Was Neues auf die Ohren – Von Engeln und Schweinen – und Felix Meyer

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Vor zwei Jahren waren wir Felix flüchtig im HOME-Studio begegnet, Keimzeit nahmen gerade Singapur neu auf. Ich erinnere mich, da saß ein schlacksig, schmaler Typ mit freundlichem Gesicht auf einer Box an ein Fenster gelehnt.

„Hey, und was machst du so?“

„Ich mache Straßenmusik!“

Kurz berichtete er uns, dass Produzent Peter Hoffmann, der schon mit Größen wie Ben Becker oder zuletzt Tokio Hotel arbeitete, ihn und seine Band auf der Straße hat spielen sehen. Er lud die jungen Musiker zu sich und Franz Plasa ins HOME Studio ein. Letzterer hatte schon Alben von Selig und Keimzeit produziert, beide Bands gehören zu Felix Liebsten. Zu kurz war dieser erste Eindruck und wie das Leben so spielt hatten wir schnell das Gesicht und den Namen wieder vergessen.

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Zwei Jahre ist dies nun her und kürzlich sind wir Felix Meyer wieder begegnet.  Er spielt bereits nicht mehr nur auf der Straße. Sein erstes Album „Von Engeln und Schweinen“ ist längst draußen und gerade werden Songs für das Zweite eingespielt, wieder im HOME.

Spontan lud man uns ein, ein paar Titel des ersten Albums im Studio zu hören, bei voll aufgedrehten Boxen. Und WOW, wir bekamen gehörig was auf die Ohren.

Klare Musik mit deutschen, sinnlich, poetischen Texten in denen der Künstler mit den Worten jongliert. Erstes Hören ließ die Haut vibrieren von Kopf bis Fuß und die kleinen Härchen an den Armen sich aufrichten.

Die Musik gespielt mit einer solchen Leichtigkeit und allem Voran eine Stimme, die so beeindruckend ist und man diese diesem schmächtigen Mann im ersten Augenschein nicht zuordnet. Eine Stimme, kräftig, aber unangestrengt und geschmeidig. Weithin tragend, sofort in den Bann ziehend. Felix Meyer singt vom täglichen Leben, von Gewöhnung, davon, dass immer alles Mehr sein muss und nie viel reicht. Er singt von Antworten und Erfahrungen, von der Liebe natürlich und von Engeln und Schweinen.

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Begebt euch auf eine musikalische Reise und hört mal rein. Sie wird euch garantiert gefallen und wenn ihr mögt, lest in Bälde hier mehr von dem jungen Musiker und seiner bildreichen Musik. Vor allem spitzt die Ohren, wenn ihr ihn auf den Straßen, egal ob in Leipzig, Ljubljana, Berlin, Florenz, Stuttgart oder Avignon hört. Nehmt euch die Zeit, einfach mal stehen zu bleiben.

Felix Meyer – Kaffee ans Bett – Live auf Sylt

Bericht: Dominik Peters
Bilder, Quelle: www.felixmeyer.eu
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