Flotter Dreier mit Keimzeit

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Da wir unheimlich gern an der Küste sind, war die Vorfreude auf die 3-Tages-Tour Kühlungsborn-Schwerin-Stralsund besonders groß.
Am Nachmittag des vierzehnten Oktober zweitausendundzehn ging es dann also los in Richtung Waterkant.

Angekommen im herbstlichen Kühlungsborn, es war bereits dunkel, machten wir uns sogleich auf den Weg in die Hafenlocation „Vielmeer“. Der Rest des harten Kerns war bereits da und hatte sich gaaanz breit gemacht, um die begehrten Plätze auf dem Podest freizuhalten. Im „Vielmeer“ kann man direkt neben der Band sitzen, praktisch wie im Wohnzimmer auf gemütlichen roten Sofas und anstelle des Fernsehgerätes steht und spielt Keimzeit. Eine angenehme Beleuchtung sorgte für zusätzliche Wohlfühlatmosphäre.

„Schönen guten Abend, sehr verehrte Damen und Herren, teure Freunde, hier ist Keimzeit“. Ein strahlender Norbert Leisegang begrüßte die Gäste, die Lippen wurden gespitzt und los ging es.
keimzeit-oktober-2010-014

Robert musste an diesem Abend mit einem Ersatzsaxophon vorlieb nehmen, was der Qualität seines Spiels jedoch keinen Abbruch tat.

keimzeit-oktober-2010-025

Unsere Jungs waren gut drauf und als Zugabe konnten wir uns über „Nathalie“ freuen, bei dem Spatzi das Instrument wechselte und die Drums bediente.

keimzeit-oktober-2010-037

Der einzige Nachteil war die hohe Wärmeentwicklung in den Räumlichkeiten, wodurch man gegen Ende des Konzertabends ziemlich müde wurde.

Von der Hafenlocation ging es am nächsten Tag ins „Capitol“ nach Schwerin, wobei es sich um ein altehrwürdiges Kino handelt und auf Grund unserer Platzkarten war klar, dass es ein Sitzkonzert werden würde.

Zunächst begann das Konzert auch so, aber ab dem Lied „Irrenhaus“ hielt es ein Großteil des Publikums nicht mehr auf den Sitzen und die Fläche zwischen erster Reihe und Bühne wurde kurzerhand zur Tanzfläche umfunktioniert, was dann auch bis zum Ende des Konzertes so blieb. Sehr erheiternd waren für uns an diesem Abend die beharrlichen „Hofnarr“-Rufer, die vehement diesen Song forderten. Sie wurden jedoch nicht erhört.

keimzeit-oktober-2010-057

Nach Ende des Konzerts wurde am Merchandising-Stand ersteinmal ausgiebig Peters neueste T-Shirt-Kreation bewundert. Er überrascht uns damit immer wieder aufs Neue und soll daher an dieser Stelle besonders erwähnt werden. Hier fanden sich übrigens auch die „Hofnarr“-Rufer wieder ein und bekundeten vor Norbert erneut ihren Wunsch und sorgten somit noch mal für ein Schmunzeln bei uns.

keimzeit-oktober-2010-074

Am Tag drei ging es nach dem obligatorischen Möwenfüttern weiter nach Stralsund. Auf dem Weg dorthin statteten wir dem Leuchtturm eines Stippvisite ab und nahmen die Autofähre über die Warnow. Angekommen in Stralsund schlugen wir unser Lager am Fuße der Rügenbrücke auf. Das Wetter spielte in diesem Jahr glücklicherweise mit -Sonnenschein pur-
nur ein eisiger Wind blies, was ja bekanntlich an der Küste nicht ganz so selten der Fall ist. Wir waren froh, am Abend in das warme Ozeaneum zu dürfen. Eingelassen in die beeindruckende Ausstellungshalle „1:1 Riesen der Meere“, wurde sogleich die Reihe eins erobert.

„Alles knorke?“
Gewohnt charmant-witzig begrüßte Norbert das Publikum und der dritte und letzte Reigen unserer Tour wurde eröffnet, heute wie am Vortag mit dem kompletten Bläsersatz. Unsere Jungs legten an diesem Abend noch mal richtig einen drauf.

keimzeit-oktober-2010-087

Mit „Windstill“ und einer sensiblen Begleitung durch Sebastian an der Trompete, was einem Gänsehaut bescherte, begann der Abend.

Wir erlebten sehr zu unserer Freude einen very rocking Norbert und Rudi.

keimzeit-oktober-2010-085

Der ganze Saal und der Rest der Band mussten lachen, als sich Sebastian und Ralf Zickerick ein außergewöhnlich filigranes Duell beim „Löwe“n lieferten. Das war einfach zu schön.

Unter dem Motto „Jetzt kommt für Erwachsene“ haben wir zusammen mit der Band zu „Kapitel 11“ richtig abgerockt, dass es eine Freude war.

keimzeit-oktober-2010-098

So ging ein sehr intensiver Konzertabend zu Ende.

Anschließend nahmen wir gemeinsam mit dem Rest des harten Kerns (logisch) im Foyer einen Absacker und haben uns wie immer köstlich über alltägliche und nicht alltägliche Dinge des Lebens amüsiert, bis wir dann freundlich von der Security gebeten wurden, die Räumlichkeiten zu verlassen.

Eines muss man Keimzeit lassen. Sie spielen sehr oft in ausgefallenen Locations, wodurch sich das Erlebte besser einprägt (gut gegen Altersdemenz).
Das positive Gefühl, was uns durch die Akteure auf der Bühne vermittelt wird, funktioniert wie ein Rückkopplung, denn es greift auf einen über. Deswegen lässt sich vermutlich auch unser Hang, Keimzeit des Öfteren bei Konzerten zu besuchen, erklären.
Es ist einfach irgendwie gute Laune, gute Stimmung, keine Ahnung, wie man es erklären soll, es ist halt so.

Geht es euch auch so?

Bericht und Fotos: Sandra & Jens

Share Button

Kommentar verfassen