30jähriges Bühnenjubiläum in Chemnitz

2012 ist wieder Jubiläumsjahr – für mich immer zwei Jubiläen, da just im KEIMZEIT-Gründungsjahr 1982 auch mein Schulabschluß zu feiern war. Damals noch mit „Da da da“ und „Skandal um Rosi“ – es war noch kein „Land in Sicht“.

Nun soll das Jubiläumskonzert in diesem Jahr für uns ein wundervoller Start in den Urlaub werden – Chemnitz passt gut in die Tour gen Osten, danach liegen morgen dann „nur“ noch ca. 800 km auf dem Weg in die Hohe Tatra vor uns. Die ehemalige Bezirksstadt präsentiert viel Neues, aber auch noch jede Menge „DDR-Charme“. In Sichtweite des „Nischels“ kann man hier vorab noch ein gepflegtes Guinness genießen.

Die Stadthalle erscheint etwas überdimensioniert, aber nachdem wir uns in den Weiten des Foyers zunächst etwas verloren vorkamen, füllte sich die unbestuhlte Fläche vor der Bühne dann doch schnell.

Kolumbus kann nun in den Ozean stechen: „Zeig mir was ich noch nie gesehen hab …“ – wohin geht die Lebensreise, was erwartet uns noch, was fürchten, hoffen oder erwarten wir – es bleibt offen, und wir lassen uns treiben vom Zauber der Melodien und Norberts melancholischer Poesie.

Eine Premiere steht heute auch für mich an – das erste Mal KEIMZEIT mit neuem Gitarristen. Heute rockt Lars Kutschke den Saal, und das macht er gut. Ich neige doch oft dazu, an Bestehendem (länger als gut ist?) festzuhalten und Vergangenem nachzutrauern – an dieser Stelle ist das nicht nötig. Der neue Topf kocht gut. Ruhig und gelassen, fast etwas schüchtern wirkend, entlockt er seinem Instrument wahre Soundfeuerwerke.

Viel zu schnell vergeht der Abend, die Bläser swingen mit dem „Guten Beispiel“ voran, es kommt dennoch zum „Generalstreik“. „Mitten im Fluss“ schöpfen wir Kraft und Hoffnung – wer sagt, dass sich der Himmel nicht bewegen lässt?

Auch alte Bekannte begegnen uns, so trifft das Projektil mitten ins Herz, wir lösen die Rechenaufgabe 2+2 =22, mit uns tanzen Maggie, Rosi und ein trauriges Kind.

Nach der letzten Zugabenrunde wollen wir beschwingt noch auf ein letztes Bierchen mit Freunden schwatzen

– aber die Ordnungscrew der Stadthalle kommt ihrer Pflicht nach und ordnet schnell den Saal leer. O.K., das ist heute vielleicht gar nicht so schlecht, so kommen wir etwas früher zu Bett, denn morgen gibt’s so viel zu tun … die Berge warten auf uns. Urlaub – was für ein tolles Gefühl – wir werden die Tage nutzen um die Batterien aufzufüllen bis zum Anschlag.

Danke Jungs für so einen schönen Start in die Ferien! Und danke auch an das sangesfreudige Publikum, das immer so ein wunderschönes Gemeinschaftsgefühl aufkommen lässt.

Ich wünsche mir noch viele solche Konzerterlebnisse, macht weiter so und bewahrt euch eure Spielfreude auch noch weit über das 30. Jahr hinaus!

Bericht: Tine

Fotos: René

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