Wie sollte es anders sein, …

… es regnete auf dem Weg nach Freiberg.

Mit einem Augenaufschlag nach „oben“ versuchte ich gutes Wetter zu erheischen, denn das Keimzeit Akustik Quartett sollte uns den Abend versüßen bei entsprechend schöner Witterung.

Als wir dann nach der Ankunft in dieser wunderschönen Stadt uns ein schönes Schälchen „Heeßen“ genehmigten und uns seelisch und moralisch auf den Abend vorbereiteten, klarte es so weit auf und die Hoffnung gewann die Oberhand trocken durch den Abend zu kommen.

Die Zeit den Schloßhof zu entern rückte näher. So gingen wir denn ein wenig aufgeregt, wie vor jedem Konzert, dort hin, um im Vorfeld schon etwas von der Atmosphäre aufzusaugen.

Aber bevor wir die heiligen Hallen betreten durften, lauschten wir schon den Klängen unseren lieben Band. Soundcheck, fast schon so schön wie das eigentliche Konzert, aber ein bisschen mussten wir uns noch in Geduld üben.

Ein wenig frisch und ein paar Tropfen, die vom Himmel perlten, platzierten wir uns mit einer Decke gewappnet (die der Veranstalter in weiser Voraussicht bereitgestellt hat – vielen herzlichen Dank an dieser Stelle dafür), na klar, wie auch sonst in die erste Reihe.

Das Schlosshof-Team sorgte für das leibliche Wohl in jeglicher Form und Farbe. Brezel in die eine und ein Bier in die andere Hand, so schön kann das Leben sein.

Wegen uns konnte es los gehen, aber vorher musste natürlich noch ein Teil der Stammbesetzung der ersten Reihe begrüßt werden. Ein kurzer Plausch und dann ging es endlich los.

Die zarten Töne einer Geige in der Hand einer ebenso zarten Geigerin, erklangen und das erste Lied wurde angestimmt. Traumhaft, wie jedes Konzert.

Dann wurden wir begrüßt „Sehr geehrte Damen und Herren, teure Freunde“…. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich es liebe, das zu hören. Es ist wie, ja wie Musik in meinen Ohren, immer wieder schön.

Die Zeit, wie soll ich sagen, verging bis zur ersten Pause wie im Flug. Kurz mal die Beine vertreten und der kurze Plausch von vorhin wurde weitergeführt. Und wo wir gerade mal dabei waren, die erste Reihe und ich, überlegten wir uns, wie unsere eigene Keimzeitband aussehen würde. Wir kamen dann zu dem Entschluss, daß es dann eher ein Orchester werden würde und einigten uns dann darauf, es lieber der Band selbst zu überlassen. Aber der Fantasie sei ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt.

So teure Freunde, weiter geht’s, wieder hingesetzt. Eingemummelt in die Decke wollen wir dem lauschen, was uns so vorgetragen wird…. Bennimaus… Ich glaube ein jeder von uns kann sich mit der Geschichte ein Stück weit identifizieren, bzw. kennt jemanden, der Bennimaus ist. Herrlich.

Aber was noch viel romantischer ist, das Meeresrauschen bei dem Lied „La meré „.

Augen zu und genießen. Und tatsächlich fühlte es sich einen Moment danach an, dort zu sein, am Meer. Was eine Plastiktüte so alles bewirken kann, danke dafür.

Dann traten meine schlimmsten Befürchtungen ein. Der Abend nähert sich dem Ende. Nein, es soll noch nicht so sein, aber wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören. Oder wie war das? Auch in diesem Falle sollte es so sein. Es war ein zauberhafter Abend und ich weiß es folgen noch viele von diesen.

Die Band stimmte die letzten Klänge an und als die Lichter ausgingen, gingen sie am Merchandising-Stand wieder auf. Buntes Treiben. Und da waren sie wieder die tausend Leute.

Schnell noch eine CD gekauft und ein Autogramm abgeholt. Somit wurde der Abend perfekt abgerundet.
Ich nutzte die Zeit und interviewte Dirk zu der neuen CD und den Eindrücken, die Keimzeit aus Norwegen mitgebracht hat. Natürlich blieb die Frage nicht aus: „Wann ist es soweit, wann dürfen wir die Platte in den Händen halten?“
Januar…
Oh Gott, als Kind kam mir die Zeitspanne von Weihnachten zum nächsten Weihnachtsfest wie hundert Jahre vor. Es war unerträglich. Heute finde ich vergeht ein Jahr wie eine Woche, extrem schnell.

Fazit: Was die CD betrifft, fühl ich da eher wie ein Kind, aber Vorfreude ist eben die schönste Freude.
In diesem Sinne fand der Abend einen tollen Abschluss mit einer wichtigen Lebensweisheit, die auch ich euch nicht vorenthalten möchte. (Uli? hat sie am Stand preisgegeben):
„Was nützt dir eine Kuckucksuhr, wenn du kein Vogelfutter hast.“

Eure Jule

Fotos: René

Share Button

Kommentar verfassen