Leipzig, du warst großartig

Keimzeit spielt wieder einmal in der sächsischen Metropole. Das hatte sich scheinbar herumgesprochen.

Nach einem schönen Konzerterlebnis am Freitag in Dresden (Silbermond spielte in der Messehalle) machte ich mich die knapp 100 km auf den Weg zum Haus Auensee in Leipzig.

Schon von außen machte dieses Haus einen starken Eindruck auf mich. Unzählige Spots ließen das alte Gebäude ehrfürchtig in einem besonderen Glanz erstrahlen.

Der Eingang, bevölkert von Spalier stehenden nikotinsüchtigen Wesen, war schnell durchschritten. Innen machte sich sofort ein Wohlgefühl breit.

Ich war baff, was für ein schöner Ort für ein Keimzeitkonzert.

Der Saal war schon sehr gut gefüllt und immer mehr Besucher strömten herein, das könnte ein schöner Tag werden.

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Freudige Begrüßung am Merchandisingstand blieb natürlich nicht aus, ein lange verloren geglaubtes Nordlicht gab sich dort die Ehre. Auch das ein oder andere bekannte Gesicht ließ schnell das Zusammengehörigkeitsgefühl der großen Keimzeitfamilie in mir wieder aufkommen.

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Nun Zeit für eine kurze Erfrischung für ein etwas überteuertes Bier, welches mir dankenswerter Weise spendiert wurde, blieb auch noch.

Dann auch schon die ersten Töne und Jubel im Saal. Die Beine wurden schneller auf dem Weg Richtung Bühne. Eine Lücke rechtsseitig war schnell gefunden und so genoss ich erst einmal die vertrauten und doch schon wieder so lang vermissten Klänge.

Der Plastikbecher mit dem kühlen edlen schwarzen Getränk war bald geleert und es gab nun keine Ausflüchte mehr, die Arbeit ruft.

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Also die Kameras gesattelt und auf ins Getümmel. Was nun folgte sind unvergessliche Momente. Eintauchen und sich fallen lassen. Getragen von den Melodien, die sich wie ein Lauffeuer im Saal ausbreiten und begierig aufgeschnappt werden.

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Schaut man in die Gesichter, sprechen diese Bände. Einen Abend alle Sorgen und Nöte vergessen, sich einfach nur hingeben, sich dieser Band hingeben. Ja das lese ich aus den vielen glücklichen Gesichtern.

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Warum vergeht nur die Zeit so schnell, man möchte sie mit beiden Händen festhalten. Dieser Augenblick des Glücks darf noch nicht vorbei sein, doch unwiederbringlich nähert sich der Abend dem Ende.

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Auch das Publikum will sich dieser Gewissheit noch nicht stellen. Mit einem Applaus, den ich schon lange nicht mehr bei einem Keimzeitkonzert erlebt habe, „fordern“ die Leipziger eine Zugabe. Jetzt will noch niemand nach Hause.

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Diesem Druck ist die stärkste Band nicht gewachsen und mit einem verschmitzten Lächeln springt Norbert und der Rest der Band wieder auf die Bühne. Die Show geht weiter.

Noch einmal genießen, sich verzaubern lassen. Doch dann, die Realität hat uns zurückgeholt.

Vorbei.

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Leipzig verabschiedet sich wie es eine Band sich nur wünschen kann. Die strahlenden Gesichter auf der Bühne sagen mehr als Tausend Worte.

Bericht und Fotos: René

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