Der Ofen ist aus in Colnrade

Die Arbeit ist getan, die Öfen verkauft, es wird Zeit für ein Fest. So oder so ähnlich könnten die Veranstalter des Colnrader Kultursommers gedacht haben. Denn am 16. Juli lud das Ofenhaus zu einem Event der besonderen Art. Kultur und Sommer – beides traf, den Auftakt machten die Bands Sixxten und KEIMZEIT und wir waren dabei.

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Nach einigen Stunden Fahrt von Hamburg über die Baustellenautobahn nach Bremen erreichten wir gegen 19 Uhr das beschaulich, malerisch, idyllische Colnrade an der Hunte. Der Veranstaltungsort war bestens ausgeschildert und selbst für ausreichend Parkplätze war gesorgt.

Die Eingangsformalitäten waren schnell erledigt und mit Eintritt ins Gelände begrüßte uns eine gewaltige Bühne im Garten des Ofenhauses. Begeistert äugten wir das Gelände. Die Veranstalter Björn und Ole Dauskardt haben das OpenAir mit allem was dazu gehört und mit Hilfe vieler Freunde auf die Beine gestellt. Liebevoll bedacht war der Hof mit vielen kleinen Sitzgelegenheiten, sowie Hängematten zwischen den Bäumen. Ein kleiner Beachbereich, viel grüne Wiese und einfach herrliche Natur. Zwischen all dem Grün erspähten wir schnell den Merchandise Stand unserer Band, wo unser Augenmerk gleich auf die Nummernschildhalter ging – „KEIMZEIT-KLING KLANG Die Straßen entlang“ – die mussten wir einfach haben und merkten an, eine zweite Anfertigung sollte die Aufschrift „Smart und gelassen warten“ bekommen, als kleiner Gemütsaufheller im zähen Verkehr.

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Auf unserer Erkundungstour begrüßten uns freundlich Dirk Tscherner und Mitglieder der Band, die noch in einem kleinen Nebengarten entspannten, der heute hier neben der Bühnenrückseite als „zweiter“ Backstage Bereich fungierte. Die Meute saß unterm Sonnenschirm, spielte Volleyball und nahm diverse hausgemachte Köstlichkeiten zu sich, die in reichlicher Menge aufgetischt waren. Neuigkeiten wurden ausgetauscht, über diverse neue elektronische Errungenschaften gefachsimpelt und der Gaumen mit kühlem Getränk befeuchtet.

Versackt in den gemütlichen Stühlen und vertieft ins Gespräch bekamen wir erst nur am Rande mit, dass die Hamburger Gruppe – Sixteens – los legten. Die Newcomer sind beeinflusst von Punk, vom Grand Rock der 70er Jahre und vom Synthipop der 80er Jahre. Mit rockig, punkigen Tönen wussten sie von Anfang an das Publikum für sich zu gewinnen und die folgenden 60 Minuten waren ein weiteres und wahrlich lautes Highlight des Abends.

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„Wann geht es denn los?“, wollte eine junge Madame von Herrn Frank Braun wissen. Dieser antwortete in kecker Art: „Es geht los, wenn’s los geht!“, und griente breit übers Gesicht. Kaum ausgesprochen begrüßte schon Norbert in gewohnter Art das Publikum: „Sehr verehrte Damen und Herren, herzlich willkommen zu KEIMZEIT in Colnrade! Los geht’s!“ Gegen 21 Uhr also enterten endlich KEIMZEIT die große Bühne. Tonmann Jürgen drehte die Regler des Mischpultes und gleich eröffneten bekannte Melodien das Konzert. Was die Fotografen natürlich sehr freute, war die perfekte Beleuchtung, der Platz auf der Bühne für die Musiker und natürlich die Möglichkeit von allen Seiten Fotos machen zu können.

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Etwas skeptische Zurückhaltung noch im Publikum in der ersten Stunde, nahm es wie eine Wand in der darauffolgenden Spielzeit den Platz vor der Bühne in Beschlag. Stand man anfangs noch mit leicht wippendem Fuß an seinem okkupierten Platz, tanzte man sich mit voranschreitender Stunde übers gesamte Feld.

KEIMZEIT haben ein wunderbares Konzert gespielt. Alte Stücke wurden zum Teil neu arrangiert, die neuen sind live wunderbar anzuhören und treffen ins Herz. Noch und noch eine Zugabe forderte zum Schluss das Publikum. Der Löwe machte den Abschluss, denn „morgen gibt’s noch viel zu tun“.

Am Merchandise Stand gab es eine kleine Autogrammstunde. Nach dieser wurde im zweiten Backsatge noch mal das Buffet geplündert. Man schenkte sich ein Glas Wein ein, genoss bei feinem Rauchwerk den lauen Sommerabend, flanierte und schwirrte über den Platz.

Veranstalter Ole saß glücklich und mit einem lachenden Gesicht in seinem Stuhl, wie wunderschön alles geklappt hat. Wir verabschiedeten uns und freuten uns auf unsere Kojen im Heimathafen Hamburg und auf Samstag. Dann nämlich sollte es noch nach Bützow gehen…

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Bericht: Dominik

 

 

 

 

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