Die Entdeckung einer neuen Kultur

und eine Sprache die wir kaum verstehen.

Nach einem sehr schönen und gelungenen Auftakt der diesjährigen Keimzeit Konzertreihe, verbunden mit dem Wiedersehen von Freunden, Bekannten und anderen Weggefährten, galt es nun Meiningen zu verlassen und sich auf den Weg zur zweiten Station der Kolumbus-Tour an diesen Wochenende zu begeben.

Da mir noch eine knapp 4 Stündige Bahnfahrt bevorstand, verließ ich recht zeitig mein Hotel, um mir die Beine ein wenig zu vertreten.

Somit begann mein kleiner Stadtbummel durch die Altstadt, über den Marktplatz zum Barockschloss Elisabethenburg, in welchem sich einige Museen befinden.

Der Weg führte mich weiter durch den Schlosspark, in Richtung des kulturellen Zentrums der Stadt, mit der Durchquerung des englischen Gartens zum Bahnhof, von welchem mich zu doch so früher Stund die Bahn über Würzburg und Nürnberg nach Ingolstadt chauffieren sollte.

Am frühen Nachmittag angekommen, in einer der größten Städte des Freistaates Bayern, übermannte mich erst einmal ein kleiner Kulturschock. Der Bahnhof sieht auf Grund von Baumaßnahmen aus, als ob dort erst kürzlich eine Bombe eingeschlagen hätte und auch weite Teile der Stadt erwiesen sich als ausgestorben und menschenleer.

Zusammen mit meiner Partnerin, welche bereits am Vortag anreiste, um dort einen Bekannten zu besuchen, machte ich mich auf den Weg in die Altstadt, um dort ein wenig die Zeit bis zum Konzertbeginn zu überbrücken. Wir ließen uns im Café Moritz am Rathausplatz nieder und verdauten mit Hilfe eines Stücks Torte den ersten kulturellen Schock.

Die Zeit verrann irgendwie und es galt sich so langsam auf den Weg zum Konzertort zu machen. Aber wohin müssen wir nun?! Laut dem Veranstaltungskalender der Stadt Ingolstadt sollen wir zum Café Paradox gehen, aber auf der Keimzeit-Homepage stand Eventhalle Westpark. Wir versuchten es erst einmal bei der erstgenannten Adresse und waren prompt falsch! Zum Glück lagen die beiden Standorte nur 500 Meter voneinander entfernt.

Sei es an den verwirrenden Veranstaltungsortsangaben gelegen, oder aber an mangelnder Werbung – die Zuschaueranzahl war sehr überschaubar. Als Vorgruppe erwartete uns eine, aus der Region kommende Band, mit den Namen „Andi Thon“, welche uns an das Metier bayrischer Mundart-Pop-Musik heran führte. Für unsere, durch hochdeutsche und internationale Musik verwöhnten Ohren, war es eine ziemliche Herausforderung, auch nur ansatzweise Teile des Vorgetragenen zu verstehen und so manch Einer wählte die Flucht nach draußen.

Nach dem Auftritt der Vorband hießen die anwesenden Fans Keimzeit mit einem großen Applaus auf der Bühne willkommen. Die Band legte gleich los mit einen schönen Mix aus neuen Liedern des kommenden Album „Kolumbus“ und alten allseits beliebten Werken, welche durch die Art des Gitarrenspiels von Lars Kutschke auf eine besondere Weise verfeinert wurden.

Besonders schön war auch Spatzi’s Interpretation des Songs „Du kannst mich an der Ecke rauslassen“ von Niels Frevert und diesmal gab es keine Probleme mit dem Mikrophon, wie am Vortag.

Leider verging die Zeit während des Konzertes wieder viel zu schnell, so daß es bald hieß, sich von der Band zu verabschieden. Aber wie es der Zufall so wollte, gab es am nächsten Tag, bei unserer Abreise zurück nach Frankfurt, am Hauptbahnhof von Ingolstadt ein Wiedersehen mit Norbert.

Am Montag darauf hieß es dann auch bei den Frankfurter Verkehrsbetrieben im Bus- ,Straßenbahn- und U-Bahn-Verkehr „Streik, Generalsstreik …“

Bericht und Fotos: Jörn Brumm

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2 thoughts on “Die Entdeckung einer neuen Kultur

    Jörn responded:
    19. März 2012 at 13:18

    Hey Jörg, ja die Bilder wurden allesamt mit der FUJI X10 gemacht. Die andere Frage kann ich dir leider nicht beantworten Aber mir persönlich gefällt die neue Bühnenanordnung

    joerg said:
    19. März 2012 at 12:53

    Moin Jörn, tolle Bilder, sind die aus der kleenen Fuji? Außerdem beschäftigt mich die Frage, warum der neue Gitarrero offenbar lieber auf der anderen Planeten … äh… Bühnenseite steht. Naja, wird sich schon mal Gelegenheit ergeben diese Frage loszuwerden. Bis denne!

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