Ein Jahr geht zu Ende und weckt Erinnerungen

Wie ist es mit Erinnerungen an schöne Zeiten? Die einen verblassen im Laufe der Zeit, andere wiederum wecken Sehnsüchte und den Wunsch nach Renaissance…
Ja, es gab viele schöne keimzeitliche Momente in den letzten Jahren, die förmlich nach Wiederholung riefen. Einige wurden von uns in digitale Zeichen gebannt und durchs www. verschickt, um allen, die sie nicht selbst erleben konnten einen kleinen Eindruck der Freuden zu vermitteln, welche unsere Band KEIMZEIT. uns immer wieder bereiteten.

Wieder einmal auf der Suche nach „Berührungspunkten“ (wie unsere Angela einmal an anderer Stelle so schön schrieb) und um das „Keimzeitpause-Jahr“ musikalisch würdevoll abzuschließen, trieb es René und mich an jenen Ort, wo im vorigen Jahr, fast zur gleichen Zeit das Jubiläumsjahr und damit auch die Aera Keimzeit vorerst beendet wurde.

Das Tivoli in Freiberg

… vor einem Jahr Zeuge eines der großartigsten Konzerte des gesamten elfköpfigen Keimzeitensembles, lud das Tivoli in diesem Jahr alte Bekannte der Band zu einem „Weihnachtsfest der Rockmusik“ ein. Der passionierte Fan wird nun schon im Bilde sein, um welches musikalische Ereignis welcher Band es sich hier handelte. Ich möchte es aber trotzdem zur Erwähnung bringen, nicht zuletzt, da in diesem Jahr auch ein weiterer Musiker des keimzeitlichen Bekanntenkreises mit von der Partie war.:

City gab sich die Ehre und hatte Dirk Michaelis eingeladen.

Schon als wir die Tore der Stadt durchquerten kamen wunderbare Erinnerungen wieder zum Vorschein. Klirrende Kälte wie im Vorjahr ließ die Nasen erröten, das beleuchtete Schloss gab Anlass zum einen oder anderen „weißt Du noch?“, und dann die Fassade des Tivoli. Irgendwie ein Gefühl des „nach Hause kommens“.

Am Einlass angekommen, die Karten erwartungsschwanger hervorgeholt, gab es dann leider doch ein kleines Problem. Renés „beste Freundin“ die Kamera durfte diesen Abend leider nicht mit uns verbringen und musste im Auto warten. Schade! Wie gern hätten wir Euch mit einigen schönen Fotos dieses Ereignis näher gebracht. So nun mussten es ein paar mäßige Handyfotos tun, um wenigstens einen kleinen Eindruck vermitteln zu können.

Nachdem die Kamera verstaut und der erste Durst mit einem kühlen Schwarzen gelöscht war, begann das festliche Weihnachtsprogramm (wenn auch die Weihnachtsfeiertage inzwischen schon Geschichte waren).
City stimmte dieses Mal themenbezogen die eher etwas leiseren Töne an, spielte angefangen von etwas traditionell angehauchten Weihnachtsliedern einige ruhigere City-Balladen, bei denen Dirk Michaelis mit einstimmte, was sehr harmonisch klang und sich ins Gesamtbild einfügte, als wäre es nie anders gewesen.

Auch Dirk durfte einige Werke seines Schaffens vorstellen und erntete dafür unwahrscheinlich starken Beifall, unter einer Übermacht von City-Fans bei weitem keine Selbstverständlichkeit, aber auf jeden Fall mehr als verdient.
Besonders begeisterte mich und das weitere Publikum eine, von ihm a capella vorgetragene Version des „wie einFischlein unterm Eis“. Gänsepickel und Herzrasen pur!!! Verboten gute Leistung eines meisterhaften Musikers!

Im ersten Drittel des Konzertes erklärte Toni Krahl dem Publikum erst einmal ein wenig das „Konzept“ dieser weihnachtlichen Veranstaltungsreihe mit den Worten: „wir suchen unsere Gäste jedes Jahr nur nach einem einzigen Kriterium aus : Trinkfestigkeit… Hans die Geige war schon dabei, Dirk Michaelis schlägt sich auch tapfer und KEIMZEIT haben wir schon zweimal mitgenommen… :-)“

Und dann, in Erinnerung an die gemeinsamen Konzerte sollte ein kleines Ständchen erklingen. Mein keimzeitliches Herz begann höher zu schlagen. Das Band zum Vorjahr ward für uns geknüpft. Sollte doch tatsächlich hier und heute keimzeitliches Liedgut erklingen, gesungen von Toni Krahl und Dirk Michaelis.
Man sollte es kaum glauben, in Anlehnung des zuvor erwähnten Konzeptes erklang das kleine lustige Lied „Betrunken“.

Nun denke man nicht, dass es einfach nur ein nachgesungenes Ständchen war, was uns hier geboten wurde… nein, dieses Lied kam in einem völlig neuen Kleid daher. „Betrunken“ als Gospel… nie zuvor so gehört, aber in dieser Version als genial empfunden, beendet mit einem saalumspannenden Chor: aaahhahamen, aaahhahamen…

Zu schade, dass dieses Musikstück wohl nie mehr so zu hören sein wird. Wieder einmal ärgerte ich mich, nicht wenigstens ein Aufnahmegerät dabei gehabt zu haben.

Das weitere Konzert nahm seinen Lauf, es gab, wie immer bei City, viel Konfetti und Feuerwerk. Nur die berühmten City-Bonbons waren wohl zu hause vergessen worden, oder bei den vorhergehenden Weihnachtskonzerten zu reichlich verschenkt.
Am Ende des Konzertes verkündete Toni dann auch das „Ultimative Ende des Weihnachtsfestes 2008“ und wünschte allen einen schönen Jahreswechsel und ein glückliches, schönes 2009.
„ … und erzählt allen, dass ihr da wart. Erzählt allen, daß ihr bei City wart…“

Ich schließe mich Tonis guten Wünschen nun an und grüße Euch zum neuen Jahr

Eure Birgit

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