Neuer Sänger bei Keimzeit…

Eines der letzten Konzerte der diesjährigen Jubiläumstour führte uns nach Wernigerode.
Durchs herbstlich in tristes Grau in Grau gehüllte Thüringer Land fuhren wir unserem Ziel entgegen. Wir waren schon etwas in Zeitdruck, als wir an dem, für diese Nacht gebuchten Hotel ankamen. Zudem war es schon dunkel, so daß wir den uns im Namen des Hotels versprochenen „Schlossblick“ nicht mehr genießen konnten.

Schnell die Tasche im Zimmer abgeworfen, kurz umgesehen und schon rief uns die fortgeschrittene Zeit zur Eile. Laut unseres Handynavi´s sollten es nur läppische 800 m. Bis zu unserem Ziel, dem Fürstlichen Marstall zu Wernigerode sein. Das lässt sich doch locker erlaufen. Nun, es war dann doch ein wenig mehr an Strecke zurück zu legen, aber das Wetter war gut und ein wenig körperliche Bewegung tat wohl.

Schon kurz vor Ankunft am Veranstaltungsort trafen wir auf gute Freunde und traten gemeinsam in das Anwesen des „Marstalls“ ein.
Das historische Innere, neu aufbereitet für den jetztzeitigen Bestimmungszweck machte einen einladenden Eindruck.

Gleich links neben der Eingangstür der Platz für den Merchandise-Stand, welchen wir heute wieder einmal betreuten, davor einige Stehtische und ungehinderte Sicht auf die Bühne, die fast die gesamte Breite des Saales erfüllte. Also für mich, auch von dieser Position aus, recht gute Bedingungen, das Konzert zu verfolgen.

Der Marstall füllte sich rasch mit fröhlichen Leuten, die alle das Ziel hatten, einen schönen Abend mit ebenso schöner Musik und gut gelaunten Musikern zu erleben.

Das Licht erlosch langsam und der Marstall wurde in sanftes Blau gehüllt, als die ersten Töne des, inzwischen alt bekannten Intros „So“ erklangen. Norberts Stimme dazu… – Applaus.

Ein aufmerksames Publikum, welches begeistert lauschte und mit den Stücken mit ging füllte den Raum und ließ die Stimmung der Musiker gleich doppelt zu Höchstform aufsteigen.

Immer wieder kamen Leute auf mich zu und fragten, wie doch das eine oder andere Stück heiße und auf welcher CD es zu finden wäre. René indessen enterte den oberen Bereich des Hauses, um uns Allen eine Übersicht, in Form von Fotos, zu bieten.

Das Programm nahm wie gewohnt seinen Lauf. Stücke der Kolumbus-CD wechselten sich mit Klassikern ab und auch der „Hit“ Klingklang sollte natürlich nicht fehlen.

Dann …
Aufhorchen meinerseits. „Das Projektil“ wurde angestimmt. Nur…, irgendwie kam mir die Singstimme in diesem Song etwas verändert vor. Ich sah auf, konzentrierte mich auf das, was auf der Bühne geschah. Norbert, eher im Hintergrund machte Platz für den Gitarristen am Mikrofon.

Martin Weigel hatte die Sache in die sprichwörtliche „Hand“ genommen und interpretierte die Zeilen des Liedes. Noch etwas ungewohnt, aber entzückend jugendlich klang dieses Werk nun durch Martins Stimmbänder belebt zu uns herüber. Norbert sah´s mit einem strahlenden Lächeln. Das Gesangsdebüt unseres jungen Gitarristen war wahrlich gelungen. Dem Publikum schien es auch zu gefallen, der große Applaus zeugte davon..

Dann ging es natürlich mit Norbert am Gesang weiter. Es wurden die Kinderbücher nebst Musik und an die Wand geworfener Bilder vorgestellt und auch die gute alte Nathalie durfte wieder einmal nicht fehlen.

Als das Konzert sein Ende nahm, sah man lauter glückliche Gesichter und ich, am Stand, bekam tüchtig zu tun. Es wurden Autogramme geschrieben, bis die Stifte glühten und der Veranstalter machte auch ein zufriedenes Gesicht. An dieser Spielstätte war es wohl eines der ersten Konzerte und der Erfolg sollte Mut machen, für Weiteres.

Im Publikum erkannte ich dann auch noch ein bekanntes Gesicht aus vergangenen Keimzeit-Tagen. Frank Braun war zu Gast und ebenfalls vom Programm sehr angetan.

Zinnowitz 2009

Spät am Abend verabschiedeten wir uns von den Musikern und Freunden der Band und machten uns auf den Rückweg zum Hotel, in dem wir nach einem kleinen „Absacker“ müde, aber glücklich in unsere Federn fielen.

Am nächsten Morgen sollten wir dann doch noch den „Schlossblick“ genießen dürfen. Direkt aus unserem Fenster geschaut, prangte über den Fachwerkhäusern der Stadt das Schloss in seiner vollen Pracht.

Dieser Anblick und das ausnehmend schöne Herbstwetter veranlassten uns, den Aufstieg zu wagen und uns den Schlossbau und den Ausblick auf Wernigerode von Oben noch anzusehen,

bevor wir dann wieder ins Thüringische und somit auch Heimische fuhren.

Bericht: Birgit

Fotos und Video: René

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One thought on “Neuer Sänger bei Keimzeit…

    René Kokert said:
    24. November 2012 at 21:12

    Danke für den Bericht aus meiner Heimatstadt. Das Konzert war wirklich super. Martin kommt als Gitarrist und auch als Sänger sehr sympathisch rüber. Sehr schöne Bilder. Toll, sich auch auf Bild 8 wiederzufinden. 😉

    Gruß aus Wernigerode; René

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