde mit täglichen Konzerten wünsche ich euch noch eine besinnliche Adventszeit im Kreise euerer Lieben – man sieht sich sicher im neuen Jahr.

Bericht und Fotos: Tine

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