Bobo In White Wooden Houses – Schwerin

Bobo In White Wooden Houses hatten eingeladen in den Speicher zu Schwerin um in der gleichnamigen Tour ihr neues Album „Transparent“ vorzustellen.  Und Zille hatte uns eingeladen.

Gegen 20:00 betraten wir den Speicher, noch immer eine meiner liebsten Konzert-Locations mit all dem hängenden und stehenden Schnickschnack. Bis 21:00 Uhr flog die Zeit in Gesprächen dahin, als jemand bemerkte, es gehe los. Vor der Bühne hatte man noch eine große Fläche frei gelassen. Wie das oft so ist, traut man sich doch anfänglich nicht ganz an den Rand der Bühne.

Dieses Gebiet okkupierten wir sogleich als unseren Tanzbereich.  Woran diese Scheu wohl liegen mag. Ich finde es immer wieder erstaunlich, was ein Instrument in der Hand eines Menschen, der dieses auch zu spielen vermag, ausmacht. Dieser Mensch brilliert auf der Bühne stehend mit einem unglaublichen Charisma untermalt vom Scheinwerferlicht. Irgendwann im Laufe eines Abends gelingt es oder gelingt es nicht, dass das Publikum eins wird mit der Combo. Für mich kann ich sagen, diese Band hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Vorher nie gehört wollte ich mich einfach überraschen lassen.

Dies ist gelungen. Bobolina schlenderte fast schwebend auf die Bühne, gefolgt vom Bassisten Alex „Lexa“ Schäfer, Gitarrist und Produzent Jan Stolterfoht und Schlagzeuger Christian Kohler. Bobo trat ans Mikrofon und begann zu singen mit einer so wunderbar hellen und klaren Stimme, die begleitet wurde von psychodelischem Gitarrensound und träumerischen sowie finsteren Bassläufen.


Das Konzert, dessen zwei Stunden wie im Fluge vergingen, fesselte uns von der ersten Sekunde. Christiane „Bobolina“ Hebold, eine Frau mit einer berauschenden Ausstrahlung, einem feinen Gesicht und eben dieser tollen Stimme ließ uns dahinträumen und die Musiker an ihren Instrumenten badeten uns in ihren Klängen. Zur Mitte des Konzerts bat Bobo Tochter Camille auf die Bühne. Noch eine Überraschung für uns, hätten wir doch diese zierliche, feenhafte Erscheinung nicht für eine Mutter einer 15 jährigen Tochter gehalten. Auch deren Stimme, die der der Mutter glich, überzeugte.

Natürlich habe ich mir an dem Abend die neue CD gekauft. Im Nachhinein dächte ich, beim Einspielen der CD würde ein riesen Aufwand betrieben und zu technischen Tricks gegriffen. Doch das Konzert klang nicht anders. All die Sounds, dieser Klangteppich, kam aus der Gitarre, den anderen Instrumenten und der Stimme natürlich. Danke für diesen schönen Abend und danke an Zille!

Bericht: Dominik Peters
Bilder: Dominiks iPhone

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