Silbermond in Dresden

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Am 4.12.2009, einen Tag vor dem Keimzeitkonzert in Leipzig, hatte ich die Möglichkeit das Silbermond-Konzert in der Messehalle Dresden für unsere Seite fotografisch zu dokumentieren.

Die Band um Stefanie Kloß begeisterte ca.7000 Besucher in der Messehalle auf ihrer „Nichts passiert“ Tour.

Hier ist nun der ausführliche Konzertbericht.

Vielen Dank an Grit.

Von wegen „Nichts passiert“… – Silbermond in Dresden am 04.12.2009

Von langer Hand geplant, soll es am 04.12.2009 mein viertes Silbermond-Konzert werden. Obwohl ich mir bei genauer Betrachtung meiner Zählung nicht mehr sicher bin, denn beim Konzert im Jugendhaus Neukirch 2001 hießen sie noch „JAST“…

Na egal, zu dritt steigen wir ins Auto und starten direkt vom fünften Geburtstag meines Patenkindes nach Dresden. Für mindestens eine von uns ist der Abend eine große Überraschung – schließlich weiß unser kleiner zehnjähriger Silbermond-Fan noch gar nicht, wo es überhaupt hin geht. Aber als dann aus dem Autoradio die aktuelle Silbermond-CD zu hören ist, schwant ihr so langsam was hier passiert…

Vorfreude breitet sich aus und spätestens der Stau ab Antonstraße macht uns klar, dass dies ein gut besuchtes Konzert sein wird. Überraschenderweise treffen wir unter den ca. 7.000 Besuchern der Dresdner Messehalle direkt im Foyer auf gute Bekannte aus dem Silly-Fanclub und stellen fest, dass man Freunde mit gutem Musik-Geschmack eben auch bei Silbermond treffen kann.

Die Messehalle ist bereits ziemlich gut gefüllt und die Fans in den ersten Reihen stehen wohl schon längere Zeit direkt vor der Bühne. Entsprechend hartnäckig verteidigen sie ihre Plätze – da wird es schwer, für unseren „kleinen“ Silbermond-Fan einen Platz mit Durchblick bis zur Bühne zu finden. Wir hoffen auf die Unterstützung der starken jungen Männer um uns rum, aber auch das wird anders laufen als wir jetzt noch denken… denn irgendwann haben wir sie selbst abwechselnd auf den Schultern…

Dann geht es endlich los: Mit der Intro zum Live-Erlebnis Silbermond kommt die Gänsehaut und die Begeisterung wird uns vom Anfang bis zum Ende des Konzerts nicht mehr loslassen. Silbermond und besonders Stefanie ist wie üblich von Anfang an präsent und das Publikum geht sofort mit. Sie startet mit „Nach haus“ und tatsächlich ist es ein bisschen so, als ob sie nach hause kommen… Bautzen ist ja schließlich nur ein paar Kilometer weit entfernt.

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Die Stimmung im Publikum ist von Anfang an riesig. Ich werde dein Eindruck nicht los, dass hier Musiker auf der Bühne stehen, die sich nichts Besseres als eben dieses vorstellen können und das auch genauso rüberbringen. Die Präsentation der Songs überzeugt – die Musik selbst, die Texte, die Lichteffekte und der „Catwalk“ von der Bühne ins Publikum geben mir das besondere Live-Gefühl, tatsächlich mittendrin und voll und ganz dabei zu sein.

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Dazu tragen auch solche Highlights bei, wie die absolut geniale Trommel- und Rhythmus-Einlage der Silbermonde oder das unverhoffte Verschwinden der Musiker von der Bühne. Plötzlich tauchen sie am anderen Ende des Saals mit kleinem Drum-Set, Gitarre und Bass wieder auf, um auch dort den Fans das Erlebnis der ersten Reihe zu verschaffen. Wer hier dabei ist, hat die Silbermond-Texte drauf und so überrascht es nicht wirklich, dass die Fans bei „Irgendwas bleibt“ fast lauter singen als Stefanie. Bei dem minutenlangen Applaus nach dem Song wirken die Silbermonde von ihrem Erfolg so überrascht, dass Stefanie immer wieder ungläubig den Kopf schüttelt und ihr die Tränen recht nah scheinen.

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Legendär ist natürlich Nowi’s Geschichte: Stefanie versucht, das „drohende Unheil“ mit allen Mitteln zu verhindern und warnt die Fans eindringlich. Doch es gelingt ihr nicht und so kommt, was kommen muss – der Solo-Part des Drummers. Aber die Fans scheinen „Das Lied mit nur einem Akkord“ zu lieben und vermitteln so auch Nowi für einige Minuten das Gefühl, ein gefeierter Sänger und Gitarrist zu sein…

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Die Hinweise auf das Silbermond-Projekt „Fans helfen“ zeigen, dass die Musiker trotz oder gerade wegen ihres großen Erfolgs mit beiden Füßen auf der Erde bleiben. Das passt genauso zu ihnen, wie die Präsentation der jungen Bautzener Band namens „Café Jazz“ im Vorprogramm.

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Und so wächst die Sympathie für die Silbermonde weiter. Irgendwann ist leider auch dieses Konzert zu Ende und ich stelle fest, dass der Abend zwar anders verlief als geplant, aber noch besser als gedacht. Irgendwie scheint „Das Beste was mir je passiert ist“ auch hier zu passen – mal abgesehen von Silly-Konzerten.

Bericht: Grit
Fotos: René

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