Rudolstadt, das Rahmenprogramm

Ein Altstadtfest: … – wiedermal ein Stadtfest, na ja…, dachte ich, aber die Aussicht endlich wieder keimzeitliche Klänge live zu hören, zu fühlen, zu verinnerlichen, ließ mich den weiten Weg ins Thüringische fast schwerelos bewältigen.
Dann, angekommen in der Stadt, buntes Treiben auf und um den Marktplatz herum.
Stadtfest eben…

Erwartungsvoll standen René und ich am aufgebauten Merchandising-Stand ( Neues Kleidsames aus keimzeitlichen Gefilden wurde hier feilgeboten) und hielten das eine und andere Pläuschchen mit alten Bekannten, bis dann gegen 20:00 das Programm des Abends begann.

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Angela hat für Euch den musikalischen Teil schon mit den wunderbarsten Worten, welche man in der deutschen Sprache finden kann, beleuchtet. Dem gibt es auch nichts mehr hinzu zu fügen, darum belasse ich es auch dabei. … Vielleicht nur noch eins: Bei der nachfolgenden Autogrammstunde wurde geschrieben, was das Zeug hielt und vor keinem Kleidungsstück Halt gemacht. Selbst die Turnschuhe einer jungen Dame bekamen die netten Verzierungen des Schriftzuges des jungen Herrn Wilhelm.

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Den Abend beschloss auf musikalische Weise Hendrik P. welcher mit teils bestechender stimmlicher Ähnlichkeit Größen der Schlager- und Popwelt coverte.

Der Abend verfloss beim einen oder anderen Hopfen- und Malzgetränk und ein neuer Morgen brach an.

Kontrastprogramm war nun angesagt. Schon am frühen Vormittag begeisterten die Kleinsten mit ihren tänzerischen Darbietungen und machten es den Großen der hiesigen Volkstanzvereine nach, welche wohl schon so manchen Sieg in Wettbewerben errungen hatten, wie stolz dem Publikum berichtet wurde.
Und der Wettergott hielt sich beständig. Zwar wehte hin und wieder ein frischer Wind, jedoch die Sonne ließ sich nicht beirren und schickte ihre Strahlen wärmend über den Festplatz.

Wir wagten noch den Aufstieg zum Schloss Heidecksburg.

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Herrliche Aussicht über den Dächern der Stadt. Der Hunger allerdings trieb uns schnell wieder hinab. Wussten wir doch von Ständen mit kulinarischen Köstlichkeiten, teils aus der Region, teils aus fremden Landen.

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Da wir nun schon so lange in dieser Stadt verweilten, beschlossen wir, uns auch noch das heutige Abendprogramm anzusehen.
Bis dahin verblieb noch reichlich Zeit, in der wir uns die Sonne ins Gesicht scheinen ließen, jungen Männern beim Abseilen aus Wohnhausfenstern zusahen, der Verkehrspolizei das eine oder andere „Geheimnis“ ihrer Laser- und Blitztechnik ablauschten und uns mit Kaffee, Kuchen und Eis verwöhnen ließen.

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Als der Abend dann nahte, versammelten sich wieder zahlreiche Leute vor der großen Bühne. Es wurden „Verrückte“ angesagt, welche dem alten guten Rock n Roll frönten und schon einmal mit Sasha (alias Dick Brave) die Bühne teilen durften.

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Wirklich, verrückt mussten die sein, „Boppin-B“ rissen das Publikum auf Knopfdruck aus seiner Lethargie, brachten Alt und Jung dazu die Arme zu heben und „Beleidigungen“ zu grölen.

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„Are you feel good?“ die Frage von der Bühne … nein bitte kein „yaaaeee“ oder „wooow“! Das ist doch langweiling und völlig unehrlich. Etwas anderes wollte man auf der Bühne aus tausend Mündern hören. „Na bitte, wenn Ihr es so wollt“ … „SCHEISSKAPELLE!!!!!!!!!!!!!!!“

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Jaaa, das hört man doch gern! Der Chor der Besucher schwoll immer mehr an, je öfter dieser nette Gruß gefordert wurde.
Dann mitten im Spiel noch eine andere Art der Darbietung. Ich wusste bis dato noch nicht, dass man einen Bass auch als Turngerät missbrauchen kann.

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Virtuos der Bassist in Ton und Figur, immer ein fettes Grinsen im Gesicht. Der Sänger stimmgewaltig und smart. Rock n Roll … und die Frisur sitzt… aber nur nicht den Kamm von der Kette lassen…

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Die Stimmung erklomm ihren Höhepunkt. Abgesehen von mir, welche schon bei den ersten Takten in rhythmisches Zucken verfiel, schien es kaum noch einen auf der Stelle zu halten. Das Tanzbein wurde geschwungen und man konnte die virtuellen Petticoats und die Elvistollen der Männer fast erahnen. „Return to the fiffties“ für einen Augenblick.

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Dann, noch ein paar akrobatische Einlagen der Akteure, Blumen vom Veranstaltungsteam und „aus die Maus“. Die Zugaberufe wurden erhört, aber dann irgendwann war auch dieser Programmteil zu Ende.

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Für einige unter uns sicher eher erst der eigentliche Auftakt. Der Höhepunkt dieses Abends sollte jetzt erst kommen.
Klaus Lage – „was außer „1000 mal berührt“ hat der eigentlich noch gesungen?“ Grübeln meinerseits, welches ein klein wenig später durch ein AHA-Erlebnis abgelöst werden durfte.

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Wirklich eine gute Idee, hier geblieben zu sein um diesen quirligen, korpulenten älteren Herrn mit der angenehm rauen Stimme und ins Mark gehendem gesungenen Wortes einmal live zu erleben. (Danke für den heißen Tipp, Spatzi)

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Es war wirklich mitreißend. Coole Sounds einer außerordentlich guten Band, gepaart mit der Natürlichkeit des sympathischen Liedermachers ließen uns auch hier Begeisterung fühlen.

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Erstaunlich textsicher zeigte sich auch hier das Publikum. Vom Kind bis zur Oma, generationsübergreifendes Abendprogramm auch hier.

Als nach viel Neuem und altbewährten Hits wie „Monopoli“ und „Faust auf Faust“ ( die Erinnerung kam wieder…) die Verabschiedung kam, die Zugaben gespielt waren, ging man bedauernd aber zufrieden des Gesehenen und Gehörten langsam auseinander.

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Auch hier wieder Autogrammstunde und der „Absacker“ mit „Jens und Hendrik“ gesanglich am Mikrofon.

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Wir machten uns nun auch auf den Weg, es war schließlich schon wieder ein neuer Tag angebrochen.

Auch wenn wir den letzten Tag des Festes nicht mehr miterlebten, können wir sagen. Ein hervorragendes Festprogramm, auch am Rande von Keimzeit, welches zu besuchen sich allemal lohnte.

„Hut ab“ vor den Veranstaltern! Und Dank!

Bericht: Birgit

Fotos: René

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