Volle Packung, der Schlussakkord

Sonne, Fotos, frische Wiesen und abends Musik in der Kneipe…

Die Pläne für unseren letzten musikalischen Abend waren, dank eines kleinen Eintrages von Kurt auf unserer Seite, schnell gemacht. Michendorf ist ja nicht so weit von Berlin entfernt gelegen und die Gelegenheit ein weiteres Projekt unseres Bassisten Hartmut zu erleben war verlockend.

Zuvor hatten wir jedoch noch einen anderen Termin zu bestreiten. Zwei junge, taufrische Musiker, ein Singer-Songwriter-Duo aus Berlin, welches sich zusammengetan hatte, um dem Spaß am Musik machen zu frönen, dabei Anderen ein wenig Freude und Zerstreuung zu bereiten, baten René um ein paar Fotos für ihre Myspaceseite und andere Zwecke der Promotion ihrer musikalischen „Ergüsse“ ( wie sie es u. A. selbst zu nennen pflegen).

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„dicknclit“, der Name entstand wohl aus der Idee, die Anfangsbuchstaben der Akteure, verbunden mit ihren Geschlechtern und den, teils frech frivol angehauchten, aber auch immer aus dem Leben gegriffenen Texten zu vereinen und darzustellen. Natürlich drehen sich die Texte um Leben und Liebe, vor allem aber auch um Sex. Immer mit einem Augenzwinkern und nicht ganz bitter ernst.

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Hervorzuheben ist, dass sich die Zwei von Anfang an nicht darauf beschränken, bekanntes Liedgut neu zu interpretieren, sondern alle (in englisch verfassten) Texte, sowie auch die gesamte Musik selbst schreiben. Die Musik ist immer eingängig, poplastig bis hin zu kleinen Countrie-Elementen und der Text witzig, lebensnah, manchmal auch traurig sentimental.
Sie selbst sagen von sich: „Wir machen Musik nicht aus kommerziellen Gründen, sondern nur, weil wir Spaß haben wollen und Spaß bereiten möchten. Wenn`s dann obendrein noch ne Kleinigkeit einbringen sollte… nun, um so besser!“

Wir trafen uns also, nach einem gemütlichen Frühstück und einem fragenden Blick zum Himmel und beschlossen, in den nahe gelegenen und noch relativ unerschlossenen Naturpark zu gehen, da dort sicher einige schöne Fleckchen für ebenso schöne Fotos zu finden wären.
Gesagt, getan. So manches Mal ließ sich sogar die Sonne überreden, ihr Wolkenbett ein wenig zur Seite zu schieben und machte das richtige Licht für teils romantische Fotos. Natürlich wurde während des Shoots auch viel gelacht und gealbert, was so einige spaßige Schnappschüsse zur Folge hatte.

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Als die zwei dann auch noch zu singen begannen, gab´s sogar den einen oder anderen Spaziergänger, der inne hielt, lauschte oder uns ins Gespräch vertiefen wollte. René nutzte natürlich die Gelegenheit der musikalischen Einlagen, um seine Kamera auch auf Videotauglichkeit zu testen und so entstanden ein paar kleine Filmchen, die auf der Myspaceseite der beiden Musikanten schon mal zu sehen sind, um dem Interessierten einen kleinen Einblick in ihre Musik zu geben.


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dicknclit | MySpace Musikvideos

 

Als der Nachmittag dann gekommen und wir nun doch ein wenig durchgefroren waren, machten wir uns auf dem Heimweg, um die geschossenen Bilder zu sichten.
Da es natürlich wieder einmal sehr Viele waren, dauerte dies so einige Zeit und ich stellte erschrocken fest, dass wir uns so langsam sputen sollten, um noch rechtzeitig zu unserem Abendevent zu erscheinen.

An „Zurechtmachen“, wie wir Frauen es ja so lieben, war nicht mehr zu denken. Also noch mal kurz frisch gemacht, in den Spiegel gesehen, die Haare gekämmt und schon ging´s los in Richtung Michendorf.

Die Fahrt zog sich etwas hin und am Ort des Geschehens angekommen, waren wir ein wenig im Zweifel, ob dies auch das richtige „Nest“ und die entsprechende Lokalität sei. Hier hätten sich gut und gerne auch Fuchs und Hase gute Nacht sagen mögen, so ruhig, abgelegen erschien uns das Dorf. Die Forelle, ein kleiner Gasthof direkt an der Bahnstrecke, machte nicht den Eindruck auf ein Konzert- Event zu warten. Wir traten ein, es war noch leer im Gastraum, suchten uns einen Bartisch in Form eines Fasses, sahen dabei im angrenzenden Raum etwas, an einen „Musikerplatz“ Erinnerndes und waren nun sicher: „Hier sind wir wohl doch richtig“.

