Surprises, Gotha und „the Londoner“

Berlin, 19.11.10, 11:30
Bahnhof Lichtenberg, Mitfahrgelegenheiten abholen. – Zu dumm, kein Parkplatz zu finden (Überraschung Nr.1)

Mitfahrgelegenheiten eingepackt, Navi starten. – Zu dumm, Navi lädt nicht hoch.
(Überraschung Nr, 2)

Also, fahren wir halt ohne… Nun, kein Problem, den Weg nach Erfurt und Ilmenau kenn ich ja inzwischen aus dem ff …

Ilmenau, 16:00
Bei René angekommen. Völlig problemlos und ohne Stau
(Überraschung Nr. 3)

Schnell ein „kleines“ Geschenk verpackt. – Heut gibt es ja noch ein Geburtstagskind zu feiern…
Selbst auch noch ein kleines Geschenk bekommen… und riesig drüber gefreut!
(Überraschung Nr. 4)

Weg nach Gotha aus dem Netz gefischt und auf nen Zettel geschrieben – Navi lädt ja nicht…
Und ab geht’s, im Dunkeln über die Autobahn

Gotha, gegen 19:00
Angekommen, aber Straße und „Londoner“ nicht gefunden. Leute gefragt. Die Straße vor dem Club gesperrt und komplett aufgerissen…
(Überraschung Nr. 5)

Endlich vor Ort und schon die ersten Bekannten gesehen… Freudig begrüßt und ein paar liebe Worte gewechselt…

Ich betrete den Saal und stolpere fast über den Merchandise-Stand. …Sollte für heute mein „Arbeitsplatz“ werden. Ich mache mich schon mal mit dem Angebot vertraut. Was sehe ich da?
Tatsächlich: vier neue (alte) Alben zieren den Tisch. Alle samt in Digipacks mit chic neuem Layout.
(Überraschung Nr.6)

Leider fehlt noch das angekündigte Doppelalbum… War leider nicht mehr rechtzeitig zum Konzert zu ordern gewesen, aber im Handel schon vorrätig. Schade…

Bin ganz vertieft ins Betrachten der neu gestalteten Cover, als Angela und Sven eintreffen und „Hallo“ sagen. Wir fallen uns in die Arme, ein „Happy Birthday“ wechselt von meinem Mund in Angelas Ohr, ein kleines Päckchen und ein Weinglas mit „Froschaugen nebst Blume“ wechseln in ihren Besitz.
(Überraschung Nr. 7, diesmal für Angela)

Sie hält erfreut „Eines Wunders Melodie“ komplett signiert vom CdtD in Händen. Freude ihrer- und meinerseits…

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Beim gemeinsamen Betrachten der neu aufgelegten Cd´s stellen wir fest, dass es in der nächsten Zeit wohl nötig sein würde, sich die Eine oder Andere doch ein zweites Mal zuzulegen. Das neu aufgenommene Bonusmaterial, Songs, welche es bei Erstauflage nicht auf die jeweilige Scheibe geschafft hatten, überzeugt nicht nur mich.

Nun bleibt nicht mehr viel Zeit, der Saal ist gefüllt und das Konzert sollte beginnen.
Dem ist dann auch so. Norbert betritt die Bühne, strahlend wie immer, begleitet von seinen Weggefährten und Kollegen mit ihren Instrumenten. Applaus aus den Reihen derer, die gekommen waren, gute Musik in Live-Atmosphäre zu genießen, vielleicht in Erinnerungen an frühere Konzerte zu schwelgen, mitzusingen und ihrer Lieblingsband zuzujubeln.

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Der fröhlich herausgerufenen Begrüßung durch Norbert folgt nun das, dem Keimzeit-Konzert-Vielgänger schon bekannte Programm. Dachte man…
Doch es kommt ein klein wenig anders…

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Neben den allemal bekannten Liedern der letzten Jahre und den immer wieder geforderten Klassikern sollte uns hier und heut auch Neues in die Gehörgänge fließen, uns verwundert aufschauen, auf uns wirken und verzückt nach MEHR begehren lassen.

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Ja, Norbert hatte längst begonnen, neue Songs zu schreiben, neue Poesie in Töne zu fassen, Gedanken und Beobachtungen in Musik einzubetten. Hier an diesem Ort, dürfen wir zum ersten Mal diesen zu Musik gewordenen Denkanstößen lauschen.

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Eines der Neuen ist mir dabei besonders im Kopf geblieben, hat mich berührt und auf fröhliche Weise angestubst. Ein Lied, welches von Beispielen erzählt, die wir anderen sind und uns ermuntert, doch mal ein „Gutes“ zu geben. Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit swingender Leichtigkeit, fröhlich optimistischem Klang kommt es daher und nimmt uns mit. Ja! Das ist Keimzeit, so wie schon früher geliebt und heute gereift… Eingängige Klänge, nicht ohne Hintergrund. Es lässt gespannt sein, gespannt auf eine neue CD, welche, so Norbert, schon im nächsten Jahr das Licht dieser Welt erblicken könnte. Oh ja! Wir brennen darauf!

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Auch das, inzwischen schon bekannte „Rosetta“ wird es wohl auf die neue „Scheibe“ schaffen, wie Norbert es dem Publikum andeutet.
(Jede Menge Überraschungen…, ich habe inzwischen aufgehört zu zählen…)

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Auf jeden Fall ist dies hier ein außergewöhnliches, ein unvergessliches Konzert, vor vollem Haus, gemeinsam mit vielen Freunden genossen.
Nur eines irritiert mich dort, im hinteren Bereich des Saales… :
Karten für Keimzeitkonzerte müssen wohl doch noch viel zu preiswert sein. Wie anders kann man sich erklären, dass es Leute gibt, die es sich leisten, ein Konzert zu besuchen, um sich die ganze Zeit angeregt miteinander zu unterhalten, dabei den eigentlich meist aussichtslosen Versuch unternehmen, den Geräuschpegel welchen die Musiker erzeugen, mit ihren Stimmen noch zu überschreiten. Für mich unerklärlich, aber scheinbar ein Phänomen der heutigen Zeit. Musste ich doch im letzten Jahr des Öfteren solche Erfahrungen machen.

Das Konzert geht vorbei, der Reigen der Überraschungen aber noch nicht.

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Als wir nach den letzten Tönen den Abend gemütlich ausklingen lassen, kommt René, welcher inzwischen längst zu uns gestoßen ist, mit unserem „kleinen“ Geschenk für Angela in den Raum.

Unter vielen gespannten Augen, auf einem etwas mitgenommenen Sofa sitzend, wird von ihr das lang gehegte Geheimnis gelüftet und ausgepackt.
Welche Freude! Auch unsererseits…

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Jemanden zu überraschen ist, so glaub ich, noch weitaus schöner, als selbst überrascht zu werden.

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Und da wir hier alle nun noch so schön sitzen, haben wir auch noch die Gelegenheit, einem kleinen Interview zu lauschen, welches Norbert dem „Macher“ dieser Kulturstätte gibt.

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So wird ein Tag schließlich abgerundet. Übervoll mit Surprises für wohl Jeden von uns…

Bericht: Birgit

Fotos: René

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