Heimspiel 2013

Sommer, Sonnenschein und gute Laune – was will man mehr an einem warmen Juliabend in Bad Belzig. Es ist nahezu Vollmond, runder kann er kaum sein. Die Stimmung auf der Burg Eisenhardt ist geprägt von lockerer Vorfreude auf diesen einmaligen, einzigartigen Abend. Heute ist ein Tag mit Tradition – einmal im Jahr: Heimspiel für KEIMZEIT.

Vertreiben wir uns zunächst die Zeit bei einem Bierchen, dem freudigen Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern und schauen den Musikern beim Volleyballspiel zu. Der Ball kommt mehrmals verdächtig nahe, wir halten unsere Becher fester.

keimzeit_belzig2013_06

Noch immer warten wir auf den Beginn des Konzertes. Zunächst sind noch einige andere Tagesordnungspunkte zu absolvieren, so die Begrüßung durch Peter Kiep, den ehemaligen Bürgermeister von Bad Belzig, und ein ungewöhnlicher Heiratsantrag.

keimzeit_belzig2013_10

KEIMZEIT – schnellerer Herzschlag, strahlende Augen, ein beglücktes Lächeln, es geht los.
Die Gebärdendolmetscherin Laura M. Schwengber ist ein Glücksgriff für die Band. Sie übersetzt die Lieder nicht nur für Gehörlose, sie interpretiert sie auch auf ihre besondere emotionsgeladene Weise, so dass ihre fast theatralische Darstellung auch für Hörende ein besonderes Erlebnis ist. So lernt man die altbekannten Titel auf eine völlig neue Weise kennen und die Blicke bleiben immer wieder fasziniert an ihr hängen.

keimzeit_belzig2013_20

Die Band hat sich weiter verjüngt. Hinter dem Schlagzeug lugt verschmitzt Krishan Zeigner hervor und hat sofort unsere Sympathie. Er macht seine Sache gut. Das könnte ein schöner Tag werden … .

keimzeit_belzig2013_23

Im Publikum tanzt Marion Bohn und auch Herrn Leisegang Senior entdecke ich unter den Gästen. Ein Familientreffen also im brandenburgischen Hohen Fläming.

keimzeit_belzig2013_28

Und auch ich fühle mich ein kleines bisschen wie zu Hause, zu Hause in meiner Keimzeit-Welt. Tanzen, ganze Lieder mitsingen mit hunderten Gleichgesinnten und Neues aufsaugen wie ein Schwamm. Der Keimzeit-Sound wirkt musikalisch gereift und bereichert durch den Gesang der „Jungen Wilden“ Martin und Sebastian. Die neuen Songs „Sechs Fuß tief“ und „Argument dagegen“ haben das Potential zu neuen Lieblingsliedern. „Mudder zahlt deine Rechnungen nicht mehr“ lässt mich schmunzeln, denn ich zahle noch – vielleicht bedarf das einer Änderung?

keimzeit_belzig2013_42

Umwerfend ist Martins Version von Kid Kopphausens „Das Leichteste der Welt“ – kraftvoll und wahrhaftig.

keimzeit_belzig2013_19

Nicht überraschend aber immer wieder begeisternd ist die unbändige Spielfreude der Band, die einen immer aufs Neue mitreißt und in seinen Bann zieht. Irgendwann sind aber auch die Zugaben zu Ende und bis zum nächsten Konzert dauert es noch so lang – aber ich lass mich mit meinen Tränen nicht von der Sonne erwischen …

keimzeit_belzig2013_41

Ich hoffe, Roland geht es gut und er geht seinen neuen Weg nach eigenen Wünschen.

Bis bald in Duisburg oder Essen beim Akustik-Quintett – ihr werdet mir den kalten Herbst versüßen.

Einen schönen Sommer noch wünscht allen Keimzeitlern, der Crew und den Fans.

Bericht: Tine

Fotos: René

Share Button

One thought on “Heimspiel 2013

    Ramonster said:
    1. September 2013 at 23:40

    Hi, ein tolles Konzert gestern in Köpenick, wahrscheinlich der Höhepunkt vom Katzengrabenfest! Ich habe die Band vor ….Jahren das letztemal live erlebt,war total begeistert,am Ende fühlte ich mich sogar fast 20 Jahre jünger.
    Keimzeit als Band hat sich verjüngt ,ok.,aber die „Alten“wirken auch total jung.
    Aber vielleicht ist das so, wenn man in seiner 2. Lebenshälfte ist….!
    Ich wünsche mir mehr „Keimzeit“ live (und genauso rockig,wie gestern)!
    Liebe Grüße!

Kommentar verfassen