Als die Orgelbauer Keimzeit besuchten

Oder – 6 Orgelbauer, 1 Auto und Keimzeit
Nürnberg, 10.12.2006

Wie bewegt man 6 Leute mit nur einem Golf 200 km? Man staple die Rückbank voll mit Orgelbauern aus Ludwigsburg und mache es sich vorne zu zweit bequem. Am angenehmsten ist es in diesem Fall der Fahrer zu sein. Man hat definitiv den meisten Platz. Nachdem man dann irgendwann die Autobahnauffahrt passiert hat, kann man dann auch endlich in den 2. Gang schalten und auf geht’s nach Nürnberg in den Hirsch zu Keimzeit. Endlich angekommen stellten wir fest, dass wir viel zu früh waren und uns den Stress hätten ersparen können. Eine Straße weiter hinterließen wir viele leere Pizzapackungen und einen total entnervten Pizzabäcker. Frisch gestärkt ging es zurück zum Hirsch und direkt zur Bar. Erst mal n Bier. Neu eingekleidet (es gab neue T-shirts J) und mit süffigen Dunklem bestückt, erlaubten wir uns Hartmut von gewissen Sondershäusern zu grüßen und Ralf für die Gästeliste zu danken.
Wir warteten also auf die Vorgruppe. Als die denn endlich auf der Bühne waren, wurden Kira und ihre Jungs kritisch beäugt…..aber hey, die war doch ganz niedlich!

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Nach schönen schmuse Liedern und verirrten flirtenden Blicken traten die wahren Helden des Abends auf die Bühne.

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Von da an ließ sich der Fun-Faktor immer mehr steigern bis zur völligen Keimzeitmania. Der Abend war perfekt zum abfeiern.

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Prompt kam ein geiles Solo nach dem anderen und wir lernten schöne neue Lieder kennen die zum Albumkauf verführten. Ein beobachten der Musiker verleitete zum mitmachen und regte die Stimmung aktiv an. Als dann der eine und viele andere Weine und Biere die Kehle durchflossen, war die Kehle gut geschmiert und die herrliche Stimme des wunderbaren Goldkehlchens grölte lauthals mit. Wer das nich bis zur Bühne gehört hat, hat wahrscheinlich ein Gehör einer 90-jährigen ohne Hörgerät.

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Aber zum Glück konnte das mit dem nächsten Bier abgestellt werden. Man hat gemerkt….. das Handwerk ist da…. und das aber nich so ganz Zurechnungsfähig. Es folgte Lied auf Lied, die Stimmung stieg und stieg und dann … Nein !!! Die können doch nicht jetzt schon aufhören, wo komm we denn da hin ? Is nich, aber total nich !!!

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Und dann, ja, die Erlösung, die erste Zugabe. Die zweite, die dritte… yup Jungs, so kann das ruhig weitergehen bis zum Morgengrauen. Irgendwann war dann leider doch mal Schluß.

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Ok, genehmigt, man konnte es den Jungs ansehen, sie waren doch ein wenig groggy. Abschließend noch ein wenig Smalltalk und ein paar Autogramme abgegriffen, dann hieß es wieder : “ Wir fahrn, fahrn, auf der Autobahn !” Qitsch quatsch quetsch, rin ins Auto und ganz schnell weg. Die Müdigkeit drückt auf die Augen und die vier Leute auf der Rücksitzbank hatten keine Probleme sich zu halten. Konnten sich ja auch nur maximal 3-4 cm Bewegen. Dann schrie bzw. schnarchte der andere schon. Nach einer nicht enden wollenden fahrt war das Bett bald in Sicht. Das einzige was ich noch weiß von diesen letzten 5 Minuten vor dem Dauerkoma war….. ein echt geiler Keimzeitabend. Jetzt erstmal schlafen und morgen seh´ ma weiter. Der Morgen so verpeilt wie noch nie und fast den Bus verpasst…. Der Kollege ist gar nicht erst aufgestanden…. auch nicht schlecht…. dann hätte man ja eigentlich auch liegen bleiben können! Der Tag danach….. das ist immer der schlimmste. Aber die Erinnerungen an den wunderbaren Abend mit Keimzeit, entschädigt wirklich alles.

Katrin Landgraf
Marcel Pier
Markus Altmann
Dominikus Seisenberger
Juliane Franck
Jessica Dröge

Fotos: J.Dröge (5,6), rene.h (1-4)

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