…es weihnachtet sehr

Kinderherzen beginnen langsam höher zu schlagen in froher Erwartung der nächsten Tage. Eltern und Großeltern jagen noch den letzten Einkäufen nach und so mancher sucht nach einer Nische für ein klein wenig Besinnlichkeit nach dem hektischen Treiben der letzten Tage vor dem bevorstehenden Fest. Was läge da näher, als einem festlichen Weihnachtskonzert zu lauschen, sich den Klängen feierlich, weihnachtlicher Musik hinzugeben und die traditionell festliche Atmosphäre eines wunderschönen Kirchengewölbes dabei zu erleben.

Wir schreiben den 20.12.2008 und es ist wieder einmal soweit: – Blech trifft Holz –

Die „Potsdamer Turmbläser“ und „Meier´s Clan“ geben auch dieses Jahr ihr mittlerweile schon traditionelles Weihnachtskonzert in der Nikolai-Kirche zu Potsdam.

Auch für mich ein wahrlich wunderbares Ereignis, dem stressigen Alltag und aller sonstigen Sorgen für gut eine Stunde zu entkommen und in einer Welt bezaubernder musikalischer Klänge wie in einem Weihnachtsmärchen zu versinken.

Wäre nicht die imposante Kuppel der Kirche schon von weitem zu sehen gewesen, so hätte ich mein Ziel sicherlich verfehlt, da der gesamte Kirchenbau von einem holzverkleideten Baugerüst umschlossen war. Dieser äußere „Makel“, so man dies so nennen mag, sollte jedoch dem eigentlichen Konzerterlebnis keinen Abbruch tun. Im inneren des Kirchenbaus war nämlich alles in bester Ordnung. Der, schon durch seine Höhe beeindruckende Kirchensaal mit seinen drei Emporen war festlich mit Kerzen und weihnachtlichem Beiwerk ausgeschmückt und lud zum Verweilen ein.

Wie ich schon im Vorfeld erfuhr, war auch der Vorverkauf für das Konzert sehr gut gelaufen und auch jetzt kamen noch sehr viele Leute in der Hoffnung, noch eine Karte erhaschen zu können. Vom Baby bis zur Großmama war alles im Publikum vertreten. Viele noch mit dick gefüllten Einkaufstaschen dekoriert, einige in festliche Garderobe gehüllt, aber alle mit erwartungsvoll freudigen Minen. Die Kirche füllte sich so langsam bis auf den letzten Platz.

Die Musiker hatten die letzten Feinabstimmungen für das Gelingen ihres gemeinsamen Abends schon beendet und plauderten zum Teil noch mit Freunden und Verwandten, die ebenfalls zahlreich erschienen waren, als das Licht langsam gedämpft wurde und alle schleunigst ihre Plätze einnahmen.

„Vom Himmel hoch“ wurden wir mit der Weihnachtsfanfare von H.K.Hessel auf den Abend eingestimmt. Es folgten mehrere Musikstücke aus der christlichen und weltlichen Musikgeschichte, wie beispielsweise „Nun danket Gott“ von J.S.Bach und „Tochter Zion“ oder auch „Freu dich, o Welt“ von G.F.Händel, um hier nur einige zu nennen.

Zum Ende des Konzertes hin kamen dann, nicht zu letzt zur Freude der etwas jüngeren Zuschauer und Zuhörer, Lieder wie „Rudolph, the red-nosed reindeer“ oder auch „Jingle Bells“ zu Gehör. Hier gab es dann auch ein besonderes Highlight zu erleben, als aus einer Trompete plötzlich ein schallendes Pferdegewieher hervorbrach. … Mag es manchem auch merkwürdig vorkommen und er sich leise fragen: „wiehern Rentiere eigentlich?“…

Beendet wurde der festliche Ohren- und Augenschmaus mit einem Weihnachtsliedmedley, bei dem die Musiker im Gänsemarsch durch die Zuschauermenge den Kirchensaal zum Abschied musizierend unter tosendem Beifall verließen.

Ich sah an diesem Abend nur zufriedene und freudig strahlende Gesichter die Kirche verlassen und so manche kleine „Silberscheibe“ wird wohl in einigen Tagen den Gabentisch eines Musikliebhabers zieren und an einen schönen, besinnlichen Abend erinnern.

Mir bleibt heut nur noch eines:
Euch Allen- unseren Musikern, Freunden und Bekannten, eifrigen und gelegentlichen Lesern ein wunderschönes und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen
Und mit freudiger Erwartung einem musikalisch erlebnisreichen Jahr 2009 entgegen zu sehen. Dann auch wieder mit unser aller Lieblingsband KEIMZEIT als gemeinsames Ensemble. Ich freu mich drauf!

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr

Eure Birgit B.

Bericht und Fotos: Birgit

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