„Volle Packung“ die Zweite…

„Dickes B“ – Masurenallee

Nach erholsamen Träumen, einem gemütlichen Frühstück und einigen notwendigen Erledigungen stand nun unser zweiter Termin dieses Wochenendes an.
Bereits gegen 17:00 wurden wir schon vor dem rbb-Gebäude in der Masurenallee erwartet. Der frühe Zeitpunkt des Treffens verwunderte uns ein wenig, da die eigentliche Sendung ja erst gegen 22:00 ausgestrahlt werden sollte. Die Frage, was es notwendig machen würde schon so früh vor Ort zu sein, sollte sich allerdings recht schnell beantworten lassen.
Nachdem wir unser Auto geparkt hatten, einen kurzen Seitenblick auf den Funkturm geworfen hatten, welcher in unmittelbarer Nähe zwischen den Häuserwänden hervorlugte und die Armada der vor dem Gebäudekomplex geparkten rbb-Fahrzeuge kurz mit Blicken gewürdigt hatten, ging es durch ein Labyrinth an Gängen im Gebäude selbst, dann mittels Fahrstuhl zum Ort der heutigen Ereignisse.

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Da war es nun, das nagelneue Studio A des rbb. Wir traten ein und waren erstaunt über das Gewimmel an Leuten, welche geschäftig hin und her liefen, Kameras in Stellung brachten, Tische und Stühle noch einmal auf Anordnung und Sitz kontrollierten, Scheinwerfer ausrichteten, etc pp…

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Ein Blick nach oben ließ meine Phantasie erwachen: wie ein dichter Wald, welcher auf dem Kopf stand, erschienen mir die Unmengen an verschiedensten Scheinwerfern. Das Fotografenherz muss in diesem Moment höher geschlagen haben…: hier dürfte ein Mangel an Beleuchtung, im Gegensatz zum Vortage, keine Rolle spielen.

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„Jetzt und beim Soundcheck dürft Ihr so viel ihr wollt fotografieren, bei der eigentlichen Veranstaltung jedoch ist strengstes Fotoverbot“, teilte uns Dirk mit einem Lächeln mit.
Nun, wir taten, wie uns geheißen und René begann sogleich alles abzulichten, was nur irgendwie von Interesse zu sein schien. Und das war nicht wenig!

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Schon einige Minuten später betrat dann die Band die im schönsten Lila ausgeleuchtete Bühne und begann sich einzuspielen. Mit unseren Jungs auch eine kleine Abordnung des Babelsberger Filmorchesters, welche auch heute die Band unterstützen sollte.

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Der Soundcheck begann und sogleich wurde die halbrunde Bühne von einer Armee aus Fernsehkameras eingekesselt. Comichaft wirkte dieses Bild auf mich. Als wollten roboterähnliche Wesen die Musiker im Rund der Bühne zusammendrängen, jede Bewegung, jedes Detail genauestens erkunden, beäugen und festhalten.

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Meine Phantasie spielte mir Streiche…: Tapfer sang Norbert gegen die technischen “Monster“ an, blies Robert ins Saxophon und zupfte Hartmut den Bass. Rudi versuchte die Gestalten mit seinem E-Gitarrensound zu „vertreiben“ und Spatz besänftigte sie mit den harmonischen Klängen der Orgel. Die Musiker des Filmorchesters verschanzten sich scheinbar hinter unserer Band und „hielten ihr quasi den Rücken frei“…

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Soviel zu meinen Tagträumen, heraus kam dabei ein wundervoller Einklang von Musik und Technik. Besonders beeindruckte mich die ausgesprochen reine Klangqualität des Dargebotenen. Ja, in einem Hochtechnisierten Studio ist auch die Tonqualität eine andere als in einem normalen Konzertsaal.

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Sehr interessant für uns war, einmal live mit zu erleben, wie Fernsehen „gemacht“ wird. Mit welcher Liebe zum Detail, welcher Sorgfalt und Voraussicht solch eine (fast)-Livesendung entsteht und wie viel Aufwand an Personal dafür von Nöten ist.

Nachdem der Soundcheck vorbei war und René eine Unmenge an „Nullen und Einsen“ auf den Datenspeicher seiner Kamera gebannt hatte (es waren wieder einmal über 200 Fotos entstanden), gingen wir noch einmal an die frische Luft um Equipment zu verstauen und uns noch ein wenig die Zeit zu vertreiben. Als wir wieder das Studio betraten, war schon fast der gesamte Zuschauerraum gefüllt und die eigentliche Talkshow konnte alsbald beginnen.
Die Moderatoren Annette Gerlach und Jörg Thadeusz stimmten das Publikum schon mal mit Witz und Charme auf die Talkgäste ein, bevor es dann hieß: „Guten Abend, meine Damen und Herren, willkommen im Studio A…“, und die Sendung begann.

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Viele unserer Leser werden die Talkshow an den TV-Geräten sicher verfolgt haben, daher werde ich auf Gäste und Inhalte hier nicht weiter eingehen. Wer diese Möglichkeit leider nicht hatte und sich dennoch einen Einblick verschaffen möchte, dem sei folgender Link ans Herz gelegt:
http://www.rbb-online.de/dickes_b/index.html

Resümierend sei hierzu nur gesagt: Ein interessanter unterhaltsamer Talk mit nicht weniger interessanten Gästen und selbstverständlich sehr guter Musik.

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Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, ich habe viel gelacht und ebenso viel an Erkenntnissen aus dem Besprochenen mitgenommen. So weiß ich doch jetzt beispielsweise, was ein „vertuschter Orgasmus“ ist und zu welchem Zwecke er angewandt wird. Ebenfalls kam ich zu der Erkenntnis, dass Eltern wohl in den meisten Fällen die, zumindest finanzielle, Startbahn für die Karriere ihrer Kinder sind, im besonderen Maße, wenn diese eine künstlerische Laufbahn einschlagen möchten.

Nach Ende der Sendung blieb uns noch einige Zeit die Gelegenheit, uns mit der Band über die vergangenen Abende und noch kommende Ereignisse, beim einen oder anderen Glase Wein auszutauschen, bis sich so langsam alle verabschiedeten und den Heimweg antraten.
Wir taten dies auch, mit Freude und Dankbarkeit denen gegenüber, welche uns diese zwei außergewöhnlichen Abende ermöglicht hatten.

Großer Dank gebührt hierfür Dirk Tscherner (Management Keimzeit), sowie den Leuten von Radio1 und dem rbb.

Anlehnend an ein rbb-Motto möchte ich unseren Lesern hier zurufen:

„wir sind für Euch unterwegs, dank Eurem Interesse“

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… aber wer nun denkt, das war jetzt schon alles, dem sei hiermit gesagt:

Fortsetzung folgt!

Bericht: Birgit
Fotos: René

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