Abschlusskonzerte 2013

Bevor ich zu den Abschlusskonzerten von Keimzeit 2013 komme, möchte ich kurz „meinen Weg“ zu Keimzeit beschreiben. Es war Herbst 1989 als ich zum ersten Mal Keimzeittitel (Kintopp, Irrenhaus) beim Radiosender DT64 (heute Sputnik) hörte, die mich ähnlich wie der Titel „Langeweile“ von Pankow innerlich bewegten. Auf Grund anderer Sorgen hatte ich mir damals aber nicht den Bandnamen gemerkt.

Erst rein zufällig fiel mir dann Anfang 1992 in einen alternativen Plattenladen (Kellnerstrasse in Halle/ S.) die CD „Irrenhaus“ in die Hände, worauf ich diese Titel wiederfand. Wenige Wochen später (09.04.1992) spielte dann auch noch Keimzeit zufällig in der Easy-Schorre in Halle live. Seit dem bin ich ein bekennender Fan dieser Band, die mich damals (auch noch heute) mit ihrer musikalischen Vielfalt überraschte.

Auch war die Konzertlänge unglaublich. Es gab sie wirklich die legendären Fünfstundenkonzerte („…wir sind älter geworden“).
Zunächst waren es nur die regelmäßigen Konzerte im Frühjahr und Herbst in Halle (jeweils am Donnerstag), dann folgten auch Konzertbesuche außerhalb von Halle. Zum Teil verband ich diese Besuche auch mal mit Fahrradtouren (Kranichfeld, Arendsee, Salzwedel, Torgau, Rudolstadt, Erfurt, Magdeburg, Marienwerda usw.) oder auch mit Kurzurlauben mit meiner Frau (Dresden, Stralsund, Potsdam).

Da ich es in diesem Jahr bis November aus zeitlichen Gründen nur zu zwei Konzerten (Leipzig und Marienwerda) geschafft hatte, wobei es sich in Leipzig „nur“ um die öffentliche Vorstellung der CD „Midtsommer“ handelte, nahm mein Plan zum Besuch aller drei Abschlusskonzerte konkrete Formen an. Ich hatte zwar seit 2005 regelmäßig jeweils ein oder auch zwei Jahresabschlusskonzerte besucht, aber noch nie alle drei. Das war nun mein Plan:

Donnerstag, 19.12.2013, 14:00 Uhr Abfahrt von Halle mit dem Fern-Bus nach Berlin, 19:00 Uhr Currywurst bei Konnopke, 20:00 Uhr im Kesselhaus bei Keimzeit

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Freitag, 20.12.2013, 13:00 Uhr mit dem Fern-Bus nach Jena, 18:30 Uhr Essen im „Zum Roten Hirsch“, 2:0:00 Uhr Keimzeit im F-Haus

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Samstag, 21.12.2013, 8:45 Uhr mit dem Zug nach Freiberg (in Leipzig Frau und Bekannte einsammeln) und nach dem Weihnachtsmarktbesuch 19:00 Uhr ins Tivoli.
Nachdem ich nun schon wieder einige Tage zu Hause bin, kann ich aber sagen: “Es hat sich gelohnt.“

Man kann einfach nicht genug bekommen von dieser Musik – so unglaublich viel Spielfreude und handwerkliches Können, das einem immer wieder zum Mitsingen, Klatschen und auch Tanzen verleitet.

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Begonnen hat das Konzert jeweils mit einem pulsschlagartigen Geräusch, dem der Titel „Schöner Tag“ folgte. Dieses Geräusch beendete dann auch den offiziellen Teil des Konzertes nach „Aquarium“ und passte sehr gut ins Programm.

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Ich hatte die Konzerte in Berlin und Jena recht weit vorne erlebt, wo man diesem „Zwang“ zur Bewegung kaum widerstehen kann. Aber auch in Freiberg „gesittet“ hinten am Tisch war es ein Erlebnis. Von hier konnte man vor allem auch sehr gut die Lichteffekte bewundern.

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Die Setlisten waren ausgewogen und vorab konnte das Publikum bei jedem Konzert auch ein wenig mitbestimmen, was gespielt wurde. Ich denke, es waren alle mit der Titelauswahl zufrieden. Selbst wer nur wegen „Klingklang“ und „Nathalie“, bei dem natürlich wieder Andreas das Schlagzeug bediente, kam, wurde nicht enttäuscht. Die Titelauswahl verdeutlichte nochmals die musikalische Vielfältigkeit der Band. Ich konkret hätte „Flugzeuge“ sehr vermisst. Aber auch ich wurde nicht enttäuscht.

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Der neue Schlagzeuger Krishan Zeigner aus Jena und der fast „neue“ Gitarrist Martin Weigel passen sehr gut in die „alte“ Band mit Norbert, Hartmut, Andreas und Sebastian.

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Martins Gesangsfähigkeiten („Das leichteste der Welt“ von Kid Kopphausen) sollten zukünftig möglichst noch etwas mehr genutzt werden. Ein „Stones“ – Klassiker würde sich vielleicht gut machen und eventuell auch den Manager Dirk erfreuen.

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Die musikalischen Gäste Felix Meyer und Erik Manouz passten mit ihren auch etwas „maritimen“ Liedern gut in das Keimzeit – Programm und begleiteten die Band auch bei Keimzeitliedern. Sehr schön war auch der gemeinsam vorgetragene Titel „La Mer“.

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Felix’s lustige Kommentare (z. B. „Wer ist diese Frau?“ beim Zuschauerwunsch „Nathalie“ oder zum musikalischen Werdegang gefragt „Wir kommen von der Strasse, ihr vom Schlager“) waren auch unterhaltsam und brachten die Zuschauer zum Lachen.

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Laura M. Schwengber übersetzte wie bereits das letzte Jahr die gesamten Konzerte in Gebärdensprache und beeindruckte dabei auch die Konzertbesucher, die (noch) nicht auf eine Übersetzung angewiesen sind. Das waren schon showtaugliche Tanz-Einlagen.

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Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die diese schönen Konzerte (es waren drei schöne Tage) ermöglichten (Bandmitglieder, Bühnengäste, Manager, „Technikaner“, Standpersonal, Servicepersonal usw.). Besonders herzlich fand ich dabei das Servicepersonal (Security, Garderobe, Bedienung) im „TIVOLI“ in Freiberg.

Ich wünsche allen o. g. und natürlich auch Euch als regelmäßige Besucher dieser Seite einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2014 alles Gute (u. a. Gesundheit, viel Spaß mit alten und neuen Freunden und natürlich immer die richtige Musik im Ohr). Vielleicht sehen wir uns zu „meinem Geburtstagskonzert“ am 07.03.2014 im Lindenpark.

Dieter

P. S. Falls es mal eine Abstimmung über einen Gastmusiker geben sollte, ich wäre für Tina Tandler (Saxophon). Das wäre bestimmt ganz große Klasse (vor allem an einem Ort am „Meer“ wie z. B. auf Hiddensee oder in Zingst und dann „Flugzeuge“!!!!).

Bericht: Dieter Thurmann

Fotos: René + Dieter Thurmann

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