COUNTDOWN!

Halle, Easy Schorre.

Imposant der Aufgang zum Eingang. Etwas Geschichte schon mal? Ein Täfelchen erinnert: 1890 hat August Bebel hier gesprochen, ein „Kämpfer gegen Militarismus und Krieg“. (2007 singt Norbert Leisegang hier sein KINDERLIED.)

Man hat seit damals ein wenig umgebaut, in netten kleinen Nischen hinter den Säulen ist nun Platz für Bars und Sitzgelegenheiten, von überall grüßten saisonbedingt fröhliche Weihnachtsmänner und irgendwelche dazu passenden femininen Gestalten, aber eigentlich fanden sie kaum Beachtung.

Denn all unsere Aufmerksamkeit galt KEIMZEIT!

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So. Dieses Mal sollte nun definitiv mein allerletztes Mal sein…

Mit charmanten Lächeln wurden wir von Norbert und seinen Mannen begrüßt und sogleich heftig mitgerissen. BUNTE SCHERBEN und DIESES MAL ließen keine Zeit für langsames Hochfahren. Nasen und Füße wurden auf Norberts Anfrage überprüft und für warm befunden. Alle Kälte wie weggeblasen, auch die trüben Gedanken an die 14 Monate dauernde Ewigkeit wurden verdrängt von der großen Freude an dem, vom gänzlichen Fallenlassen und Einlassen auf das, was uns hier dargeboten wurde.

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Jetzt noch ein wenig mehr Geschichte? Man kann sie übrigens auch sehr gut nachlesen im KEIMZEIT.-Buch oder hier im Elektrofeld, aber zu hören, zu sehen, mitzuerleben ist doch noch aufregender.

25 Jahre! Also Zeitsprung: Eine rundherum sympathische Familie Leisegang teilte sich die Bühne – Hartmut, Roland, Norbert und Marion, was für eine Stimme! Janis Joplin wird ihre Freude haben, auf ihrer Wolke. Viel Blues auch Swing damals und Pazifismus.

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Zu unserer Freude vergrößerten Ulle Sende und bald auch Matthias Opitz die Runde und schon lange nicht mehr gehörtes aber sofort wiedererkanntes Liedgut steigerte die gute Laune im Publikum. Die Folge war ein fröhlich-lauter textsicherer Chor, dass es eine Freude war dazuzugehören!

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Ralf Benschu hatte sich inzwischen – wir befinden uns ungefähr um das Jahr ´90 – in die feierliche orange Schale geworfen, die im Sommer schon als „sehr sexy“ bewertet wurde. Was man auch beim Anblick des beschwingt-bewegten Bläser-Trios, als Ralf Zickerick und Frank Braun sich später dazugesellten, nur bestätigen kann. Jetzt war es, als bräche ein Feuerwerk aus. Es sprühte nur so aus Saxophon, Posaune und Trompete.

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Mit Andreas, der etwa zu der Zeit dazukam, als auch ich KEIMZEIT für mich entdeckte, und schließlich Rudi war die Combo vollständig. Und nochmal vokal und instrumental reicher und bunter wurde der Abend, an dem ich ganz oft wünschte, er würde niemals enden. Doch wie war das mit dem Wünschen und den Sternschnuppen? Keine da! Fruchtloses Wünschen also, nach einer letzten hartnäckig erkämpften Zugabe waren wir im 25. Jahr angekommen!

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Und jetzt?
Noch bin ich ganz angefüllt mit all den Liedern, Bildern und Erlebnissen, die zu unvergänglichen Erinnerungen werden. Ein sehr schönes Gefühl. Ich bin wirklich froh, die Musik gefunden zu haben, die mir guttut.

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Danke, Keimzeit.

Frohe Weihnachtstage,
kommt alle gut in ein trotz allem abwechslungsreiches, spannendes neues Jahr.
Liebt Euch!

Bericht: Angela

Fotos: Jörn

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