Park- und Lichterfest Aschersleben

Willkommen beim miserabel organisierten 4-Tage-Event: Park- und Lichterfest in Aschersleben. Die Organisatoren haben sich hier wirklich nicht mit Ruhm bekleckert – von der Information im Internet (kein Programm) über die Anfahrt (falsche Ausschilderung Parkplätze) bis zum Hineinkommen (mehrere Eingänge gesperrt) sowie den Aufbau und die Information vor Ort (keine) – alles mehr als suboptimal.

Der Eintritt von 10 Euro hielt dann wohl auch viele von einem Besuch ab. Wir wanderten einsam zwischen den vereinzelt angeordneten Büdchen hin und her – na wenigstens kein Anstellen für ein Bierchen. Und wer schlau war, verdiente sich noch ein paar Euro, indem er die leeren Becher von einem Stand, der keinen Pfand nahm, an einem Stand der Pfand berechnete, wieder abgab. Toiletten schwer zu finden und dann verstopft – kurz: ein wirklich tolles Fest!

Aber dieses ist auch nicht der Grund unseres Kommens. Wir wollen unsere Lieblingsband sehen. Vorab genießen wir noch an anderer Stelle (gottseidank zufällig gefunden!) den Soundcheck der Band „Irish Rosarien“ um den Bandleader Georg Naumann, die leider aus organisatorischen Gründen nicht zur angekündigten Zeit spielen kann – das passt ins Bild siehe oben. Aber all das kann uns nicht schrecken. Die KEIMZEIT-Fanschaft trifft sich pünktlich im großen „Zirkuszelt“ – wenigstens werden wir auf jeden Fall nicht nass – und die Stimmung wird sich bald um 180 Grad wenden, sicher.

Und unsere Band lässt nicht lange auf sich warten – es geht los mit dem Irrenhaus.

Schnell und willig lassen wir uns gefangen nehmen von der typischen sehnsuchtsvoll erwarteten KEIMZEIT-Atmosphäre und tauchen ein in Klänge – altbekannt und doch immer wieder neu, heilend fast, aber zumindest Kraft spendend und zuversichtlich stimmend für alles, was die Zukunft bringen mag. Singen, tanzen, träumen – die Welt macht Platz für den Augenblick, den wir genießen und auskosten bis zum letzten Ton, um dann gestärkt und erfrischt in die Realität zurückzukehren und das Leben zu meistern.

Was gibt es mehr zu sagen? – Ich habe heute nur diese Worte. Die Setliste wurde für mich erobert, um dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, was die Titelfolge betrifft. Sie hängt an meiner Pinnwand – eine kleine Trophäe, die an einen wundervollen Abend erinnert.

Ich weiß jedoch nicht mehr, welches die herausragenden Momente waren und will dies auch nicht analysieren. Was wichtig bleibt, ist ein Gefühl, stärker als tausend Worte. Bin heute kein „Trauriges Kind“ mehr.
Danke Keimzeit.

Bericht: Tine
Fotos: René

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