…Drei Männer – Eine Frau… …mei Leipzsch lobsch mir…

Ein Hauch von Frühling liegt in der Luft, die Wochen des Schnees sind vorerst vorüber…
Gelegenheit, sich auch musikalisch das Herz erwärmen zu lassen, gerade mit dem Wissen, dass es KEIMZEIT in kompletter Besetzung bis zum Juli nicht auf der Bühne zu bewundern gibt. Also hieß es für uns, nach dem Ausklang des alten Jahres im F-Haus in Jena, dass neue Jahr in Leipzig zusammen mit den Leisegangs und Co. musikalisch zu begrüßen.

Etwas länger dauerte die Fahrt von Gera nach Leipzig, das Umland ist vom Hochwasser arg gebeutelt, Umleitungen waren angesagt. 20.00 Uhr angekommen freuten wir uns auf die bekannten Gesichter des „harten Kerns“, nette Gespräche vorm Konzert, n Bierchen …aber nix da…der Saal des „Haus Auensee“ schon voll gefüllt.

Dirk meinte es gehe in 7 Minuten los. Häh ? Sonst geht’s doch, wenn 20.00 Uhr draufsteht, immer erst 21.00 Uhr los…

Mist, noch keen Bierchen und keine Aussicht, irgendwie in die ersten Reihen zu kommen (wollte ja auch fürs e-feld n paar Fotos machen). Wir betraten den Saal, KEIMZEIT betrat die Bühne. So knapp war`s noch nie. Beherzt und gleichzeitig getötet von Blicken der vielen hinter uns Gelassenen, kämpften wir uns vor, und freuten uns, dort die Bekannten vom harten Kern zu treffen.

Jetzt waren wir also im KEIMZEIT-Jahr 2011 angekommen und es begann, wie es endete, mit dem Gefühl, die richtige Musik zu mögen.

Wir hatten von Anfang an den Eindruck, dass heute alle ganz gut drauf sind, obwohl wir dann von Robert erfuhren, dass der Abend davor in Wernigerode wohl sehr „geschlaucht“ hat.

Die Setlist war so ziemlich unverändert zu den letzten Konzerten. Für uns ist es immer wieder ein Highlight, die neuen Songs zu hören. Langsam prägen sie sich musikalisch und textlich in unsere Köpfe ein…“…füll ich es auf, mit Musik…“ – ROSETTA, die wohl lieblichste aller musikalischen KEIMZEIT-Frauen … für mich ( Matthias ) eines der schönsten Leisegangs-Songs ever…wunderschön begleitet von Rudis perfekten und in dem Fall sehr gefühlvollem Gitarrenspiel. Auch in Leipzig wieder zum dahin schmelzen und auch deshalb freuen wir uns wahnsinnig auf das neue Studioalbum.

An dieser Stelle ein großes Lob an das Publikum. Die Stimmung der einzelnen Lieder wurde mal nicht durch eine ansonsten leider manchmal anzutreffende Bierkneipenatmosphäre kaputt gemacht…nein, in Leipzig hat man das Können der Band in vollem Umfang gewürdigt. Es waren keine „Probleme-In-Der-Ersten-Reihe-Eines-Konzertes-Ausdiskutieren-Personen (PIDEREKAP)“ da, und keine „Wer-Quatscht-In-Den-Hintersten-Reihen-Am-Lautesten-Menschen (WQIDHRALM)“ … wirklich ein super Publikum!!!

Es wurde auf Leipzigs- Bühne wieder mal gerockt, getanzt, gelacht … durch und durch KEIMZEIT-Live eben.

Das in der ersten Reihe stehen hatte heute den Nachteil, dass man leider die Qualität der wirklich guten Soundanlage nicht genießen konnte, da die Boxen meines Erachtens zu weit in den Saal gehangen waren. Das tat dem schönen Abend aber wirklich keinen Abbruch.

Spatzi, der zum vergangenen Weihnachtsfest bestimmt keinen Rasierer geschenkt bekommen hatte ;-), probte sich auf der Hälfte der Strecke an Arbeitsverweigerung. In einem kurzen Bühnengespräch mit Norbert, versuchte er wohl tatsächlich, um seinen Gesangspart zu kommen. Welch kläglicher Versuch, mein Herr! Natürlich musst Du singen, Andreas!!!

Und nicht nur den „Blick nach vorn“ durfte er zum Besten geben, nein… da war ja noch die Überschrift meines Berichtes…
Nach der Zugabe und dem Abwedeln durch Norberts rechte Hand ( allen soweit als Schlussgeste bekannt ) schafft man es selten, die Band erneut auf die Bühne zu bekommen.

Diesmal hat` s geklappt, dank der wahrscheinlich russische Volksweisen liebenden hinteren Reihen, die unablässig die, nach „Maggie“ und „Rosetta“, dritte Frau des Abends auf die Bühne riefen. Norbert hatte wohl keine wahre Muse dazu heute, Spatzi überredete ihn Backstage und bekam dafür auf der Bühne glatt die Quittung. Von Norbert aufgefordert, musste er ihm helfen, natürlich beim Text von „Nathalie“. Und wie sollte es anders sein, auch er konnte ihn nicht…lediglich „…sie hatte so schöne blaue Augen…“ war ihm geläufig, aber eben immer an der falschen Stelle. Also nahm sich Rudi ein Herz und half den zweien…Drei Männer und eine Frau…und zusammen mit dem Publikum fand dieser Abend ein versöhnliches Ende.

Nach ein Paar Gesprächen wurden wir dann ziemlich schnell, natürlich als letzte, aus dem Saal gekehrt.

Ein schöner musikalischer Jahresbeginn fand sein Ende. „An und für sich ist das nicht schlimm, warum nimmst du´s nicht einfach hin?“ (aus dem neuem Song) kommt mir da in den Gedanken …Ja, nehmen wir, aber nur mit der Gewissheit, dass der „Club der Toten Dichter“, die Akustik-Konzerte, natürlich das neue Album und dann irgendwann auch ne DVD (Ulle Sende filmt alle Konzerte emsig mit) die Vorfreude auf 2011 hochkommen lassen.

Sehen uns!
Bis bald!

Bericht und Fotos: Jana und Matthias

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