Im „Comma“ war es „Fabelweiß“

Einen Tag nach Stoppok in Erfurt, etwas erschöpft durch nur drei Stunden Schlaf, einer ca. 5 stündigen Wanderung um und über einen geschichtsträchtigen Berg, einer Burgbesichtigung mit leckerem Abendbrot, dachten wir: „wenn schon, denn schon“ und machten uns nach Gera auf um ein Konzert einer weiteren, uns schon bekannten Band zu besuchen.

Chapeau Claque, vor fast genau zwei Jahren in Behringen noch als Support Keimzeit´s eher ein regionaler Geheimtipp, zwei Jahre später durch Stefan Raab´s „Bundesvision -Song-Contest“ (sie belegten übrigens für Thüringen mit 53 Punkten zusammen mit „Fräulein Wunder“ den Platz 6 ) bundesweit bekannt geworden, touren sie seither durch deutsche Landen und begeistern nicht mehr nur die Thüringer Lokalpatrioten. Was für die Berliner wohl die Band „MIA“, ist für Thüringen inzwischen „Chapeau Claque“ geworden.

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Diese Band lässt uns musikalisch eintauchen in eine fantastische Fabelwelt kultureller Genüsse, regt die Phantasie des Zuschauers an und lässt uns Träume erleben. Ein wenig von Zirkusklamauk paart sich mit der Grazie der Ballerina einer Spieldose, das Leben und Ableben eines Frosches wird genauso beleuchtet wie das Wechselspiel der Gefühle zweier Liebender.

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Alles zauberhaft und bezaubernd vorgetragen von der hübschen jungen Sängerin und Akteurin Maria Antonia Schmidt, begleitet von einer jungen spritzig erfrischenden Band und diesmal zusätzlich einer Cellistin, welche mit ihrem Instrument der Atmosphäre noch das i-Tüpfelchen aufsetzte.

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Da tat es der Situation, des relativ licht frequentierten Saales und des etwas „einschläfernden“ Supports (Sorry „MIO“, entweder heut nicht dein Abend, oder halt doch mal mit etwas mehr „Pepp“ versuchen…) kaum einen Abbruch.

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Die erschienenen Gäste wurden relativ schnell durch die charismatische Sängerin Maria wieder erweckt und die Aufmerksamkeit überwiegend von den „Privatunterhaltungen“ zur Bühne zurück geleitet.

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Als das Konzert sich dann seinem Ende neigte, ließ sich das etwas spärliche Publikum doch dazu hinreißen, so viel Applaus zu spenden, dass die Band noch einmal die Bühne betrat und uns eine Zugabe ihres Könnens bot.

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Leider nicht das beste Konzert dieser Band, was wir hier erleben durften, aber an Band und Musik hat es wahrlich nicht gelegen.

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Ich hätte mir ein begeisterungsfähigeres Publikum für diesen Abend gewünscht, aber vielleicht hatten alle eine noch anstrengendere Woche hinter sich als wir, die wir nun müde, aber nicht wirklich enttäuscht in Richtung Autobahn abzogen.

Bericht: Birgit

Fotos: René

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