KEIMZEIT-AKUSTIK im Kornspeicher – Mannis gelungene Open- Air- Premiere

Die Übelkeit der Koggenfahrt und den Schrecken des Abtauchens ins Hafenbecken so langsam überwunden, hieß es am Samstag darauf – …Die Akustische Keimzeitliche Viererbesetzung ruft zum geselligen Abend…

Manfred Neuman ( Manni ) lud in seinen wunderschönen Kornspeicher nach Neumühle, eher gesagt in den Hof seines Gehöftes, denn heute sollte das erste Open-Air-Konzert überhaupt dort stattfinden. Und wer sonst als unsere Band wäre geeigneter, um das ganze unvergesslich zu gestalten.

Da wir in der Nähe von Fürstenberg gerade unseren Sommer-Camping-Urlaub verbrachten (habe ich da Sommer geschrieben? – drei Wochen Sch…-Wetter), war das Ziel schon nach ner knappen Stunde erreicht. Herzlichst unsere lieben Freunde begrüßt, das vergangen Erlebte noch einmal aufbereitet, ja Rostock war schon aufregend, ging es ganz gemütlich beim Bierchen sitzend in den Abend. Das Wetter – prima! Nun die Mücken waren halt der Nachteil der Wärme, aber besser die Mücken, als schon wieder nass.


Hey, wer ist denn das? Ja, Katharina Franck, die ja bekanntlich dieses Jahr dem Club der Toten Dichter Ihre herrliche Stimme leiht, hatte die gleiche gute Idee an diesem Abend, dem Akustik-Quartett lauschen…ääähm und wer kommt n da noch?… der Andreas ( Spatzi ) hatte an heute wohl auch das Richtige vor…
Der Hof gut gefüllt, freuten wir uns, das es losging.

KEIMZEIT –AKUSTIK…das bedeutet vor allem, eine Frau und drei Männer. Ja, Gabriele verleiht dem Quartett wirklich eine einzigartige Note, nicht nur mit Ihrem Charme, nein, die Gabriele als Musikerin ins Projekt zu holen, war und ist nach wie vor ein Volltreffer.

Und überhaupt, die dargebotenen Songs gewinnen von mal zu mal an Gefühl, Kraft, Eleganz und Gänsehaut-Garantie. Die Auswahl reichte auch heute wieder vom altbekanntem KEIMZEIT- Fundus über wirklich hervorragende Filmmusiken bis hin zur eigenen Geschichte von Norberts Begegnung im Zugabteil. An dieser Stelle sei mir ein persönlicher Wunsch gestattet. Norbert, wie wärs, die wirklich sehr schöne ( auch sehr schön gelesene ) und amüsante aber auch wirklich zum Nachdenken anregende Geschichte direkt in den dann folgenden Song „In the Mood“ übergehen zu lassen, also bei den letzten Zeilen der Geschichte die Gitarre um und dann sanft in den Song…das haut um, gerade weil beides sehr schön zusammen passt. Ist nur so ne Idee, denn auch so ist beides wunderschön.

Bei KEIMZEIT-AKUSTIK machts die Mischung. Besonders ergreifend und fürs neue Album Vorfreude machend sind „Rosetta“, „Columbus“ und die Sachen, die Rudi zum Besten bringt.

Das Publikum war auch an diesem Abend ein Gutes, gaben sich dem etwas anderen KEIMZEIT-Programm hin und waren begeistert. Da fiel eher positiv in die Wagschale, das Gabriele der erste Xylophon-Ton bei Kling-Klang nicht gelingen wollte, und auch sie sich freute, das Norbert am selben Instrument auch mal den Ton ausließ. Auch haben wir nicht gehört, dass die Finger aufgrund der Nachtfeuchte an den Saiten kleben blieben, nein, gerade dies macht das ganze doch natürlich und menschlich. Rudi und Gabriele hatten sogar noch die Ruhe, eine gerade eine Wespe verspeisende Hornisse auf der Bühne zu beobachten.

Langsam klang der musikalische Teil des Abends aus, aber das Lagerfeuer und die netten Gespräche mit der Band, Gabriele, Spatzi ( nicht traurig sein, dass Du nicht auf der Bühne standest, auch wenn’s verständlicherweise nicht einfach ist ) und Katharina ließen uns noch bis tief in die Nacht im Hof des Kornspeichers verweilen.

Ein sehr schöner Abend fand sein Ende – hier noch nicht wissend, dass wir das Konzerterlebnis bereits in einer Woche in Leipzig wiederholen würden.
Aber für den Bericht aus Leipzsch ist ein Anderer zuständig – oder???

Wir verabschieden uns bis demnächst!
Grüße an alle Bekannte und die Band…Gabriele, die erste Socke ist fertsch!
Danke Dirk!

Grüße an die Gemeinschaft!
Matthias und Jana

Share Button

Kommentar verfassen