Sommer, Strand und Me(e/h)r…

…die Reise mit „Kolumbus“ geht weiter

Freitag, der 13. (Juli 2012)
Der Blick zum Himmel verhieß nichts Gutes. … War uns der „Arbeitgebergott“ hold und beschied uns einen kleinen Urlaub vor dem Urlaub, so schien der Wettergott andere Vorstellungen von Ferienstimmung zu haben, als es uns lieb sein wollte. Es schüttete wie aus Eimern, die Himmelsschleuse schien sich einfach nicht schließen zu wollen.

Nun, wir packten Friesennerz, dicke Pullover und Wechselsachen, bestiegen das zum Campingmobil umfunktionierte Auto und machten uns auf den Weg nach Rerik.
Schon das Verlassen der Hauptstadt glich einer Reise durchs Bermuda-Dreieck. Drei Anläufe über Querstraßen und Schleichwege benötigten wir, um endlich die Autobahn entern zu können, die uns unserem Ziel näher bringen sollte. Die Zeit verrann wie im Flug. … es regnete immer noch.

Endlich, wir verließen die Autobahn und, siehe da, der Himmel brach auf. Selbst die Sonne wagte einen schüchternen Blick auf die durchfeuchtete Welt. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr lugte sie hervor und verwöhnte uns mit ihrem Strahlenden Lächeln.

Dann, angekommen, backbords des Strandes von Rerik, hieß es schnell das Auto abstellen und in Richtung des abgesperrten Strandareals zu marschieren, wo zum 2. Mal zum „Reriker Liedersommer“ gerufen wurde.

Wie schön, daß unserer Band die Ehre zuteil werden konnte, dieses besondere Fest mit zu bestreiten. Und mal ganz ehrlich, was hätte besser zu dieser Kulisse gepasst, als Kolumbus, der Weltentdecker, sowie die Legenden, die sich um ihn und seine Seereisen ranken.

Augenscheinlich sollten unsere Jungs dieses Konzert wohl splitterfasernackt bestreiten. Zumindest verhieß das am Strandstreifen angebrachte Schild die Vermutung.

Nun, streitbar ob dies eher Segen oder Fluch bedeuten würde, die nackten Tatsachen blieben uns allen an diesem Abend erspart. Stattdessen bekamen wir einfach nur gute Musik um die Ohren geschlagen, einen fast roséfarbenen Sonnenuntergang und Meer, Meer, Meer. …

Bevor unsere Jungs die Bühne betraten (man musste ja auch noch sein Beachvolleyball-Spiel zu Ende führen),

unterhielt uns eine junge Kühlungsborner Band mit schwungvollen Covern und eigenen Liedern. „Nora u. Leo“ heizten dem Publikum schonmal tüchtig ein, da es langsam etwas kühl zu werden drohte und so manches Tanzbein grub sich leicht in den weichen Sand.

Dann war es soweit. Die Keimzeitmusiker erklommen die Bühne.

„Kolumbus“ konnte in See stechen und mit dem „Schiff aus schäbigem Holz“ nach Singapur reisen. Bei dieser einmaligen Kulisse brauchte es nun nicht viel Phantasie, sich die rauschende Fahrt vorzustellen. Der Geruch nach Meer war diesmal real und das Rauschen der Wellen durch die Klänge der Musik hindurch deutlich wahrnehmbar.

Man sah es den Jungs förmlich an, wie viel Spaß sie hier an ihrem Spiel hatten. Nach einer kurzen Anlaufphase wurde nun auch hier fleißig das Tanzbein geschwungen und der Sand tüchtig aufgewühlt.

Martin Weigel, diesmal als Gitarrist mit gereist, machte der Band alle Ehre. Nur einmal entfleuchte ihm ein kleines, unbewusst daher gerufenes, Wort des Fluches, als sich ein kleines Fehlerchen ins Spiel geschlichen hatte. Zu dumm, daß das Mikro aufgezogen und nun alle Anwesenden Zeuge des Missgeschickes wurden. Nun, fluchen gehört ja zum Seemann, wie das Salz in die Suppe und so war alles gut und es wurde allgemein drüber gelacht.

Als „Der Löwe“ dann Urlauber und Einheimische nach Hause schicken wollte, war es schon längst dunkel geworden und der eine oder andere Stern blitze am Himmel und spiegelte sich in der ruhigen See.

Wir bezogen unser kleines, aber feines fahrbares Nachtquartier, kuschelten uns in den Schlafsack und träumten den nächsten Ereignissen entgegen.

Bericht: Birgit

Fotos: René

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