KEIMZEIT in Osterburg/ Altmark

Bild 001

Als ich Ende März 2016 mitbekam, dass Keimzeit in Osterburg spielen wird, war für mich entschieden, dass ich meine bisherigen Planungen etwas anpassen muss, um einmal Keimzeit in meiner Geburtsstadt Osterburg erleben zu können. Ich hatte bisher Keimzeit in der Altmark nur in Salzwedel und im Strandband Arendsee gehört und da war es immer großartig. Auch in Stendal gab es wohl auch schon mal ein Konzert (einschließlich versuchtem Gitarrendiebststahl lt. damaligem Zeitungsbericht).
Dank einem alten Schulkameraden konnte ich auch das Übernachtungsproblem lösen.
Übrigens hatte ich Osterburg in dem Jahr verlassen, als Karat gegründet wurde (1975), aber dazu zum Schluss noch ein Satz.

Bereits vor ca. 10 Jahren hatte ich mir schon einen Auftritt von Keimzeit in Osterburg anlässlich des Sachsen-Anhalt-Tages 2007 gewünscht:

„16.10.2006 | DIETER THURMANN
Als gebürtiger Osterburger habe ich als Kind sehr viel Zeit im Biesebad verbracht. Damals war Herr Patan Bademeister und Frau Gehrmann saß an der Kasse. Es gab einen kleinen Konkurrenzkampf zwischen dem „Fuchsbau“ und dem Biesebad. Ich fand aber das „echte“ Wasser besser, obwohl ich damals noch nicht den alten Witz von Otto mit dem Sprungbrett kannte. Erst als Jugendlicher hat es mich öfter zum Fuchsbau gezogen – wegen der Musik, die abends über die Lautsprecheranlage lief (z. B. „Good Morning Freedom“). Aber gab es dann und später auch noch schöne Zeiten an der Biese. Hier mein Vorschlag zum Sachsen-Anhalt-Tag 2007: Nutzung der vor gelagerten Werderwiesen als Veranstaltungsort. Dazu noch die Band „Keimzeit“ mit dem Lied „Donauangler“. Vielleicht lassen sie sich auch dazu überreden das Wort „Donau“ durch „Biese“ zu ersetzen. Dann hätte das Biesebad bezüglich der Musik auch bei mir den „Fuchsbau“ überholt. Ich wünsche alles Gute und hoffentlich ein Treffen beim „Bieseangler“ 2007.“

s. auch hier: http://www.flussbadbiese.de/c_fbb/gastbuch/client/client.php

Leider hatte es damals nicht geklappt (H. R. Kunze und City waren dafür da).

Ich wollte 2016 aber dabei sein, obwohl mir klar war, dass der Anlass des Konzertes (Party für die Teilnehmer des Sparkassenfussballcubs und der Status als Vorband von Karat) nicht gerade günstig für ein Keimzeitkonzert ist.

Nach der Anreise in Osterburg und Bezug des Quartieres ging es zum Abendessen in eine Biesegaststätte, bei dem es einen kräftigen Regenguss gegen 18 Uhr gab.

Bild 002

Danach ging es zu Fuß zum Veranstaltungsort in der Nähe der Landessportschule.

Bild 003

So sah es da aus, als Karat sich gründete:

Bild 003b

Bild 005

Bild 006

Vorsorglich fand das Konzert in einem sehr großen Konzertzelt statt, in dem wohl auch alle 4.000 Besucher Platz gefunden hätten. Zum Glück hatte das Wetter bis auf wenige Tropfen „durchgehalten“.

Bild 007

Kurz nach 20 Uhr begann die Anmoderation durch einen „Radio Brocken“-Moderator.

Bild 008

Das war überhaupt nicht meine Sache. Das hatte mehr mit „atemlos“em Ballermann Charme zu tun. Aber O. K., es sollte ja auch hauptsächlich eine Party für die Sparkassen-Fußballer sein.
Umso mehr war ich überrascht, wie es Keimzeit gelang, doch noch das Beste daraus zu machen. Durch die Konzentration auf bekanntes „Liedgut“ wie „Irrenhaus“, „Bunte Scherben“, „Trauriges Kind“, „Singapur“ u. a. gelang es der Band, das Publikum zu begeistern. Für mich waren die „Flugzeuge“ dabei und für die Partyfreude gab es das Erdnussflipplied, wie es ein Fußballfreund nannte. Das hätte heute auch wirklich nicht fehlen dürfen (Kling Klang: „Steck‘ dir die halbe Tüte Erdnusschips…“).

Bild 101

Bild 102

Bild 103

Bild 104

Bild 105

Bild 106

Martins Gesangsfähigkeiten („Das leichteste der Welt“ von Kid Kopphausen) kamen auch gut in Osterburg an.

Bild 201

Bild 202

Leider war der Sound nicht so perfekt, zumindest da wo ich stand.
Als Zugabe gab es dann noch Maggie („Und wenn wir dann 72 Jahre alt sind, Kommen die Enkel uns besuchen. Ich küß dich auf die Stirn mein Kind und du bäckst uns ’nen Zuckerkuchen“) – einfach toll und für den Abend auch sehr passend.

Nach der Umbaupause ging es dann mit Karat weiter, die hauptsächlich auch ihre Klassiker wie „Der Blaue Planet“, „Schwanenkönig“, „Jede Stunde“ und „Albatros“ spielten. Mir gefielen speziell die Mundharmonikaeinsätze.

Bild 210

Bild 211

Bild 212

Bild 213

Leider verschlechterte sich noch etwas die Soudqualität, was offensichtlich mit der Lautstärke zusammenhing.
Es war aber trotzdem mal wieder schön, diese Lieder von Karat zu hören. Letztmalig war ich 2006 in Landsberg (bei Halle) anlässlich einer Ostrock-Veranstaltung bei einem Karat-Konzert.

Als der o. g. Moderator bei der Ankündigung auf das Gründungsjahr 1975 von Karat hinwies, musste ich daran denken, dass ich schon davor bei der Band PANTA RHEI (damals u. a. mit Herbert Dreilich, Ed Swillms und Veronika Fischer) im Osterburger Kreiskulturhaus („KKH Osterburg“ genannt, in dem auch öfter die Puhdys spielten) dabei war – also sozusagen der „Vorband“ von Karat. Leider gibt es das KKH schon seit über 20 Jahren nicht mehr.

Bild 301

Damit wird wohl auch klar, dass ich aus dem Geburtsjahrzehnt stamme, das Norbert regelmäßig nicht mehr abfragt.

Hier noch ein Tipp an Keimzeit (speziell an Martin und Dirk als bekennende Stonesfans) für einen möglichen Stones-Covertitel: es gibt eine ganz tolle Version von PANTA RHEI von „Play With Fire“ (Herbert Dreilich-Voc).

Das war mein kleiner Bericht aus meiner Geburtsstadt Osterburg. Vielleicht klappt es doch nochmal mit dem „Bieseangler“ auf den Werderwiesen (wäre dann rechts auf dem folgendem Bild). Ich werde versuchen, dabei zu sein.

Bild 302

Aber ansonsten bin ich natürlich auch an anderen Orten dabei (auch auf dem Wasser und unter der Erde). Kenner wissen, was gemeint ist (z. B. Karen und Bernd, die ich auch in Osterburg traf).
Leider fehlte in Osterburg unser Haus- und Hof-Fotograf René, so dass hier nur meine Fotos von meiner Hobbykamera zu finden sind.

Bericht und Fotos: Dieter Thurmann

Share Button