Kolumbus sticht in den Ozean

Tourstart in Meiningen

Jubiläumstour…, 30 Jahre gibt es sie nun schon, unsere Lieblingsband. Es ist unglaublich. Alt vertraut wie Kindheitserinnerungen und doch immer wieder frisch und neu. Mit Schwung und Lebensenergie kommen sie daher, die Lieder, Hymnen, musikalischen Meisterwerke. Keimzeit erfindet sich immer wieder neu, egal was auch kommen mag.

So ist es nun auch in diesem Jahr wieder so weit, der Frühling kehrt zurück und mit ihm auch Keimzeit.
Meiningen war hier die erste Station, welche das Keimzeitboot ansteuerte. Die Entdeckungsfahrt sollte beginnen.
„Alle Mann an Bord?“ Ja…, nein…! Ein Crewmitglied sollte hier fehlen. Jedoch, der freie Platz in der Mannschaft blieb nicht unbesetzt. Unser Rudi, neue „Abenteuer“ suchend, hatte das Schiff verlassen. Er tat dies jedoch nicht, ohne für würdige Vertretung zu sorgen. Lars Kutschke enterte den Platz an der Gitarre, um dem Keimzeitboot eine frische Brise ums Bug zu blasen.

Zuerst gab es in der Meininger Multifunktionshalle eine kleine Ansprache des Veranstalters, Bastian Coburger, welcher sich schon seit einigen Jahren um die Musik-kultur der Region bemüht und mit diesem Konzert nun das dritte Mal mit Keimzeit erfolgreich zusammenarbeitete.

Beginnen sollte das Auftaktkonzert dann mit dem Support einer Band aus der Region. Hierfür wurde im Vorfeld eine Ausschreibung gestartet, welche die Band „Janna“, die ihre Musik selbst als „Acoustic Soul Folk“ bezeichnen, gewann.
Pünktlich begannen sie ihr Spiel und die warm-kraftvolle Stimme der Sängerin überzeugte das Publikum, welches den Saal schon gut füllte. An Beifall wurde nicht gespart und auch eine Zugabe war unbedingt gefordert.


Danach sollte es nun endlich beginnen. Das, worauf wohl die meisten, zum Teil von weit her angereisten Zuschauer sehnsüchtig warteten.
Keimzeit betrat die Bühne. Wir waren alle gespannt. Wie würden sie klingen, mit neuem Gitarristen. Was hatten sie uns mitgebracht, aus dem Schatzkästlein alter und neuer Werke?
Das Spiel begann…, und gleich auch die erste Panne. Hartmut hatte Probleme mit einem Anschlusskabel. Sollte das ein schlechtes Omen sein?


Glücklicher Weise nicht. Irgendwie war dieses Mal alles spiegelverkehrt. Die Aufstellung der Band, wie auch die Titelwahl. Man begann quasi mit dem Ende und spielte gleich am Anfang „So“.


Uns wurde viel Neues versprochen und sogleich auch eine Kostprobe des Repertoires der neuen CD geboten. Wie schön! Wir alle freuen uns schon auf das Resultat der harten Arbeitsstunden der Band in Andalusien.
Andreas verwöhnte uns dieses Mal wieder mit einem bezaubernden Lied, welches er sang. Beim zweiten Anlauf konnte man ihn dann auch hören, nachdem das Mikro getauscht war. Quittiert wurde diese Panne mit einigen Scherzen und Beifall aus dem Publikum.


Ja, „Rosi, wir sind alle älter geworden…“ und das darf man ja auch, nach solch langer Zeit des Musikerlebens.
Dann gab es „Streik“. Genauer gesagt „Generalstreik“.
Somit war es das dann wohl auch, mit der Behauptung „Keimzeitkonzerte sind wie Erinnerungsabende an eine frühere Zeit“, wie ich vor Kurzem in einem Pressebericht las.
Aktueller kann ein Song wohl nicht sein!!! 🙂

Ich genoss den Abend voller schöner Musik. Wie auch all die Anderen, die kamen, um einzutauchen in die Klangwelt und den Alltag ein wenig hinter sich zu lassen.
Keimzeit hatte wieder einmal eine neue Facette in sich entdeckt. Die Musik klang zwar wie immer vertraut, aber auf eigenartige Weise auch neu. Begeistert war ich von den Gitarrensoli, welche Lars Kutschke so meisterlich spielte. Verblüfft von seiner Fähigkeit, nach nur drei gemeinsamen Proben so perfekt ins keimzeitliche Bild zu passen.


Rudi, wir werden dich sicher in der Band vermissen, aber wir können Dir auch dankbar sein, einen solch brillianten Vertreter gefunden zu haben.
Von uns hiermit alle guten Wünsche für Deine zukünftigen Vorhaben und persönliches Glück.

Fürs keimzeitliche Jubiläumsjahr können wir uns noch auf viele schöne Überraschungen und Konzerterlebnisse freuen.

„Zeig mir, was ich noch nie geseh´n hab,
und wohin wir fahr´n…“

Lasset uns anheuern auf dem Schiff „Keimzeit“
und treiben auf den Wogen der Musik,
zu neuen Ufern und alt bekannten Häfen
musischer Welten 2012…

Bericht: Birgit

Fotos: René

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One thought on “Kolumbus sticht in den Ozean

    Jana und Matthias said:
    10. März 2012 at 14:41

    Hallo Birgit und Rene,
    danke für den schönen Bericht. Ja es war ein sehr gelungener Tourstart ins 30-ste Jahr auf der Bühne, ein wunderschönes Konzert. Auch ein großes Lob an Lars Kutschke, was Du da so aus der Gitarre gezaubert hast, war wahnsinn, Rudi, Alles Gute Dir, man sieht sich bestimmt wieder…akustisch bleibst Du uns ja erhalten…
    Freuen uns auf weitere Erlebnisse dieses Jahr.
    Warum haben wir eigentlich im „Taxi“ zum Hotel die Längste ( Katrin) in den Kofferraum verfrachtet?…
    Bis zum nächsten Treffen!
    Liebe Grüße von den Fröhlichs

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