Zeit, Vol.1


Sommersonnentage, laue Sommerabende, Hitze, Arbeit, die wichtigste Nebensache der Welt…
… und da war noch etwas: eine kleine Flut von Ereignissen, welche alle samt danach lechzen, in Worte gefasst und der Welt zugetragen zu werden.
Nun, die Zeit schreitet stetig voran, lässt kaum Raum aufzuatmen, sich zu sammeln, Erinnerungen wach zu rütteln und zu „Datei“ zu bringen.

Heut sitz ich nun hier, lasse die Konzerte des letzten Jahres vor meinem inneren Auge noch einmal Revue passieren und will den Versuch unternehmen, all das Schöne wieder wachzurufen und für Euch hier niederzuschreiben:

Als Erstes fällt mir das alljährlich wiederkehrende

„Bunkerkonzert in Heyrothsberge“

ein:

Dieses Mal ein kleines Wunder! Der Himmel blitzeblau, kein einziges Wölkchen in Sicht. Das reinste „Spagettiträger-Shirt-Wetter“, jawoll meine Damen!
Wie geht denn das, fragte ich mich still. War mir dieser Spielort unserer Band doch nur bewaffnet mit Regenschirm, Friesennerz und wasserstrotzendem Schuhwerk geläufig… und nun das??? Mein Herz will frohlocken.

Ein klitzekleiner Makel sollte sich aber dennoch zeigen, an diesem so wundervollen Tag: Straßenbau machte die Anreise ein klein wenig komplizierter als vom Vorjahr gewohnt. Nun, nichts ist perfekt und ein wirkliches Problem war dies ja auch nicht, schon gar nicht anbetracht der Tatsache, liebe Freunde wieder zu treffen, einen wunderschönen musikalischen Abend zu genießen und eine der ersten sternklaren und lauschigen Sommernächte unter freiem Himmel zu erleben.

Die Band war gut gelaunt und voller Spielfreude, das Publikum zahlreich und ebenso fröhlich. Mir schien es wohl, dass die Gunst des Wettergottes sich auf die allgemeine Stimmung so positiv niederschlug, dass die Musik um ein vielfaches beschwingter herüber kam, das Echo aus den Reihen des Publikums doppelt so stark zurück schlug und so quasi eine Symbiose zwischen Aktion und Reaktion entstand. Der Funke sprang über.

Irgendwann drängte sich mir ein Vergleich auf: Hier war sicher nicht Gotthilf Fischer am Werk, aber die „Leisegang-Chöre“ auf jeden Fall! Rund um mich herum wurde gesungen, gemeinsam das „Schiff Keimzeit“ in den Hafen der Glückseligkeit gebracht. Vorbei am Leuchtturm mit seiner Krone aus Licht, über Feuerland nach Hause, in die Herzen der Gemeinschaft dieses Abends gelenkt.

Nachdem Norbert mit „Rosetta“ wundervoll sentimental dem Vergangenem nachgehangen, zeigte uns Andreas dann aber wieder die Richtung mit Max Herre´s „Blick nach vorn“. Schön Spatz, Dich endlich mal wieder singen zu hören! Und das auch noch auf so einfühlsam männlich rauchige Art. So manches Mädchen- und Frauenherz schlug wohl in jenem Moment etwas höher. Ich muss gestehen, meins auch.

Die Sangesfreudigen vor der Bühne (von Publikum mag ich hier diesmal nicht reden), ließen die Band nicht eher die Bühne verlassen, bis auch noch das letzte Stück der Setliste vorgetragen und gemeinsam zu Ende gebracht war.

Ja, das war ein früher Sommerabend, der mir in Erinnerung blieb. Zu schade, ihn in Vergessenheit geraten zu lassen, hier nicht mit Worten bedacht zu haben, für alle die dabei gewesen und jene die es nicht vermochten.

Fortsetzung folgt…

Bericht: Birgit

Fotos: René

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