Mit einem Paukenschlag, Sommer in meinem Leben!!

… ich war etwas im Zweifel, was würde mich wohl am Abend erwarten, trat doch kürzlich eine unwirklich Schöne in mein Leben, aus der ich anfangs nicht ganz schlau wurde. Ihre temperamentvolle Seite war mir auf Anhieb vertraut, sprach mir aus dem Herzen, traf meinen Rhytmus. Allein ihren nachdenklichen Worten konnte ich nicht gleich ganz folgen. Der Ort an dem wir uns trafen, war für Tiefgang gänzlich ungeeignet und so blieben sie vorerst unverstanden.

Nun also wollten wir uns näher kommen, wir verabredeten uns im MOYA in Rostock, ein sehr schöner Ort um Bekanntschaften dieser Art zu machen.

21.00 Uhr:

Das Warten hat ein Ende. Keimzeit betrat die Bühne und das Publikum hieß die Band aufs Herzlichste willkommen.

Ein paar einleitende Worte von Norbert und dann der 1. Ton nach keimzeitlosten 478 Tagen.

Der 1. Ton, und JAAAA, da wars:

„Mit einem Paukenschlag – Sommer in meinem Leben“.

Es war unglaublich, mit welcher Wucht sich dieses spezielle unbeschreibliche „Keimzeit-Gefühl“ auf mich stürzte, mich umarmte und wieder gefangennahm. Hatte ich bisher gedacht, diese teils gezwungenermaßen auferlegte, teils auch selbst verordnete Keimzeitabstinenz gut überstanden zu haben, so wurde ich in diesem Moment eines besseren belehrt. Der Entzug ist gescheitert. Ich bin komplett rückfällig.

Den anderen Gästen im gut gefüllten MOYA erging es wohl genauso. Die Band wurde „gefeiert“, es wurde getanzt und mitgesungen. Die Band verwöhnte uns mit alten Liedern in neuen Gewändern – an dieser Stelle liebsten Dank für FARBEN. Das Sommerkleid steht dem Titel ausgezeichnet. Nur eine der vielen Überraschungen, die man für uns bereithielt.

Waren die Jungs anfangs noch unter sich, so kamen nach kurzer Zeit die schon mit Vorfreude und Spannung erwarteten „Bläser“ hinzu. Mit grandiosem Spiel (und tollem Hüftschwung) verzauberten Sie das Publikum. Viele bekannte Stücke erhielten eine neue „Dimension“, wirkten frischer, manchmal ergreifend. Unabhängig von den Luftkünstlern bekamen viele Titel einen neuen Farbanstrich. Absolut herausragend empfand ich Singapur, welches neu arrangiert einfach umwerfend ist.

Andere wirkten anfangs ungewöhnlich (z. B. Du wirst ein Schwein), gingen aber sofort ins Ohr. Die Samba nur So wird durch die Bläser zum Bühnenevent; Norbert avanciert zum Dirigenten, allerdings blieben Hartmut und Roland ohne Solo. Schade.

Trotz der Spielfreude und dem gelungenen Auftakt ging von der Band eine gewisse Anspannung aus.  So war in Norberts Gesicht, nachdem Gesang und Spiel endeten, mehrmals die Frage zu lesen „Wie kommt es an“? . Nobert, es kam an!!!

Ein weiteres Hightlight des abends eröffnete sich dem geneigten Gast als Rudi, wie inzwischen zum Ritual geworden, die Rolle als Sänger übernahm. Seine mutige Version von Imagine ist einzigartig, rhytmisch, für mich einfach genial.  Auch „Bös macht Bang“ und  „Der Maulwurf“ wurden aus fremden Gewässern gefischt und kraftvoll zum Besten gegeben.

Alles in allem war das Konzert in wunderschöne Sommerfarben getaucht, es erinnerte an Sommer, Sonne, ja irgendwie an Andalusien? Die Bläser sind der Knaller, sie fügen sich perfekt ins Geschehen ein, geben dem Ganzen eine Extraportion Leichtigkeit, der Vergleich mit „Nachtvorstellung“ lieg nahe.
Ein rundum gelungenes Konzert zum Start ins neue Keimzeitjahr.

Ein schöner Kommentar auf Keimzeit.de lautet:
„Rostock: Ich gebe Geld für ein Live Album …. bitte …“    – Ich auch – !!!

Ich hoffe ich habe Euch neugierig gemacht und zugleich nicht zuviel verraten. Macht Euch auf etwas gefasst und bleibt gespannt!

Ach ja, die unwirklich Schöne und ich haben inzwischen viel Zeit miteinander verbracht – wir verstehen uns super!

Bericht und Bilder: AJ

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