Nur ein paar Worte,

denn den „Augenblick in die Kamera zu kriegen“ scheint mir nicht zu liegen.

KEIMZEIT in Gotha.

Die Räume des einstigen Haack-Verlages (wir erinnern uns an all die Wandkarten der Schulzeit, möglicherweise eine stark abgenutzte Seite 35 im Straßenatlas), die jetzt ´The Londoner´ wiederbelebt, bieten überraschend Platz und Möglichkeiten, dazu einen kuscheligen, auch ein wenig nostalgischen Charme.

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Zur Erwärmung stellte man uns COLORBLIND vor, eine Band aus frischen jungen Musikern, die Fronfrau mit umfangreicher, kraftvoller Stimme. Colorblind, die sich als KEIMZEIT-Fans outeten, gewährten uns in einer unterhaltsamen halben Stunde Einblick in ihr Repertoire und ließen uns schon sehr in Bewegung geraten.Nun ist es aber so, dass ich meiner Muttersprache einfach mehr abgewinnen kann.

Also zu KEIMZEIT. Natürlich ist es nicht nur die Sprache! Selbst dass KEIMZEIT zu Beginn einlädt zum „Tanzen bis nichts mehr geht“, weil doch alles „nur zur Unterhaltung gedacht“ wäre – solch ein Abend ist viel mehr als das.

Und wenn ich mich ausgerechnet jetzt mit den perfiden Machtspielen kalter ignoranter Menschen mit völlig getrübten Blick für das Wesentliche beschäftigen muss, ist es sehr wohltuend und hilfreich, sich in das Netz fallen zu lassen aus diesen Liedern, die mir das Lächeln zurückgeben, die anregen doch sensibel und wach zu bleiben, wo die Liebe noch als das einzig Stabile angesehen oder doch angestrebt wird, man nachsinnen kann über die „Unmöglichkeit der Einsamkeit“ und das eigene Doch-auch-nicht-wissen einfach dazugeben kann.

Norbert ließ das Jahr nochmal vorüberziehen und es deutete sich an, dass es an oder auf der See, vor allem im besonderen Licht der untergehenden Sonne wohl am schönsten ist. Manchmal ist diese Stimmung in Liedern spürbar, dann bringen sie auch ein bisschen Sehnsucht mit…

Alles das in jenen wunderbar bunten keimzeitlichen Klangfarben und ab und zu, fast heimlich, in vorweihnachtliches Sternenlicht getaucht, war genau das Richtige. Danke.

Es begab sich aber zu der Zeit…, als wir nach Hause fuhren, da führte unser Weg zeitweise durch ganz frischen weißen Schnee.

Allen eine frohe, besinnliche Zeit leuchtender Liebe!

Bericht: Angela

Foto: René (2006)

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