Da bisher weder Publikum, noch Musiker sichtbar waren, stärkten wir uns erstmal mit einem Schwarzbier und dem, was die gastronomische Küche hergab, bekamen jeder ein Bändchen um den Arm ( wir sollten scheinbar heute die einzigen sein, welche ein Solches bekamen, warum auch immer…) und beobachteten, wie sich so langsam der Gastraum füllte. Und er füllte sich wirklich! Zeitweise drängelten sich die Besucher dicht an dicht zwischen Tischen und Stühlen. Wir waren nun froh, doch schon zeitig genug vor Ort gewesen zu sein. Von der Oma bis zum Enkel waren quasi alle gekommen, die sich diesen Abend nicht entgehen lassen wollten. Einige sicher auch nur aus Freundschaft zum Git/Sax – Spieler Ufo, welcher hier seine heimatlichen Wurzeln hat, aber alle kamen in Erwartung exzellent gespielter Musik und einer Menge Spaß.

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All diese Erwartungen, wie auch die unseren wurden nicht nur erfüllt, sondern noch bei weitem übertroffen.

Traven, seit 1983 bestehend, in den letzten Jahren mit mehrfachem Wechsel in der Besetzung, spielt Jamrock vom Feinsten. Bekannte Titel von Größen wie Lou Reed, Bob Dylan, Motörhead , den Beatles, um nur einige zu nennen, waren zum Teil nur noch an ihren Texten wieder zu erkennen, alles andere „astreine“ Improvisation. Minutenlange Instrumentalparts rissen die Zuschauer mit.

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Bei einigen Liedern, wie beispielsweise „Das Model“ von Kraftwerk (der einzige deutschsprachige Song dieses Abends, wenn ich mich recht erinnere) wurde lautstark mitgesungen und schlussendlich begann einer das Tanzbein zu schwingen, was eine Woge von Tanzwütigen ins Rollen brachte. Die Musiker spielten sich in Rage und die Stücke wurden immer länger, verspielter und rockiger.

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Ja, so stell ich mir Rockmusik vor, wie sie nur von Männern mit Leidenschaft vorgetragen werden kann! Es hat wahnsinnig Spaß gemacht und wir bemerkten gar nicht, wie die Zeiger der Uhr immer weiter liefen und der neue Tag schon längst angebrochen war.

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Nur ein Geburtstagsständchen für Ufo ließ uns zwischendurch wissen, dass es bereits Sonntag war. Dies ließ die Band allerdings nicht davon abbringen, noch weitere Songs zu spielen, weiter zu musizieren. Wir erlebten einen ganz anderen Hartmut, als den bei Keimzeit. Hier konnte er seiner Spielwut so ganz freien Lauf lassen, tun wo nach ihm gerade musikalisch war, ohne feste Regeln und festes Konzept.

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Nicht nur uns schien dieser Abend ein absolut gelungener zu sein, auch die Bandmitglieder strahlten durch die Bank weg, als das Equipment verstaut wurde und es kurz vor Morgengrauen auf den Heimweg ging.
Danke an Traven für dieses im kleinen Rahmen Zelebrierte, aber doch irgendwie einzigartige Konzert. Wir kommen gern wieder und feiern mit Euch Rock n Roll.

Also immer schön fleißig Termininfos auf unsere Seite posten. 😉

Dies war nun der Schlussakkord unseres vollgepackten Wochenendes. Man könnte fast meinen, wir hätten einen overkill Musik erlitten, aber keine Angst, uns bringt nichts so schnell aus dem „Takt“. Wie es so allen Süchtigen eigen ist, können wir wohl nie genug bekommen, von Musik, Konzerten und dem ganzen „Drumherum“.
Wir freuen uns schon auf die nächsten Konzerte und wir freuen uns darauf, für Euch berichten zu können, Euch neugierig zu machen und Anregungen zu geben.
Schaut weiter recht oft hier bei uns vorbei und gebt uns ein Feedback, wir freuen uns drauf!

Bericht: Birgit
Fotos: René

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