Vom Schnee verweht in Freiberg

Wir haben es geschafft , mehr als 500 Kilometer trotz „Petra“ und anderen Wetterwidrigkeiten auf den Straßen überwunden und sind nun angekommen im tief verschneiten Winterwunderland Freiberg. Der Schnee türmt sich in den Straßen meterhoch. Zwischen weißen Hügeln, unter denen sich wohl Autos befinden, und unter eisbezapften Dachkanten stapfen wir durch kleine freigeschippte Gässchen in Richtung Marktplatz.

Die gelbe Beleuchtung und der viele weiße Schnee geben den Straßen eine märchenhaft verzauberte Atmosphäre. Wir stehen auf dem für mich in diesem Jahr schönsten Weihnachtsmarkt und bleiben am ersten Glühweinstand hängen. Viele Menschen, doch kein Geschiebe und Gedränge, freundliche Menschen, strahlende Augen und besinnliche Klänge von einer Weihnachtsmannblaskapelle sind eine wunderbare Einstimmung auf das letzte Keimzeit-Konzert in 2010.

Das Tivoli ist ein sehr schöner Ort hierfür, es erinnert ein wenig an alte Zeiten im Salzbergtal in Wernigerode. Die Zeit bis zum Konzertbeginn vertreiben wir uns mit einem Freiberger Schwarzbier und genießen den Foto-Rückblick auf das vergangene Keimzeit-Jahr.

Heute tritt die gesamte Mannschaft inklusive Bläser an und wir freuen uns auf einen erquicklichen und entspannten Abend mit unserer Lieblingsmusik. Das aktuell gespielte Repertoire führt uns zunächst auf eine Reise in die Vergangenheit mit Stücken vom Irrenhaus über Bunte Scherben bis zum Kapitel 11 – die alten Songs werden in neuem Gewand präsentiert.

Das traurige Kind und 22 sorgen für ausgelassene Stimmung im Saal. Spatz begeistert mit seiner Version von Max Herres Blick nach vorn – und es gibt weitere Überraschungen:

Norbert kündigt an, dass es eine neue CD geben wird und lässt uns schon einige der zukünftige Ohrwürmer genießen. Amüsant ist der Einsatz der Bläser als Sänger beim „Beispiel – dem guten“. Die Performance der Bläser ist ohnehin göttlich – man kann es nicht beschreiben – man muss es gesehen haben! Einen herzlichen Dank an Ralf, Sebastian und Robert, einfach toll!

Eine weitere Überraschung offenbart sich bei „So“ – Norbert bittet Ulle Sende auf die Bühne, der hier den Gitarrenpart übernimmt. Ein Wiedersehen mit Ulle nach so langer Zeit macht ein wenig wehmütig – schön, dass er mal wieder dabei war!

Auch Marion Bohn ist im Publikum zu entdecken. Nach einigen Zugaben kommen auch die obligatorischen Nathalie-Rufer auf ihre Kosten.

Nach dem Konzert wird der Merchandising-Stand belagert – René und Birgit laufen zu Höchstform auf und machen sicher einen Rekordumsatz – kein Wunder, gibt es doch auch viel Neues im Angebot.

Zunächst die neue Werkschau-CD „Land in Sicht“, auf der alte Titel neu eingespielt wurden, klar und fast minimalistisch, aber mit einer umwerfenden Präsenz. Man hat das Gefühl, die Band ist gereift wie ein guter Whisky und irgendwie zu Hause angekommen – ich höre nur noch die neuen Versionen! Und dann gibt es noch weitere CDs in Neuauflage, zum Teil mit bisher unveröffentlichten Titeln – auch das lohnt sich. Und so werden die neu erworbenen „Weihnachtsgeschenke“ noch fleißig signiert, die Band hat noch lange nicht Feierabend …

Alles Gute für das neue Jahr, vor allem Gesundheit und positive Lebensperspektiven und herzliche Grüße an Keimzeit, Dirk Tscherner, die gesamte Crew sowie das E-Feld-Team und alle Leser dieser Seite!

Bericht: Tine

Fotos: René´s Canon 5D Mark II 🙂

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