3. Jazzfrühling 2008 in Sondershausen

Frühjahr 2006 in Sondershausen – der 1.Jazzfrühling mit der „Band ohne Namen“ ist uns noch in guter Erinnerung. Nun sollte es endlich ein Wiedersehen geben mit Ralf Benschu, Rudi Feuerbach, Christoph Gottwald und Plamen Vassilev – diesmal mit Jens Goldhardt am Piano als Verstärkung.

Voller Vorfreude und mit personeller Verstärkung – wir konnten noch die halbe Familie für den Ausflug nach Thüringen begeistern – starteten wir mit voll besetztem Auto aus dem Nordharz in Richtung Süden. Sondershausen zierte sich zunächst noch ein wenig und zeigte sich leicht regnerisch, aber bei unserem Bummel durch Schloßgelände und Innenstadt kam dann doch noch die Sonne hinter den Wolken hervor. Nach einer kleinen Stärkung und dem Genuß eines heimatlichen Köstritzer Schwarzen im Ratskeller machten wir uns auf den Weg zum Achteckhaus. Der Keller hatte sich schon vor zwei Jahren als außerordentlich gut geeignete Lokalität für das zu erwartende Event erwiesen. Er war bei unserer Ankunft bereits gut gefüllt – aber einige bekannte Gesichter entdeckten wir dennoch bald in der Menge. Die freundliche und offene Art der Thüringer machte auch neue Kontakte möglich und ließ so manches nette Gespräch aufkommen. Auch die Angehörigen der Musiker waren zum Teil angereist – ein fröhliches Familienfest in wohliger Atmosphäre konnte beginnen.

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Die Musiker präsentierten mit sichtlicher Freude am Spiel ein buntes Programm aus Jazzklassikern der 50/60er Jahre – Musik, die zeitlos ist und Generationen verbindet – was sich auch im gut gemischten Publikum widerspiegelte.

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Zunächst wurde die Band – per Plakat übrigens mit „Ralf Benschu und Freunde“ nun doch (vorläufig?) „benannt“ – von den Fotografen des Jazzclub und Elektrofeld belagert, die das Ereignis für die Nachwelt festhielten.

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Bekannte Melodien wie „All of me“, „Fly me to the moon“ oder „Satin doll“ regten zum mitsummen an und von Titel zu Titel kam auch das Publikum mehr in in swingende Bewegung. Zum Schluß tanzte man ausgelassen vor der Bühne. Die Eltern von Christoph Gottwald lauschten mit Stolz der Kunst ihres Sohnes.

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Bei Christoph Gottwald swingt der Baß noch in weiteren Formationen – lest nach und geht hin: www.christophgottwald.de. Plamen Vassilev schwang die Sticks immer gelöster – auch ihm bereitete das Spiel sichtlichen Genuß. Konzentriert wirkte lediglich Jens Goldhardt – der das Quartett in diesem Jahr zum Quintett ergänzte.

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Die Premiere, die das Musizieren in einer derartigen Formation für ihn darstellte, hat er mit Bravour bewältigt. So manch einer im Publikum hätte sicher auch gern die Bühne mit den Musikanten geteilt – dies blieb aber den Überraschungsgästen an den Congas bzw. der Trompete vorbehalten, die geduldig am Rand der Bühne auf ihren Einsatz warteten.

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Und auch der „Baby Elephant walk“ von Mancini war wieder mit im Programm und sorgte für ausgelassene Stimmung.

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Das vom Elektrofeld favorisierte Schwarzbier ging zwischenzeitlich aus, aber der Caterer sorgte schnell für Nachschub. Auf den ersten Blick ein Manko entpuppte sich dies als gravierender Vorteil bei der Versorgung mit dem köstlichen Getränk. René, du weißt, was ich meine ;-)).

Alles in allem ein gelungener Abend – auch wenn Rudi eine weitere Zugabe mit den Worten „Ich kann nicht mehr“ leider ablehnte. Ein Wermutstropfen: Der Klassiker „Take five“ fehlte diesmal. Aber es wird ja hoffentlich nicht das letzte Konzert der Band gewesen sein, die noch immer keinen richtigen Namen hat …

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Sondershausen ist noch immer eine Reise wert und der Jazzclub wird sicher noch so manches auf die Beine stellen. Bleiben wir gespannt.

Bericht: Tine

Fotos: René

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